Skandal in Kaliningrad - kurz und schmerzlos ...

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domizil
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Skandal in Kaliningrad - kurz und schmerzlos ...

Beitrag von domizil »

... am Freitag kursierten die ersten Informationen: Der Sohn der Zweiten Bürgermeisterin von Kaliningrad wurde zum Studium zugelassen. Nuancen: Er hatte denkbar schlechte Noten (Punktesystem im Aufnahmeverfahren), er wurde trotzdem zugelassen, sein Studium ist kostenlos, weil er durch eine staatliche Einrichtung zum Studium delegiert wurde. Sonnabend und Sonntag gab es weitere Infos und soeben hat die Bürgermeisterin ihren Rücktritt bekannt gegeben. Der Erste Bürgermeister Kaliningrads (zur Zeit werden die Funktionen bis zu den Neuwahlen noch geteilt) hat den Rücktritt angenommen.
Anmerkung UN: Nach allem was in den letzten zwei Jahren in Kaliningrad vorgefallen ist (in der politischen Gesellschaft), verstehe ich immer noch nicht, warum die im Rampenlicht stehenden Leute immer noch keine richtigen Schlussfolgerungen für ein moralisch richtiges Verhalten gezogen haben. Die Kaliningrader Öffentlichkeit ist, nach meinen Beobachtungen, so sensibilisiert, das kaum noch Chancen für diese Leute bestehen ihre Ämter ungestraft/unentdeckt zu mißbrauchen.
Quelle: http://www.klops.ru/news/Politika/57679 ... v-BFU.html
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manuchka
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Re: Skandal in Kaliningrad - kurz und schmerzlos ...

Beitrag von manuchka »

Ist der Junge auch von seinem studienplatz zuückgetreten? ;)
Du erntest, was du säst.
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Dietrich
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Re: Skandal in Kaliningrad - kurz und schmerzlos ...

Beitrag von Dietrich »

domizil hat geschrieben:Nach allem was in den letzten zwei Jahren in Kaliningrad vorgefallen ist (in der politischen Gesellschaft), verstehe ich immer noch nicht, warum die im Rampenlicht stehenden Leute immer noch keine richtigen Schlussfolgerungen für ein moralisch richtiges Verhalten gezogen haben.
Weil es eben in 99 von 100 Fällen funktioniert....
Selbst in Deutschland, wo die Quote vielleicht bei 50 zu 50 liegt, gilt leider viel zu oft die Devise "Gier frisst Hirn".
"Each one hopes that if he feeds the crocodile enough, the crocodile will eat him last."
W. Churchill (1940)
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bella_b33
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Re: Skandal in Kaliningrad - kurz und schmerzlos ...

Beitrag von bella_b33 »

domizil hat geschrieben:Er hatte denkbar schlechte Noten
Zuwenig gezahlt? ;)
Wer sein Gewicht halten will, der muss auch mal grillen wenn er keinen Hunger hat!
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Re: Skandal in Kaliningrad - kurz und schmerzlos ...

Beitrag von domizil »

manuchka hat geschrieben:Ist der Junge auch von seinem studienplatz zuückgetreten?
... bis jetzt noch nicht. Aber in den einzelnen Foren wird intensiv diskutiert. Grundtenor: Völlig unerwartet diese Reaktion, fachlich wird
Rücktritt bedauert, moralisch-ethisch Rücktritt richtig.
Ich gehe davon aus, das sowohl die staatliche Einrichtung ihre Delegierung zurückzieht und der Sohn auch die Studienzulassung zurückgibt. Das wird sicherlich noch heute im Laufe des Tages passieren.
Dietrich hat geschrieben:Weil es eben in 99 von 100 Fällen funktioniert....
... ja, Dietrich, für das Grosse Russland kann ich das nachvollziehen. Aber für unsere kleine gemütliche Stadt, wo jeder jeden kennt und es praktisch keine Geheimnisse gibt - da sollten doch die "Spielregeln" für alle klar sein. Nicht nur das die Presse auf der Lauer liegt. Jeder hat doch so seine speziellen "Freunde" die nur darauf warten "Fehltritte", egal welcher Art, zu veröffentlichen - eben wie gesagt gerade in Kaliningrad nach den Ereignissen des Jahres 2010.
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Re: Skandal in Kaliningrad - kurz und schmerzlos ...

