Re: Ausländer müssen für den russischen Pass in den Krieg?
Verfasst: 27 Okt 2026, 18:55
Klar kenn ich den noch. Und ich vermute mal, er hatte recht in seinem Resümee.Jenenser hat geschrieben: 27 Okt 2026, 17:56 Kennt noch jmd. den Franz Schönhuber. Die Partei Republikaner in der BRD schien Ende der 1980er im Aufwind. In der Umbruchphase 1989/1990 resümierte er in einem Interview: Die DDR sei weniger russifiziert worden, als die Bundesrepublik amerikanisiert. Im Grundsatz sei sie deutsch geblieben…
Was nun speziell Wladimir und Erlangen betrifft, so stimmt das nicht so ganz. Sie kam 1986 auf persönliche Initiative des OB in Erlangen zustande, der eben gerade eine Basis schaffen wollte für Völkerverständigung. Es geb damals erheblich Widerstände hüben wie drüben. Aber er hat sich durchgesetzt, und langsam folgten weitere. Die ganzen Austauschprogramme, von denen Du sprichst, waren dann die angestrebte Frucht. In den 90ern kam dann humanitäre Hilfe dazu, ein komplettes Heizkraftwerk aus Erlangen, Busse für den Stadtverkehr und viele viele Hilfspakete, das Rote Kreuz wurde komplett von Null auf gegründet und lange begleitet.Mir kommen nochmal die Städtepartnerschaften Russland – Deutschland in den Sinn.... Waren sie nicht insgesamt auch eine Ursache des „darbenden Wladimirs“ Anfang der 1990er Jahre? Die einsetzende Hilfe, „Wirtschaft, Politik, Kultur, Sport, regelmäßigen Schüler- und Studentenaustausch“ kamen doch erst so richtig in Fahrt, nachdem der Gegner bezwungen wurde. Und erfolgten garantiert nicht selbstlos.
Leider war der Städtepartnerschaftsbeauftragte der Stadt Erlangen, ein ehemals glühender Verfechter dieser Partnerschaft, ein strikter Feind des Kriegsausbruches und auf sein Betreiben oder zumindest mittels seiner aktiven Unterstützung wurde diese Vorzeigepartnerschaft abgesägt und sofort durch eine solche mit einer ukrainischen aus dem Kriegsgeebiet ersetzt. In der Sache nachvollziehbar, aber das Wie hat vielen ins Herz gestochen (ich bitte, das Pathos zu entschuldigen).