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Re: Diplomatische Kommunikation

Verfasst: 13 Okt 2026, 12:35
von Jenenser
Axel Henrich hat geschrieben: 12 Okt 2026, 22:42 Wladimir30s Antwort verdient einen Hype, ohne wenn und aber!
Volle Zustimmung! ;)

Re: Diplomatische Kommunikation

Verfasst: 13 Okt 2026, 14:50
von Bluewolf
viewtopic.php?p=271490#p271490

Bis dahin schließe ich mich dem Hype an, denn zu der Zeit war ich auch noch ein großer Fan und hätte auch keinem anderen die Stabilisierung zugetraut. Wäre da anschließend nur nicht die Aussenpolitik dazu gekommen.

Re: Diplomatische Kommunikation

Verfasst: 13 Okt 2026, 15:26
von Wladimir30
Bluewolf hat geschrieben: 13 Okt 2026, 14:50Wäre da anschließend nur nicht die Aussenpolitik dazu gekommen.
Was denn genau an der Außenpolitik stört Dich? Der Ukrainekrieg, klar. Aber was sonst noch?

Re: Diplomatische Kommunikation

Verfasst: 13 Okt 2026, 16:05
von Bluewolf
Ich kann das nicht an einem genauen Zeitpunkt festmachen.
Eigentlich fand ich es sogar bis 2012 noch alles im Rahmen, gerade auch im Vergleich mit westlicher Politik.
Auch wenn es natürlich auch offene Fragen gab (Sprengung des Wohnblocks -> 2. Tschetschenienkrieg, Verhalten bei der Kursk Katastrophe, Verhalten gegenüber Clinton als es um einen möglichen Nato Beitritt ging "Nun, wir stehen nicht in einer Reihe mit vielen Ländern, die keine Rolle spielen.")
DAS hätte ich alles noch mit deiner Beschreibung erklärt. Ein russischer Führer muss Stärke zeigen.
Das war regelmässig ein Quell der Freude, wenn ich gegenüber meiner Frau, Putin als fortschrittlichen Denker mit einer Vison für sein Land verteidigt habe.
Ich denke meine Wahrnehmung veränderte sich 2012, als einige unserer Bekannten inhaftiert wurden, weil sie zu laut aufgemuckt haben.
Und kurz danach ging es dann Schlag auf Schlag auch nach außen hin Stärke zu zeigen. Was meiner Meinung nach nicht nötig gewesen wäre, wenn er mit seinem Selbstbewusstsein und innenpolitischen Macht die Proteste einfach ausgesessen hätte. Auch das wäre ein starkes Zeichen nach aussen gewesen. Aber ich verstehe, dass das nicht seiner Mentalität oder seinem Werdegang entsprach.

Re: Diplomatische Kommunikation

Verfasst: 13 Okt 2026, 18:48
von Axel Henrich
Zejtnot hat geschrieben: 12 Okt 2026, 10:56 Wahlen, bei denen selbst chancenlose Opposition verboten ist, hier als Vergleich herzuholen, das ist schon ziemlich gewagt.
Es ging ja nicht um die Wahl von Parteien, sondern um die Legitimierung von deutschen Politikern durch die Wahl und dass die Legitimierung bei Putin und Lawrow angezweifelt wurde...
Und da ploppte bei mir sofort die Frage auf, ja nee, wer wird denn wirklich vom Volk gewählt. Und das ist von den genannten Personen nunmal nur Putin. Ob da nun Zahlen noch geschönt wurden, wissen wir alle nicht, aber dass der Rückhalt Putins in der Bevölkerung sinkt, aber immer noch im hohen 2stelligen Bereich ist, steht für mich außer Zweifel!
Jeder Vergleich mit Merz verbietet sich hier grundsätzlich und das nicht nur vom Intellekt, oder den Zustimmungszahlen!

