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Re: Russland im Wandel - Erinnerungen an die "gute alte Zei

Verfasst: 18 Aug 2008, 14:09
von Zejtnot
Naila hat geschrieben:Wenn irgendwelche Leute des öffentlichen Dienstes oder Milchbauern streiken, kann ich da nur laut lachen.
Würden sie nicht streiken, wäre es bei ihnen auch ganz schnell wie in Zentralafrika. Aber wir schweifen ab ...

Re: Russland im Wandel - Erinnerungen an die "gute alte Zei

Verfasst: 20 Aug 2008, 19:56
von Naumova
Will hat geschrieben:und da musste man sich nicht täglich das Geheule von den Jammer-Ossis anhören.
Wo gibt es denn das Geheule zum anhören? Würde mich wirklich interessieren.
ferdystschenko hat geschrieben:Außerdem kommen die meisten Aussiedler aus irgendwelchen Dörfern oder verarmten Gegenden in ihren Heimatländern, wo sie selbst arbeitslos waren und keinerlei Ausbildung bekommen haben. Was folgt, ist Frustration.
Wenn sie in ihrer Heimat bereits arbeitslos und mit "keinerlei Ausbildung" waren, dann müsste sich ihr Lebensstandard in Deutschland nur zum positiven geändert haben (man kann sich als Arbeitsloser hier doch viel mehr leisten als dort!) - kann das denn der Grund für eine Frustration sein?
???

Re: Russland im Wandel - Erinnerungen an die "gute alte Zei

Verfasst: 21 Aug 2008, 06:29
von Zejtnot
Naumova hat geschrieben:Wenn sie in ihrer Heimat bereits arbeitslos und mit "keinerlei Ausbildung" waren, dann müsste sich ihr Lebensstandard in Deutschland nur zum positiven geändert haben (man kann sich als Arbeitsloser hier doch viel mehr leisten als dort!) - kann das denn der Grund für eine Frustration sein?
Ich glaube, in solchen Fällen sind auch eher die Deutschen frustriert, dass es so etwas gibt. Und dieser Frust schlägt auf die Betroffenen über - "uns will hier keiner". Und dann fehlt natürlich so oder so die Heimat.

Ich kann das Leben in Sibirien noch so genießen, meine Heimat wird mir immer fehlen.

Re: Russland im Wandel - Erinnerungen an die "gute alte Zei

Verfasst: 21 Aug 2008, 15:35
von Simone

Re: Russland im Wandel - Erinnerungen an die "gute alte Zei

Verfasst: 22 Aug 2008, 02:04
von ferdystschenko
Zejtnot hat geschrieben: Ich kann das Leben in Sibirien noch so genießen, meine Heimat wird mir immer fehlen.
Das ist bestimmt richtig - an die Heimat erinnert man sich immer (oder sagen wir - meistens) gerne zurück. Ich erinnere mich da an einige bulgarische Kommilitonen, die sich immer beschwert haben, dass das Essen in Dtl. so fad sei, und die sich dann auf ihren Heimatbesuche alles mögliche aus Bulgarien mitgebracht haben. Sogar SALZ! Ist natürlich völlig übertrieben, aber das treibende Gefühl dafür kann ich schon irgendwie nachvollziehen.
Naumova hat geschrieben:Wenn sie in ihrer Heimat bereits arbeitslos und mit "keinerlei Ausbildung" waren, dann müsste sich ihr Lebensstandard in Deutschland nur zum positiven geändert haben (man kann sich als Arbeitsloser hier doch viel mehr leisten als dort!) - kann das denn der Grund für eine Frustration sein?
Soviel mehr kann man sich als Arbeitsloser hier auch nicht leisten. Von Hartz IV kann keine Familie mit Kindern normal leben, außerdem sind die Kosten in Dtl auch wesentlich höher. Und dafür haben sie einiges aufgegeben und zurückgelassen, und leben nun entfremdet in einem Land, das sie nicht will. Ich überspitze das vielleicht etwas und beschreibe auch vor allem die wirklich schlimmen Fälle. Aber sicher bin ich mir allemal, dass es genug Gründe für viele dieser Leute gibt, frustriert zu sein.