Fortsetzung des angerissenen gespraechs ueber Gehaelter
- CSB_Wolf
- Zar/iza

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- Registriert: 26 Mär 2005, 00:06
- Wohnort: Sued Deutschland - nicht Bayern und nicht mehr in Moskau bei meiner Frau. Das hat sich erledigt.
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Hallo, guten Abend
Phuu, schweres Thema heute Abend 8)
Der grosse Fehler wurde bereits von der Regierung Kohl gemacht, indem sie die sog. billig jobs ermöglicht haben. Zuerst war es halbtags auf DM 624.-- Basis und nun sind es billige Euro Jobs, wieviel weiss ich jetzt nicht genau. Damit haben sie der Wirtschaft Tür und Tor geöffnet Personal einzusparen wo es nur geht und es geht munter weiter so. Ein mittlerer Supermarkt z.B., da sind vieleicht 2 bis 3 vollbeschäftigte zusammen mit dem Filialleiter und der Rest sind halbtagsaushilfen. Die fallen nicht unter die Steuer und auch nicht unter die Sozialversicherungsabgaben. Da haben bisher alle Regierungen ein Eigentor geschossen.
Gruss
Wolf
Phuu, schweres Thema heute Abend 8)
Der grosse Fehler wurde bereits von der Regierung Kohl gemacht, indem sie die sog. billig jobs ermöglicht haben. Zuerst war es halbtags auf DM 624.-- Basis und nun sind es billige Euro Jobs, wieviel weiss ich jetzt nicht genau. Damit haben sie der Wirtschaft Tür und Tor geöffnet Personal einzusparen wo es nur geht und es geht munter weiter so. Ein mittlerer Supermarkt z.B., da sind vieleicht 2 bis 3 vollbeschäftigte zusammen mit dem Filialleiter und der Rest sind halbtagsaushilfen. Die fallen nicht unter die Steuer und auch nicht unter die Sozialversicherungsabgaben. Da haben bisher alle Regierungen ein Eigentor geschossen.
Gruss
Wolf
Nein, der Fehler liegt nicht bei der Regierung sondern bei den Menschen, die es immer billiger und billiger wollen! Und dabei muessen die Geschaefte natuerlich moeglichst noch die ganze Nacht geoeffnet sein! Das man da keine gutbezahlten VerkaeuferInnen sondern nur irgendwelche Hilfskraefte einstellt ist doch kein Wunder.CSB_Wolf hat geschrieben: Der grosse Fehler wurde bereits von der Regierung Kohl gemacht, indem sie die sog. billig jobs ermöglicht haben.
Wer die Milch fuer 30 cent und die Eier fuer 1 Euro (fuer's Dutzend) kaufen moechte, der muss sich darueber im Klaren sein, dass irgendwo gespart wird. Bei diesen beiden Beispielen ist es die Massentierhaltung ueber die sich genau die Leute dann so aufregen, die die besagten Eier und die Milch im Kuehlschrank stehen haben.
Aber Leute die fuer Rabatte und Payback-Punkte am Wochenende noch 30km mit dem Auto durch die Gegend gondeln, die koennen abends am Stammtisch gut wettern....
Dietrich
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Sportsfreund
die Regierung soll(te) eingreifen,
was die Billigjobs angeht.
Die fast Schwarzarbeitenden für 600 Euro vernichten genug richtige Arbeitsplätze
(darunter viele Sozialhilfeempfänger, die ofiziel nicht arbeiten),
dann kommen die Studenten mit Sondergenehmigung
(Lizenz zum Töten der vollgeschäftigten Arbeitsverhältnissen)
und geben den Rest...
was die Billigjobs angeht.
Die fast Schwarzarbeitenden für 600 Euro vernichten genug richtige Arbeitsplätze
(darunter viele Sozialhilfeempfänger, die ofiziel nicht arbeiten),
dann kommen die Studenten mit Sondergenehmigung
(Lizenz zum Töten der vollgeschäftigten Arbeitsverhältnissen)
und geben den Rest...
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Michael
Hier ist schon einmal der erste Fehler. Auch für die Minijobs (Haushaltshilfen etc) fallen Sozialabgaben an. Nur trägt die hier nicht der Arbeitnehmer (wovon auch?), sondern der Arbeitgeber.CSB_Wolf hat geschrieben: Die fallen nicht unter die Steuer und auch nicht unter die Sozialversicherungsabgaben.
Gruss
Wolf
Hier werden Heerscharen in den Personalabteilungen und Buchhaltungen beschäftigt, damit alles ordnungsgemäß nachgelaten und abgerechnet wird.