Beitrag von domizil »

... hier der Link zu der Liste der zugelassenen Studienbewerber, die durch staatliche Einrichtungen zum Studium delegiert wurden. Der Sohn (Muchomor) ist in der Rubrik "Management".
http://www.newkaliningrad.ru/news/commu ... pisok.html
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Re: Skandal in Kaliningrad - kurz und schmerzlos ...

Beitrag von domizil »

Wieder Nawalny ...

... nachfolgendem Link entnahm ich folgende Information:
Информацию о поступлении сына главы администрации по «целевому приему» у себя в микроблоге Twitter опубликовал известный российский оппозиционер Алексей Навальный, добавив комментарий «прелесть какая».
Die Information über die Delegierung des Sohnes der Verwaltungschefin zum Studium tauchte im Twitter-Blog des in Russland bekannten Oppositionärs Alexej Nawalny auf. Dieser ergänzte noch: «wie reizend».
http://rugrad.eu/news/519880/
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Re: Skandal in Kaliningrad - kurz und schmerzlos ...

Beitrag von domizil »

... wie soeben gemeldet, hat die Kaliningrader KANT-Universität den Beschluss gefasst ab dem Studienjahr 2013 keine Studiendelegierungen staatlicher Organe mehr zuzulassen. Das auch in Russland kritisierte Aufnahmeverfahren ist, trotz aller seiner Unzulänglichkeiten, das einzigste zur Zeit verfügbare Instrument für eine objektive Beurteilung der Studienfähigkeit der Bewerber und deren Auswahl für ein Studium.
Der Rektor der KANT-Universität, angesprochen auf das Schicksal des Sohnes der Bürgermeisterin, meinte, das es keine juristische Grundlage oder Notwendigkeit gibt, des Sohn zu examinieren. Er muss selber, auf rein moralischer und ethischer Grundlage entscheiden, ob er sein Studium als delegierter und vom Staat subventionierter Student aufnehmen will oder ob er in die Rubrik der privat finanzierten Studenten wechselt.

http://www.newkaliningrad.ru/news/commu ... riema.html
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Re: Skandal in Kaliningrad - kurz und schmerzlos ...

Beitrag von domizil »

... die Ex-Bürgermeisterin Svetlana Muchomor, übergab heute dem Rektor der Kaliningrader KANT-Universität ein Schreiben mit der Bitte ihren Sohn aus der Liste der delegierten Studenten zu streichen und in die Gruppe der privatfinanzierten Studenten zu überführen.

Anmerkung UN: Ein weiterer richtiger Schritt von Frau Muchomor. Dies hilft sicherlich in der Zukunft einige Wege zu ebnen. Ob aber der Sohn mit dieser Entscheidung (Belassung an der Universität und nicht Wechsel an eine andere Universität außerhalb Kaliningrads) wirklich glücklich wird, bleibt abzuwarten.
In Vorbereitung des Besuches des russischen Ministerpräsidenten D. Medwedjew am Montag in Kaliningrad, sicher auch ein rechtzeitiger Schritt um die "Problemliste" etwas zu verkürzen. D. Medwedjew kommt nach Kaliningrad um in Vorbereitung der Bürgermeisterwahlen das sehr schwierige "Gelände" zu "planieren". Immerhin herrscht zwischen dem ER-Mitglied Zuganow (Gouverneur) und dem ER-Mitglied Jaroshuk (Bürgermeister, Bürgermeisterkandidat) ein nicht mehr zu verheimlichender Kriegszustand. Und um erfolgreich zu sein, muss der Gouverneur den Bürgermeister unterstützen - im umgekehrten Fall ein "gefundenes Fressen für die (schwache) Opposition.

Quelle: http://www.klops.ru/news/Obschestvo/577 ... e-BFU.html
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