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Re: Immobilien Russland - Gesetze a la Deutschland
Verfasst: 28 Jun 2012, 02:35
von domizil
... es ist der Steuerresident gemeint. Also mit anderen Worten: Ein Russe der sich weniger als 183 Tage im Jahr in Russland aufhält und in einem anderen Land somit steuerpflichtig ist, hat bei einem Immobilienverkauf 30 Prozent zu zahlen.
Uwe Niemeier
Re: Immobilien Russland - Gesetze a la Deutschland
Verfasst: 28 Jun 2012, 07:17
von zimdriver
... danke für die Aufklärung. Womit allerdings der Titel des threads ad absurdum geführt wurde ...
Re: Immobilien Russland - Gesetze a la Deutschland
Verfasst: 28 Jun 2012, 07:43
von domizil
zimdriver hat geschrieben:Womit allerdings der Titel des threads ad absurdum geführt wurde
... eigentlich nicht, denn ich wollte vermitteln:
a) zukünftig werden (genau wie in Deutschland) für die Abwicklung von Immobiliengeschäfte die Notare verantwortlich zeichnen
b) zukünftig werden (genau wie in Deutschland) die finanziellen Dinge über ein Konto abgewickelt
c) zukünftig werden (genau wie in Deutschland) staatliche Schutzmechanismen eingebaut zur Verhinderung der Steuerverkürzung
Allerdings gibt es noch einige Unterschiede. In Russland haben wir eine steuerliche Spekulationsfrist von 3 Jahren (für Residenten) und in Deutschland von 10 Jahren. Ich hoffe für alle Immobilienbesitzer das sich Russland daran kein Beispiel nimmt. Über die Steuersätze in Deutschland beim Verkauf einer Immobilie innerhalb der steuerlichen Spekulationsfrist bin ich nicht informiert - sollte ich mich aber wohl mal mit beschäftigen.
Uwe Niemeier
Re: Immobilien Russland - Gesetze a la Deutschland
Verfasst: 28 Jun 2012, 08:04
von zimdriver
Steuersatz bei Verkauf nach 3 Jahren = 0, innerhalb der Spekulationsfrist irgendwas, aber auf den Mehrerlös berechnet- ich bin nicht in diesem Gewerbe
30 % allerdings sind mehr als 1000 Gründe, Umwege zu suchen ...
Re: Immobilien Russland - Gesetze a la Deutschland
Verfasst: 28 Jun 2012, 08:29
von domizil
zimdriver hat geschrieben:innerhalb der Spekulationsfrist irgendwas, aber auf den Mehrerlös berechnet- ich bin nicht in diesem Gewerbe
... ein Beispiel: Wohnung wird innerhalb der steuerlichen Spekulationsfrist von 3 Jahren für 6 Mio Rubel verkauft. Dann gibt es für Residenten einen Freibetrag von 1 Mio Rubel. Somit stehen 5 Mio Rubel zur Versteuerung mit 13 Prozent an.
zimdriver hat geschrieben:30 % allerdings sind mehr als 1000 Gründe, Umwege zu suchen ...
... deshallb muß ein Nichtresident sich vor Erwerb einer Immobilie gründlich überlegen was er will. Wenn er mit der Immobilie spekulieren will, so wird er dazu kaum noch Gelegenheit haben (es sei denn es gibt mal wieder eine der berühmten "Blasen") - oder eben die "Umwege" suchen - und wenn er diese "Umwege" gefunden hat wird er feststellen das auch die nicht ganz billig sind - von der "Gefährlichkeit" mal ganz zu schweigen.
Bei den bisherigen Darlegungen hatte ich noch vergessen zu schreiben das jeder Resident das Recht hat den Kaufpreis einer erworbenen Erstimmobilie von der Steuer abzusetzen - und zwar im Rahmen seiner prozentualen Steuerveranlagung. Aber wie gesagt: Nur einmal in seinem Leben.
Uwe Niemeier
Re: Immobilien Russland - Gesetze a la Deutschland
Verfasst: 28 Jun 2012, 09:44
von m1009
domizil hat geschrieben: Dann gibt es für Residenten einen Freibetrag von 1 Mio Rubel. Somit stehen 5 Mio Rubel zur Versteuerung mit 13 Prozent an.
Meine Frau befasst sich momentan aktiv mit dem Thema, jeden Tag Besichtigungen..... Die 1 Mio Grenze wirkt sich auf dem Markt in NN wie folgt aus: 1 Mio werden im Kaufvertrag festgehalten, der Rest laeuft ohne Beleg......
