Danke, Manu, für dein Interesse. Doch fällt mir im Moment nicht viel Erfreuliches in diesem Wandel ein, das liegt auch sicher an mir, ich jammere zu viel der schönen Momenten in der Vergangenheit nach und verpasse vielleicht dieselben in der Gegenwart.manuchka hat geschrieben:Mich würde auch interessieren, wie jemand, der aus der UdSSR bzw. Russland kommt und lange im Ausland lebt, sein Herkunftsland und dessen Wandel sieht.
Das allerwichtigste, was mich traurig stimmt, ist, dass in diesem Wandel russische Menschen sooo misstraurisch geworden sind, dass mir der unsichtbare Faden, den man oft zu seinen Landsleuten verspürt, irgendwie verloren geht.
Das war für mich früher einer der auffälligsten Mentalitätsunterschieden, den ich zwischen unsren Völkern bemerkte: man musste sich in Deutschland erstmal richtig beweisen, bevor man in einem neuen Umfeld aufgenommen wird - viel mehr als in Russland, dort schliesste man dich viel schneller ins Herz, wenn man Sympathie empfand.
Ich spreche nicht nur von meinen eigenen Erfahrungen als Ausländerin, sondern viel mehr aus Beobachtungen von zwischenmenschlichen Beziehungen Anderer.




