Re: Schwangerschaftsabbruch - Recht oder Notwendigkeit?
Verfasst: 03 Feb 2010, 01:40
Ich habe irgendwo gelesen (sobald ich es finde, kriegt Ihr den Quellennachweis), daß viele Frauen in Rußland zu einem Schwangerschaftsaabruch von den Ärzten getrieben werden. Und zwar gibt es dort mittlerweile Unternehmen, die total scharf auf fötale Substanzen sind, weil daraus z.B. teuere Kosmetikpräparate gemacht werden, viele betreiben Handel mit z.B. Westeuropa, wohin sie Plazenta etc.liefern. Und diese Firmen schließen mit Kliniken Verträge ab, und je mehr die Kliniken denen dieses "Material" liefern, desto größere Provisionen kassieren die. Klinikärzte werden zu "Schulungen" zusammengetrommelt, wo sie dazu angehalten werden, möglichst viele Schwangere zur Abtreibung zu bewegen. Und wenn eine Schwangere dann so eine Klinik aufsucht ( bekanntlich gehen Frauen gerne in solche großen Zentren, weil da alle nötigen Geräte vorhanden sind etc.), dann bekommen sie erzählt, wie schlimm es um ihre Schwangerschaft steht, daß wenn sie nicht gleich abtreiben, sie mit größter Wahrscheinlichkeit sterben werden usw. Diejenige, die über 30 sind, bekommen Geschichten von furchtbaren Mißbildungen des Kindes erzählt. Dermaßen eingeschüchtert und verunsichert entschließen sich dann viele für einen Abbruch, auch diejenigen, die es gar nicht vorhatten.
Aber auch den geborenen Kindern ging es in der Sowjetunion früher nicht immer besser. Kinder, die lebendig zur Welt kamen, jedoch zu schwach waren und womöglich nicht überlebensfähig waren, wurden gar nicht so selten sofort nach ihrer Geburt in einen mit Wasser gefüllten Eimer geschmissen, der direkt unter dem Tisch stand, auf dem entbunden wurde. Warum ins Wasser? Um die Statistik nicht kaputt zu machen. Es durften keine Kinder bei der Geburt sterben, und mit Wasser in den Lungen ließ es sich gut sagen, das Kind sei im Mutterleib bereits gestorben. Der Mutter wurde dann auch gesagt, es wäre eine Totgeburt gewesen.
Ich finde, die russische Geburtshilfe ist oft extrem frauenfeindlich. Eine schwangere Frau in Rußland wird nicht selten vom Arzt und Hebamme mit tiefster Verachtung behandelt. Woher das kommt, weiß ich nicht. Aber fragt doch russische Frauen, die schon mal in Rußland entbunden haben. Besonders älere Semester, wenn Ihr mir nicht glaubt.
Was die Abtreibungen betrifft, die "einfach so" gemacht werden, so denke ich dazu Folgendes: je mehr Achtung eine Frau vor sich selbst, vor ihrer Gesundheit hat, je mehr Selbstbewußtsein und Selbstvertrauen, desto wahrscheinlicher ist es, daß eine solche Frau eine Abtreibung ablehnt, verhütet oder auf das Benutzen von Kondomen besteht. Dies muß in erster Linie ihr ihre eigene Mutter vermitteln. Oft haben die Mütter selbst mehrmals abgetrieben, für die ist es normal. Ich kannte aber eine Frau, die älter war_ als ich- Ihre russische Mutter hat ihr schon als Kind vor die Augen geführt, daß sie auf ihre Gesundheit sehr aufpassen soll, diese Frau hatte ein ganz anderes Selbstverständnis im Umgang mit dem eigenen Körper
Aber auch den geborenen Kindern ging es in der Sowjetunion früher nicht immer besser. Kinder, die lebendig zur Welt kamen, jedoch zu schwach waren und womöglich nicht überlebensfähig waren, wurden gar nicht so selten sofort nach ihrer Geburt in einen mit Wasser gefüllten Eimer geschmissen, der direkt unter dem Tisch stand, auf dem entbunden wurde. Warum ins Wasser? Um die Statistik nicht kaputt zu machen. Es durften keine Kinder bei der Geburt sterben, und mit Wasser in den Lungen ließ es sich gut sagen, das Kind sei im Mutterleib bereits gestorben. Der Mutter wurde dann auch gesagt, es wäre eine Totgeburt gewesen.
Ich finde, die russische Geburtshilfe ist oft extrem frauenfeindlich. Eine schwangere Frau in Rußland wird nicht selten vom Arzt und Hebamme mit tiefster Verachtung behandelt. Woher das kommt, weiß ich nicht. Aber fragt doch russische Frauen, die schon mal in Rußland entbunden haben. Besonders älere Semester, wenn Ihr mir nicht glaubt.
Was die Abtreibungen betrifft, die "einfach so" gemacht werden, so denke ich dazu Folgendes: je mehr Achtung eine Frau vor sich selbst, vor ihrer Gesundheit hat, je mehr Selbstbewußtsein und Selbstvertrauen, desto wahrscheinlicher ist es, daß eine solche Frau eine Abtreibung ablehnt, verhütet oder auf das Benutzen von Kondomen besteht. Dies muß in erster Linie ihr ihre eigene Mutter vermitteln. Oft haben die Mütter selbst mehrmals abgetrieben, für die ist es normal. Ich kannte aber eine Frau, die älter war_ als ich- Ihre russische Mutter hat ihr schon als Kind vor die Augen geführt, daß sie auf ihre Gesundheit sehr aufpassen soll, diese Frau hatte ein ganz anderes Selbstverständnis im Umgang mit dem eigenen Körper