Schwangerschaftsabbruch - Recht oder Notwendigkeit?
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OlgaL
Schwangerschaftsabbruch - Recht oder Notwendigkeit?
Der Artikel ist hier. Eine der liberalsten Gesetzgebungen zum Schwangerschaftsabbruch in Russland koennte sich aendern.
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Re: Schwangerschaftsabbruch - Recht oder Notwendigkeit?
Die letzte Entscheidung muss bei der Frau liegen, es sollte aber Beratungsangebote und ein entsprechendes soziales Umfeld geben. Von dem, was ich so über die Situation alleinerziehender Mütter in Russland kenne, kann ich verstehen, dass man bei einer ungewollten Schwangerschaft zur Abtreibung tendiert.
- Apollo
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Re: Schwangerschaftsabbruch - Recht oder Notwendigkeit?
Die Frage ist, warum werden die Frauen schwanger ?
Aus meiner Sicht sind sie, auch heute noch, alle ein wenig blauäugig und verlassen sich auf die Möglichkeit einer "normalen" Abtreibung.
Aus meiner Sicht sind sie, auch heute noch, alle ein wenig blauäugig und verlassen sich auf die Möglichkeit einer "normalen" Abtreibung.
Re: Schwangerschaftsabbruch - Recht oder Notwendigkeit?
Harald, du hast wohl Recht. Bloss wieviele Frauen gibt es auch, die sich über die Folgen der Abtreibung nicht klar sind. Man hat ja auch schon gehört, dass eine Mutter damit nicht klar kommt, wenn ihr später bewusst ist, was Sie getan hat. Ich sehe es so, es müssten der Mutter bei einer ungewollten Schwangerschaft alle erdenklichen Hilfen gegeben werden (Beratung und Zuschüsse vom Staat, ein Angebot, dass Sie das Kind für eine Zeit in eine Pflegefamilie geben kann und wenn Ihre persönlichen Verhältnisse dann wieder stabil sind, die Rückgabe des Kindes).
- Zejtnot
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Re: Schwangerschaftsabbruch - Recht oder Notwendigkeit?
Ich war einmal morgens in einer Abtreibungsklinik in Novosibirsk. Da kommen die Frauen wie zum Haareschneiden an. Plastiktüte in der Hand, fix unterschreiben, dann auf die Zimmer aufteilen, nach ein oder zwei Tagen geht es nach Hause.
Leider scheint die Abtreibung in gewissen Bevölkerungsschichten noch immer ein Verhütungsmittel zu sein. Die Pille ist kaum verbreitet und Kondome finden viele Jungs hier unnötig. Ob in diesen Bevölkerungsschichten den Kindern ein gutes Leben ermöglicht werden würde, ist aber auch eine Frage, die man stellen dürfen muss.
Hin oder her: Ich finde es richtig, wenn Abtreibungen legal sind. Ich finde es falsch, dass vorher keine Beratung und keine Bedenkfrist nach der Beratung notwendig sind. (Wobei die Bedenkfrist in Russland für 200 Rubel wahrscheinlich eh entfallen würde.)
Leider scheint die Abtreibung in gewissen Bevölkerungsschichten noch immer ein Verhütungsmittel zu sein. Die Pille ist kaum verbreitet und Kondome finden viele Jungs hier unnötig. Ob in diesen Bevölkerungsschichten den Kindern ein gutes Leben ermöglicht werden würde, ist aber auch eine Frage, die man stellen dürfen muss.
Hin oder her: Ich finde es richtig, wenn Abtreibungen legal sind. Ich finde es falsch, dass vorher keine Beratung und keine Bedenkfrist nach der Beratung notwendig sind. (Wobei die Bedenkfrist in Russland für 200 Rubel wahrscheinlich eh entfallen würde.)
Re: Schwangerschaftsabbruch - Recht oder Notwendigkeit?
Ich bin mittlerweile mit einer Ärztin aus der Geburtsklinik befreundet - die erzählt sehr traurige Sachen über die Abtreiberei. Das wird z.T. wirklich anstatt Verhütung praktiziert, die Mädels kommen morgens, bis zu 6 täglich allein in dieser Klinik, dann wird das "erledigt", sie liegen eine Weile in der Tagesstation und gehen am Nachmittag wieder nach Hause. Sie sagte, das schlimmste ist, wenn das Mädel von den eigenen Verwandten dort angeschleppt wird und selber gar nicht will, aber die Mutter oder wer auch immer besteht drauf und sitzt draußen im Wartezimmer, damit das Mädel sich ja nicht bequatschen lässt und wieder geht... und sie haben da einen "Stammgast", die Frau ist 31, kinderlos, war 8mal schwanger und hat bisher immer abgetrieben.
Ich muss sagen, ich finde das verantwortungslos und bin durchaus für sehr viel strengere Gesetze. Abtreibung ist Kindstötung im frühen Stadium, das will nur keiner so sagen. Ein Verbot halte ich für kontraproduktiv, dann wandert das Ganze in den Untergrund und wird unkontrollierbar, aber es sollte Beratungspflichten geben und nicht als eine Dienstleistung wie Zähneweißen oder Maniküre angeboten und genutzt werden dürfen. Und es muss natürlich auch eine andere Aufklärungsarbeit stattfinden, damit sich was am Umgang mit Sexualität und Schwangerschaft ändert.
Ich muss sagen, ich finde das verantwortungslos und bin durchaus für sehr viel strengere Gesetze. Abtreibung ist Kindstötung im frühen Stadium, das will nur keiner so sagen. Ein Verbot halte ich für kontraproduktiv, dann wandert das Ganze in den Untergrund und wird unkontrollierbar, aber es sollte Beratungspflichten geben und nicht als eine Dienstleistung wie Zähneweißen oder Maniküre angeboten und genutzt werden dürfen. Und es muss natürlich auch eine andere Aufklärungsarbeit stattfinden, damit sich was am Umgang mit Sexualität und Schwangerschaft ändert.
Du erntest, was du säst.
- Zejtnot
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Re: Schwangerschaftsabbruch - Recht oder Notwendigkeit?
Manuchka, sowohl Deine Erzählungen als auch Dein Fazit drücken zu 100 Prozent aus, was ich meinte!
(Die Definition als Kindestötung ist eine Frage der Weltanschauung.)
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Re: Schwangerschaftsabbruch - Recht oder Notwendigkeit?
In welchem Schuljahr wird in Russland eigentlich Sexualkunde gelehrt?
"Eines der zentralen Probleme heutzutage ist, dass die Politik so eine Schande ist. Gute Menschen gehen nicht in die Politik." (Donald Trump)
- Zejtnot
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Re: Schwangerschaftsabbruch - Recht oder Notwendigkeit?
Bei meiner Frau wurde es nie gelehrt. Weder die Bio-Lehrerin noch ein Sozialarbeiter (meine deutsche Bio-Lehrerin war zu verklemmt und hat die Aids-Hilfe das machen lassen) haben Kondome erklärt.
Vielleicht ist man inzwischen zeitgemäßer, aber ich fürchte nicht.
Vielleicht ist man inzwischen zeitgemäßer, aber ich fürchte nicht.
Re: Schwangerschaftsabbruch - Recht oder Notwendigkeit?
Meine Ärztin sagte auch, dass Aufklärung kaum stattfindet.
Du erntest, was du säst.
