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Verfasst: 16 Sep 2006, 12:41
von zimdriver
Uwe hat geschrieben:...
In meinen Augen liegt das mehr an der Unerfahrenheit der Autofahrer im Umgang mit den hochgezüchteten Fahrzeugenund dem ansteiegnden Verkehrsvolumen....
... wenn ich dann noch die mangelnde Achtung des Lebens anderer Menschen und das staatlich unterstützte Außerkraftsetzen jeglicher Straßenverkehrs- Gesetze hinzurechne, gebe ich Dir Recht. Abhängig von sozialer Reife glaubt irgendwann jeder Fahrer eines schwarzlackierten Fahrzeuges mit abgedunkelten Scheiben, völlig markenunabhängig, daß er die gleichen Rechte wie die Herrenfahrer der Duma hat- und fertig ist das Klima für durchschnittlich 3 Blechschäden, die ich täglich auf dem Weg zur und von der Arbeit sehe.
Nee, normal ist Autofahren in Mokau nicht.
Verfasst: 16 Sep 2006, 14:23
von Saboteur
Uwe hat geschrieben:Saboteur,
Du machst da aber eine ganz schöne Milchmädchenrechnung auf.
klar, dessen bin ich mir auch bewust... aber die Ellbogen sind nun mal im Autoverkehr ganz weit draussen... ob das was mit beginndem Verkehrsboom zu tun hat wage ich zu bezweifeln...
Frage nebenbei
Verfasst: 16 Sep 2006, 15:40
von Stefan
Mir ist zu Ohren gekommen, daß die Milizia in Russia alles regelt, wenn ein Unfall passiert ist.
Der Unfallverursacher muss nur einen bestimmten Betrag bezahlen und die Sache ist aus der Welt.
Stimmt diese Behauptung eigentlich und wie ist es wenn man z. B. einen Menschen überfährt und der dann auch noch stirbt??
Zahlt denn irgendeine Versicherung - sofern man diese in Russland abgeschlossen hat?
Verfasst: 16 Sep 2006, 15:44
von Saboteur
mir wurde erzählt das die Miliz im Falle eines tödlichen Unfalls für ca. 100,- $ alles regelt...zumindest in Wolgograd
In Moskau soll aus den Limousinen schon mal der eine oder andere grüne Schein gefallen sein wenn es zu Unfällen mit Personenschäden kam...die Fahrt wurde dann fortgesetzt...
Re: Frage nebenbei
Verfasst: 16 Sep 2006, 19:13
von zimdriver
Stefan hat geschrieben:Mir ist zu Ohren gekommen, daß die Milizia in Russia alles regelt, wenn ein Unfall passiert ist.
Der Unfallverursacher muss nur einen bestimmten Betrag bezahlen und die Sache ist aus der Welt.
Stimmt diese Behauptung eigentlich und wie ist es wenn man z. B. einen Menschen überfährt und der dann auch noch stirbt??
Zahlt denn irgendeine Versicherung - sofern man diese in Russland abgeschlossen hat?
Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen eines Bagatellschadens, ein Mal verschuldet, ein Mal unverschuldet (dazwischen liegen aber 4 Jahre Zwischenfalllosen Straßenkampfes...)
Miliz: Ja, regelt alles. Die Autos müssen stehen bleiben, bis die Miliz kommt, gleich ob das Malheur an einer Ausfahrt oder sonst einer wesentlich verkehrsbehindernden Stelle passierte oder nicht. (Mit Kreide Position markieren, Fotos machen und dann den Verkehr wieder frei machen geht hier definitiv nicht.) Danach vermißt die Miliz gewissenhaft, Protokoll wird an Ort und Stelle gemacht, danach Anhörung in der Leitstelle 1-2 Wochen später.
Tödlicher Unfall: Wie ich hörte, ist es durchaus üblich, dafür in den Bau zu gehen. Die Strafen sind rabiat. Ebenso bei Unfällen unter Alkohol.
Versicherung: Natürlich zahlt die. Das ist vermutlich auch eine der Ursachen für die sorglos- aggressive Raserei. Das Zauberwort Kasko läßt eine fröhlich entspannte Stimmung unter den Unfallbeteiligten aufkommen. Ich staune jedes Mal, wenn ich mich am Schrott eines Unfallpaares vorbeischiebe, wie nett die zueinander sind.
Betrag: Da mußt Du die Herrenfahrer der Duma oder sonstige Blaulicht- und Staatsnummernschilderbenutzer befragen. Alle anderen Kraftfahrer unterliegen im Allgemeinen dem Gesetz. Bei kleineren Verkehrsverstößen ohne Menschen- und Blechschaden freilich hilft ein freundliches Wort zur rechten Zeit (und ein wenig mehr), wenn man in Zeitnot ist und das langwierige Ausfüllen eines Protokolls umgehen möchte.

Verfasst: 17 Sep 2006, 05:21
von Saboteur
Verfasst: 17 Sep 2006, 10:49
von zimdriver
Hallo, hatte schon mal Bilder gepostet zudiesem Thema
http://aktuell.ru/forum/viewtopic.php?t ... c&start=15
Verfasst: 17 Sep 2006, 16:29
von zimdriver
... und hier nun der zwar unfallose, aber doch ausreichende Filmbeweis zur Bedeutung des Grünen Lichts an einer Ampel in Moskau
http://www.youtube.com/watch?v=FONB5iPQZWs
Hier ist noch die längere Version
http://www.youtube.com/watch?v=GKZmPsULdD0
Verfasst: 17 Sep 2006, 19:13
von Uwe
Saboteur,
ist eine schöne Story mit den 100 USD bei einem tödlichen Unfall. Stefan kommt der Sache schon näher. Es gibt drakonische Strafen für den Schuldigen. Nicht so lasch wie in D.
Die Ellbogen aus dem Fenster hingen damals auch in D. Manche hatten auch gleich die Schulter mit draussen. Das hat sich geändert und wird sich auch in RU ändern. Drägler und Dichtestauffahrer waren damals normal.
Gruß
Uwe
Verfasst: 17 Sep 2006, 20:15
von m1009
Saboteur hat geschrieben:mir wurde erzählt das die Miliz im Falle eines tödlichen Unfalls für ca. 100,- $ alles regelt...zumindest in Wolgograd
In Moskau soll aus den Limousinen schon mal der eine oder andere grüne Schein gefallen sein wenn es zu Unfällen mit Personenschäden kam...die Fahrt wurde dann fortgesetzt...
na das kannste komplett knicken...
ich wuensch keinen, das o was ma passiert... aber wenn.. mit 100 ud kommste da nich weg...
fahren unter alkohol kost inzwischen in der provinz mind. 200 usd... bei einen toedlichen unfall... da wirste wohl viel tiefer in die tasche greifen muessen... die moral mal ganz aussen vorgelassen...
hab bisher zum gleuck erste einen kleinen unfall hier gehabt. die sache hab ich direkt mit dem unfallgegner/fahrzeugfuehrer geklaert... klar, iss auch ein risiko, aber war mir lieber als 3 stunden auf die miliz zu warten ...