Aber wenn ihr die Minijobs abschafft, was wollt ihr dann mit den Leuten machen
In aller Regel werden diese Jobs entweder von Leuten mit sehr geringer Qualifikation, oder aber von Familien genutzt, um das Grundeinkommen zu sichern. Wollt ihr diesen Leuten jetzt auch noch einen Teil der existenz nehmen ?
In den Niederlanden, in den USA und in anderen Staaten ist es gang und gebe, das Du neben deinem Hauptjob noch einen Nebenjob hast, damit das Einkommen gesichert ist.
Wie wollt ihr das all denen in Deutschland erklären, die auf den Nebenjob angewiesen sind. Oder wollt Ihr Putzfrauen, Haushaltshilfen, Zeitungsausträger alle mit einem 4.000 Euro Job versehen
Soll meine Zeitung dann 10 Euro kosten, ich mir einen Nebenjob nehmen, damit ich mich informieren kann ??
Oder sollen wir im Supermarkt nur noch von Akademikern bedient werden, die mir die Zusammensetzung analysieren ?
Das deutsche Wirtschaftssystem krankt daran, dass wir in den Niedriglohnsektor zu wenig Arbeitsplätze haben. Und es ist in Deutschland noch viel zu wenig die Frage gestellt worden: Wie qualifiziert bin ich.
Wenn ich ein Teil aus der Maschine nehme und in die nächste hineinstopfe zur weiteren Verarbeitung - bin ich dann einfacher Arbeiter oder bin ich dann hochqualifizierter Industriearbeiter
Die Gehaltsunterschiede sind sehr deutlich ?
Jeder sollte sich insgeheim mal zu Hause hinsetzen und sich in seinem Job diese Frage stellen. Einige werden erschrocken sein, was dabei heraus kommt. So manch einer wird dann sehen: Ich muß was tun, damit ich mich besser qualifiziere.
Das ist ein Thema, da kannste diskutieren ohne ende. Ändern wird sich erst was, wenn jeder bei sich anfängt.
Michael
-
Sportsfreund
Michael
je mehr Billigjobs, desto weniger vollwertige Arbeitsplätze.
Dagegen ist nichts einzuwenden.
Wer würde Fernser putzen oder Zeitungen austragen?
Es würden wir erst sehen, wenn man in Deutschland die Mini-Jobs
grundsätzlich verbieten würde.
Oben hat man schon geschrieben-
geh in jeden Laden. Die "echten" Verkäufer sind in Minderheit.
Der Rest sind Minijobler.
Schlecht für die Gesellschaft und noch schlechter für die Kunden.
Stell eine fachliche Frage einem der als Aushilfe die Paletten mit Waren auspackt...
Ein Jurastudent, der Abends als Verkäufer nach dem Studium jobt,
erzählt Dir viel über die Notebooks und Hundefutter die man in dem Laden verkauft...
Auch einen Anzug mit einem Handy bekommst Du verkauft...
Aber was ist mit der sogenannten Beratung?
Wem würdest Du es Morgen reklamieren, wenn es sich als falsch erweist,
was Dir eine Aushilfskraft empfohlen hat?
Der Stundet ist weg, an seiner Stelle steht ein Anderer und er behauptet-
ganz zu Recht- er wisse nichts vom Vorfall von Gestern...
je mehr Billigjobs, desto weniger vollwertige Arbeitsplätze.
Dagegen ist nichts einzuwenden.
Wer würde Fernser putzen oder Zeitungen austragen?
Es würden wir erst sehen, wenn man in Deutschland die Mini-Jobs
grundsätzlich verbieten würde.
Oben hat man schon geschrieben-
geh in jeden Laden. Die "echten" Verkäufer sind in Minderheit.
Der Rest sind Minijobler.
Schlecht für die Gesellschaft und noch schlechter für die Kunden.
Stell eine fachliche Frage einem der als Aushilfe die Paletten mit Waren auspackt...
Ein Jurastudent, der Abends als Verkäufer nach dem Studium jobt,
erzählt Dir viel über die Notebooks und Hundefutter die man in dem Laden verkauft...
Auch einen Anzug mit einem Handy bekommst Du verkauft...
Aber was ist mit der sogenannten Beratung?
Wem würdest Du es Morgen reklamieren, wenn es sich als falsch erweist,
was Dir eine Aushilfskraft empfohlen hat?
Der Stundet ist weg, an seiner Stelle steht ein Anderer und er behauptet-
ganz zu Recht- er wisse nichts vom Vorfall von Gestern...
