Noch zu Kroatien: Im August 2005 sind wir (meine russ. Frau und ich) per notariell beglaubigter Einladung unseres Apartment-Vermieters problemlos in Kroatien ein- (und wieder aus-) gereist
Die von fremantle zitierte Variante mit "a certified letter of invitation by a natural or legal person" funktionierte also blendend (Meine Frau war zuerst am Schalter (kamen per Flugzeug), ich mehrere Schritte dahinter. Pass und Einladung am Schalter vorgelegt. Schreiben wurde begutachtet und schwupps war der Stempel im Pass und sie in Kroatien)
Im März diesen Jahres habe ich nochmals nachgehakt. Es ging mir darum, ob ein Aufenthaltstitel (befr. oder unbefr.) bei einer Reise nun einen Unterschied machen würden (es spukten Gerüchte umher, wonach sie in Begleitung von mir für 90 Tage auch einfach so einreisen könnte, also quasi mit mir gleichgestellt wäre. Klang ja nicht gerade unlogisch)
Vom Konsulat in Frankfurt kam folgende Antwort:
russische Staatsangehöriger benötigen immer für die Einreise nach Kroatien ein Visum. Das Visum wird nicht an der Grenze sondern immer in Vertretungen der Republik Kroatien ausgestellt. Der Antrag muß persönlich unter Vorlage folgender Dokumente gestellt werden: gültiger Reisepass, ein Foto (35x45 mm), Einladung aus Kroatien (beglaubigt),
oder aber bestehende Hotelbuchung. Wenn man weder Einladung aus Kroatien noch Hotelvoucher hat kann der Antrag dennoch gestellt werden, allerdings unter Angabe der Adresse in Kroatien.
Solltn Sie noch Fragen haben rufen Sie bitte unsere Info-Nr. 069-7071005 an.
Man sieht also, hier wird dann plötzlich die funktionierende Variante der Privateinladung mit beglaubigter Einladung plötzlich nur als Ausstellungsgrundlage eines Visum dargestellt. Alternativ scheint man diesen Schrieb wohl aber doch nicht so dringend zu brauchen (Zitat: Wenn man weder Einladung aus Kroatien noch Hotelvoucher hat kann der Antrag dennoch gestellt werden, allerdings unter Angabe der Adresse in Kroatien. )
Kurz und gut: vor der nächsten Reise nach Kroatien würde ich zuerst nochmals (evtl. sogar mehrmals.. um mehr als eine Meinung zu hören) dort anrufen und mich nach dem aktuellen Stand erkundigen. So von der Distanz möglich, dann vielleicht doch einmal vorbeischauen.
Persönliche Erfahrung: Zur Sicherheit waren wir mit der auf kroatisch verfassten Einladung damals noch beim Konsulat. Wollte sichergehen, dass da nicht etwas fehlt oder der schwarze Stempel vielleicht ein rot-blau-weisser hätte sein müssen und wir das Ganze dann schmerzlich erst am Grenzposten feststellen müssen.
Auch dort drückte man uns erst einmal ein normales Visaformular in die Hand. Erst die Bearbeiterin meinte dann, dass wir das mit unserer Einladung so nicht brauchen. Einfach an der Grenze den Zettel vorzeigen (erinnere mich gerade nicht, ob wir den zurück bekamen oder nicht) und alles ist OK. Wars dann bei uns ja auch.
Fazit: Wie und wo auch immer Urlaub gemacht werden soll, ist zu empfehlen sich
aktuell zu erkundigen. Besser vielleicht gleich auf verschiedenen Wegen (Telefon,Email...)
Auch woanders gibts natürlich das Prinzip mit der mangelnden Kommunikation zwischen linker und rechter Hand
