Kultgrieche hat geschrieben:
... meine Ehefrau (war in Russland Grundschul- und Englischlehrerin)
...
Seit Beginn des Schuljahres August 2006 hat sie eine Planstelle und in Funktion
einer Klassenlehrerin eine 1. Klasse an einer wiesbadener Grundschule.
Nachdem sie drei Wochen alle Fächer - außer Religion - unterrichtet hat,
wurde ihr der Deutschunterricht höchstpersönlich von der Rektorin abgenommen.
Begründung: Ihr "L" und "R" würde sie zu Russisch aussprechen...
ich verstehe den Unmut deiner Ehefrau aber...
Sie soll sich vorstellen- sie wäre eine Georgierin oder Tschetschenin und würde versuchen als Lehrerin für Russich
irgendwo Mitten in Russland zu arbeiten.
Glaubst Du sie hätte in dem Fall bessere Chansen als in Deutschland Deutsch zu unterrichten?
Wer in Russland würde sich eine Lehrerin für Russisch mit einem kaukasichen Akzent wünschen?
Tausende Witze über Georgier und deren Aussprache sind aus dem russischen Volköre nicht wegzudenken.
In Deutschland ist deine Ehefrau als Deutsch-Lehrerin eine Figur aus einem solchen Witz.
Nichts persönliches...
Ich glaube die ersten 3 Wochen waren wie die Probezeit und definitiv haben sich die Eltern der Schüller beschwert
und die Rektorin musste eigreifen.
Das ganze von mir geschriebene schmällert auf keinem Fall
die Problematik "Schwierig in Deutschland als Nicht-Muttersprachler"
Ich hatte selber früher eine Arbeitsstelle verloren, weil angeblich Kunden sich beschwert hätten-
der Typ am Telefon kligt sehr fremd... als ob es für technische Supporthilfe entscheidend wäre...
aber verstehen kann ich schon, dass man sich eher an den wendet,
der fliessend akzentfrei spricht...
Es war Schicksal...
:(
sich später eine bessere und besserbezahlte Stelle zu finden