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Michael
Sehe ich nicht ganz so. Es kommt doch im endeffekt immer auf den Verbraucher an. Warum haben Lidl, Aldi, Saturn und Madiamarkt 2stellige Zuwächse, während der kleine Laden dichtmacht, obwohl dort auf Fachberatung etc. geachtet wird
?
Will der Verbraucher (allgemein) noch eine Beratung, oder ist er über Internet, Zeitschriften etc. schon so gut informiert, dass er gar keine Beratung mehr braucht ? Viele fühlen sich bei Karstadt doch schon von den Verkäufern regelrecht belästigt mit der Frage "Kann ich Ihnen helfen".
Also sind die Auswüchse ala Saturn, Mediamarkt doch nur eine Befriedigung der Bedürfnisse der Käufer : Lass mich zu frieden. Du willst mir nur was aufschwatzen. Ich will nur billig.
Die Beispiele ziehen sich durch alle Branchen:
Lebensmittel Aldi,Lidl & Co.
Elektronik Saturn, Madiamarkt und co.
Wohnungseinrichtung: Ikea, Höffner etc.
Baubranche: Baumarkt,Praktiker, OBI, Bahr etc.
Die Fachberatung in der Apotheke wollen auch immer weniger. Doc Morris und Co.lassen grüßen.
Schaff es, dass Käuferverhalten zu ändern, dann kannst Du die Minijobs verbieten. Wenn Du das vorher machst, läuft Du maximal Gefahr, von einem Automaten "bedient " zu werden.....
Gruß
Michael
Will der Verbraucher (allgemein) noch eine Beratung, oder ist er über Internet, Zeitschriften etc. schon so gut informiert, dass er gar keine Beratung mehr braucht ? Viele fühlen sich bei Karstadt doch schon von den Verkäufern regelrecht belästigt mit der Frage "Kann ich Ihnen helfen".
Also sind die Auswüchse ala Saturn, Mediamarkt doch nur eine Befriedigung der Bedürfnisse der Käufer : Lass mich zu frieden. Du willst mir nur was aufschwatzen. Ich will nur billig.
Die Beispiele ziehen sich durch alle Branchen:
Lebensmittel Aldi,Lidl & Co.
Elektronik Saturn, Madiamarkt und co.
Wohnungseinrichtung: Ikea, Höffner etc.
Baubranche: Baumarkt,Praktiker, OBI, Bahr etc.
Die Fachberatung in der Apotheke wollen auch immer weniger. Doc Morris und Co.lassen grüßen.
Schaff es, dass Käuferverhalten zu ändern, dann kannst Du die Minijobs verbieten. Wenn Du das vorher machst, läuft Du maximal Gefahr, von einem Automaten "bedient " zu werden.....
Gruß
Michael
Ich glaube, da gibt es 2 Trends:
1. immer ausgefeiltere Entwicklungen und Spitzenqualitaet mit hohen Preisen und obligatorischer Beratung (siehe Phaeton, Maybach, Schweizer Uhr, Rasenmaeher mit Kofferraum, Rasierer mit dann wahrscheinlich bald 5 Klingen etc...). Das kostet aber ordentlich.
2. Massenprodukte, geringe Preise, keine Beratung
Aber gut - ist ja logisch, wenn auch die kaufkraft gesplittet wird (ein paar Leute mit sehr hohen Einkommen, und andererseits ein paar mehr Leute, die nur Minijobs bekommen; ist natuerlich nur ein Trend, weil es ja noch die breite Mittelschicht gibt).
1. immer ausgefeiltere Entwicklungen und Spitzenqualitaet mit hohen Preisen und obligatorischer Beratung (siehe Phaeton, Maybach, Schweizer Uhr, Rasenmaeher mit Kofferraum, Rasierer mit dann wahrscheinlich bald 5 Klingen etc...). Das kostet aber ordentlich.
2. Massenprodukte, geringe Preise, keine Beratung
Aber gut - ist ja logisch, wenn auch die kaufkraft gesplittet wird (ein paar Leute mit sehr hohen Einkommen, und andererseits ein paar mehr Leute, die nur Minijobs bekommen; ist natuerlich nur ein Trend, weil es ja noch die breite Mittelschicht gibt).
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Michael
Ich weiß nicht, ob Du so eine bessere Fachberatung bekommst, wenn Du einen Maybach kaufst, oder eine original Glashütte, oder oder....
Ich glaube da bekommst Du mehr "Gefühl" übermittelt.
Und der Massenmarkt muss ja nicht unbedingt schlecht sein. Es ist da halt nur so, dass die Informationsflut einfach zu groß ist. Durch die massive Werbung kennst Du eigentlich ein Produkt schon, bevor es auf dem Markt ist.