Nebenbei, die Preise haben in den letzten 5 Jahren stark angezogen. Konnte man in NN 2006 noch eine halbwegs vernuenftige Einraumwohnung fuer 30.000 USD finden, sind heute mind. 60.000 USD fuer praktisch unbewohnbare Wohnungen faellig.....
Re: Immobilien Russland - Gesetze a la Deutschland
Verfasst: 28 Jun 2012, 10:11
von zimdriver
domizil hat geschrieben:zimdriver hat geschrieben:innerhalb der Spekulationsfrist irgendwas, aber auf den Mehrerlös berechnet- ich bin nicht in diesem Gewerbe
... ein Beispiel: Wohnung wird innerhalb der steuerlichen Spekulationsfrist von 3 Jahren für 6 Mio Rubel verkauft. Dann gibt es für Residenten einen Freibetrag von 1 Mio Rubel. Somit stehen 5 Mio Rubel zur Versteuerung mit 13 Prozent an.
.....
... Wohnungen für 1 Mio RUB ...
... und besagte 5 Mio werden dann im Koffer überreicht ...
Womit wir wieder bei meiner Aussage sind, dass russische Immo- Regeln als Gesetze a la Deutschland zu bezeichnen nur als Scherz gemeint sein kann ...
Deutschland hat 10 Jahre Spekulationsfrist und 100e Gesetze dazu, z.B.
HIER
Re: Immobilien Russland - Gesetze a la Deutschland
Verfasst: 28 Jun 2012, 10:14
von m1009
zimdriver hat geschrieben:
... Wohnungen für 1 Mio RUB ...
Glaubt man den Reklametafeln am MKAD .................

Re: Immobilien Russland - Gesetze a la Deutschland
Verfasst: 28 Jun 2012, 18:31
von GIN
m1009 hat geschrieben:domizil hat geschrieben: Dann gibt es für Residenten einen Freibetrag von 1 Mio Rubel. Somit stehen 5 Mio Rubel zur Versteuerung mit 13 Prozent an.
Meine Frau befasst sich momentan aktiv mit dem Thema, jeden Tag Besichtigungen..... Die 1 Mio Grenze wirkt sich auf dem Markt in NN wie folgt aus: 1 Mio werden im Kaufvertrag festgehalten, der Rest laeuft ohne Beleg......
Nebenbei, die Preise haben in den letzten 5 Jahren stark angezogen. Konnte man in NN 2006 noch eine halbwegs vernuenftige Einraumwohnung fuer 30.000 USD finden, sind heute mind. 60.000 USD fuer praktisch unbewohnbare Wohnungen faellig.....
Für welchen Teil Russlands schreibst Du?, in Sochi zbs hat sich nach dem Crash der Markpreis der Immos erst gegen Mitte-Ende 2011 auf 2008 Level wieder eingependelt. Seit dieser Zeit stagniert der Preis, höher als gegen August 2008 ist der Preis nicht mehr geworden.
Re: Immobilien Russland - Gesetze a la Deutschland
Verfasst: 28 Jun 2012, 18:39
von domizil
GIN hat geschrieben:Für welchen Teil Russlands schreibst Du?,
... das Land ist groß und die Bedingungen - gerade was Immobilien anbelangt - krass unterschiedlich. In Kaliningrad z.B. hatten wir insgesamt einen Preisverfall von ca. 35 Prozent, gestückelt auf die Jahre 2009 - 2010. Erst Mitte 2011 kam es zu einer Beruhigung und ab Anfang des Jahres 2012 zu leichten Preissteigerungen von ca. 3 Prozent (bisher) - überhaupt kein Vergleich zu den durchschnittlichen jährlichen Preissteigerungen von 25 Prozent zwischen 2001 - 2005 und 62 Prozent im Jahre 2006.
Moskau soll schon längst wieder auf Vorkrisenniveau sein. Bei anderen Regionen sicherlich sehr sehr unterschiedlich. Und die Preisentwicklung hängt ja auch in erster Linie von Angebot und Nachfrage ab. Wir verzeichnen in Kaliningrad eine ganz starke Drosselung der Bautätigkeit - ein Schelm der sich Böses dabei denkt ... Das ganze geht einher mit intensivierter Berichterstattung in der Fachpresse über "Tendenzen" - tja, so heizt man den Markt wieder an.
Uwe Niemeier