Ja du hast Recht, eine Partei "aus dem Verkehr" zu nehmen ist nicht schön, vor allem weil Jabloko ja eh schon immer einstellig war. Aber wissen wir wirklich, ob diese Oppositionspartei nicht wirklich vom Ausland finanziert wird, gerade durch deren Antikriegskurs?
Du erinnerst dich sicher noch an Parnas, was hat der Westen geschimpft ... Am Ende standen sich die Partei, vor allem Nemzow und Kasjanow, selbst auf den Füßen, gefälschte Wahlzettel (auch von Toten) und sie kamen nicht über die 5%Hürde.

Vergleiche das mal mit dem BSW, fast schon "systematisch" nicht gezählte Stimmen und Verzögerung/Verweigerung der Neuauszählung!

Vergleiche das mal mit dem ganzen Theater der letzten Jahre um die AFD - nicht endende Diskussionen um das Verbotsverfahren, oder die letzten Äusserungen nach dem "Wahldebakel" zu Sachsen Anhalt, jahrelang haben wir die Ossis gepampert, unterstützt und befreit und jetzt wählen die die AFD ... , es werden sogar Zahlungen zum Länderausgleich in Frage gestellt ...

Vergleiche das mal mit den Reaktionen des deutschen Staates, auf Kritiker der westlichen Narrative zum UA Konfliktes! Ich habe in einem Nachbarthraed ein paar Beispiele zusammen getragen.

Vergleiche das mal mit Edward Snowden, Julian Assange ...
"Wir lieben den Verrat, aber hassen die Verräter"

Wir werden weiterhin und egal was wir wählen, von Parteien regiert, die maximal abgestraft wurden und sich nun durch Koalitionen (rechtlich legitim, ja) versuchen an der Macht zu halten und sich, dessen bewusst, gegenseitig erpressen. Sich im gegenseitigen Machtkampf und das schon seit Jahren, aufreiben und immer weniger Zeit für wirkliche Politik über bleibt.

Findest du das wertegeleitet und demokratisch? Ja, nach den Westlichen Werten und der praktizierten Demokratie des Westens mag das stimmen ...
Ich denke, wir (Deustchland personalisiert) sollten uns tunlichst zurück halten, andere Systeme zu kritisieren, weil wir uns in eine, nicht gute Richtung entwickeln!
Wer mit dem Finger auf Jemand zeigt, zeigt mit 3 Fingern auf sich ...
Zejtnot hat geschrieben: 12 Okt 2026, 17:40Es ist eher als Antwort auf die These, dass Merz schlecht wäre, weil keine Regierungserfahrung.
Wirklich ne steile These ...
Ich schrieb nix von "schlecht"! Vlt. hast du ja meine Grinsebacke flasch interpretiert. Ich stellte lediglich den Fakt zur Diskussion!
Der Grinser war für die Antwort der KI ... Der neben Merz auch noch Adenauer erwähnte, nur war Letzterer der Erste, er konnte also vorher noch gar nicht ministern ... ;)

-ah-

Re: Diplomatische Kommunikation

Verfasst: 13 Okt 2026, 19:28
von Axel Henrich
Wladimir30 hat geschrieben: 13 Okt 2026, 11:49Gorbi war solch ein Beispiel. Er hatte ja eine gewaltige Zustimmung im Volk, und er hätte die Möglichkeit gehabt, das System wirklich langfristig zu ändern. Leider hat er sich zu stark am Westen ausgerichtet, wo er von den Haien des westlichen System (ich erinnere nur an M. Thatcher...) hat über den Tisch ziehen lassen.
Gorbatschow war der Erste, ja, aber wie üblich, frisst die Revolution ihre eigenen Kinder, natürlich auch durch schwerwiegende handwerkliche Fehler, genau wie unter Jelzin.
Was "die Haie des westlichen. Systems" dann machen, sahen wir bei Janukowitsch, unter Jelzin, aber vor allem und bis heute, wenn dann ein Putin kommt und den Ausverkauf Russlands stoppt!

-ah-