Und zur Mittelschicht, ich glaube gerade die sind es (nehme mal den typischen deutschen Beamten im mittleren Dienst) die sehr auf die Minijobs angewiesen sind. Ich kenne genügend Beamte in meinem Bekanntenkreis wo es genau so ist: Beamter, mittlerer oder gehobener Dienst, kleines Häuschen. in aller Regel 1 oder 2 Kinder. Gerade da gehen die Frauen den Minijobs nach, damit der derzeitige Standard überhaupt gehalten werden kann.
Ich glaube, die Minijobs auf Studenten, Schwarzarbeiter und Sozialhilfeempfänger zu reduzieren, ist etwas einfach. Die Minijobs gehören einfach zum Wandel in unserer Gesellschaft. Die Zeiten, in denen Du jeden mit einem Job den Lebensunterhalt garantieren kannst, sind ein für alle mal vorbei.
Dafür ist der Informationsfluss und die Mobilität einfach zu groß und zu schnell geworden.
Im übrigen, Käuferschichten die sich Maybachs leisten konnten, hat es genauso schon immer gegeben, wie Käuferschichten, für die es dann eben nur zu einem Schiguli reicht.
Gruß
Michael
Ich glaube da bekommst Du mehr "Gefühl" übermittelt.
Und der Massenmarkt muss ja nicht unbedingt schlecht sein. Es ist da halt nur so, dass die Informationsflut einfach zu groß ist. Durch die massive Werbung kennst Du eigentlich ein Produkt schon, bevor es auf dem Markt ist.
Und zur Mittelschicht, ich glaube gerade die sind es (nehme mal den typischen deutschen Beamten im mittleren Dienst) die sehr auf die Minijobs angewiesen sind. Ich kenne genügend Beamte in meinem Bekanntenkreis wo es genau so ist: Beamter, mittlerer oder gehobener Dienst, kleines Häuschen. in aller Regel 1 oder 2 Kinder. Gerade da gehen die Frauen den Minijobs nach, damit der derzeitige Standard überhaupt gehalten werden kann.
Ich glaube, die Minijobs auf Studenten, Schwarzarbeiter und Sozialhilfeempfänger zu reduzieren, ist etwas einfach. Die Minijobs gehören einfach zum Wandel in unserer Gesellschaft. Die Zeiten, in denen Du jeden mit einem Job den Lebensunterhalt garantieren kannst, sind ein für alle mal vorbei.
Dafür ist der Informationsfluss und die Mobilität einfach zu groß und zu schnell geworden.
Im übrigen, Käuferschichten die sich Maybachs leisten konnten, hat es genauso schon immer gegeben, wie Käuferschichten, für die es dann eben nur zu einem Schiguli reicht.
Gruß
Michael
-
Sportsfreund
Michael hat geschrieben: Beamter, mittlerer oder gehobener Dienst, kleines Häuschen. in aller Regel 1 oder 2 Kinder.
Gerade da gehen die Frauen den Minijobs nach, damit der derzeitige Standard überhaupt gehalten werden kann.
Kommisch...
ich bin kein Beamter, aber mein Lohn reicht mir zum Leben aus...
wenn es nicht so wäre, müsste ich mir eine andere Stelle suchen.
aber eine Vollwertige, keine 2-3 Billigjobs...
es sei denn ich würde das Geld vom Staat bekommen und schwarz mitverdienen wollen.
Und noch was.
Wenn die Frauen der Dir bekannten Beamten nicht freiberuflich anschaffen würden,
pardon,irgendwo teilzeitjoben, gäbe es vielleicht weniger Arbeitslosen in Deutschland.
3 Minijobs = 1 Vollzeitjob
(es ist eine Tatsache, so was wie 1 Kilogramm= 1000 Gramm)
-
Bephep
Sportsfreund
>>dann kommen die Studenten mit Sondergenehmigung
(Lizenz zum Töten der vollgeschäftigten Arbeitsverhältnissen)
und geben den Rest...<<
Heute steht bei uns in der Zeitung das ein Studium im Durchschnitt 42 000 EURO kostet.
Welcher normale Mensch kann sich das leisten seine Kinder studieren zu lassen wenn die nicht selbst etwas verdienen.
>>dann kommen die Studenten mit Sondergenehmigung
(Lizenz zum Töten der vollgeschäftigten Arbeitsverhältnissen)
und geben den Rest...<<
Heute steht bei uns in der Zeitung das ein Studium im Durchschnitt 42 000 EURO kostet.
Welcher normale Mensch kann sich das leisten seine Kinder studieren zu lassen wenn die nicht selbst etwas verdienen.
