Ich bin neu in diesem Forum und habe mich bereits durch einige Beiträge hindurchgewühlt, wobei ich sehr die Sachlichkeit der Beiträge schätze. Deswegen würde ich euch gerne meine Situation schildern und mich über etwas Feedback freuen.
Im Sommer letzten Jahres habe ich (30) meine russische Freundin (29) während einer Rucksackreise in Thailand kennengelernt, wo sie auch für längere Zeit unterwegs war. Zwischenzeitlich musste ich arbeitsbedingt nach Deutschland zurückkehren, um mich dann Ende des Jahres ein zweites Mal mit ihr in Thailand zu treffen, wo wir viel zusammen reisen konnten. Zwischen diesen gemeinsamen Zeiten hielten wir intensiven Kontakt via Skype, Email und Telefon. Ich bin nun zurück in Deutschland und sie im fernen Sibirien.
Beruflich bin ich seit dem letzten Jahr im Vertrieb für ein deutsches Maschinenbauunternehmen tätig, wobei ich für den Vertrieb in die GUS-Länder, insbes. Russland, zuständig bin. Zudem plane ich mittelfristig (frühestens 2015) für mein derzeitiges Unternehmen für ein paar Jahre nach Russland zu gehen und dann für diese Zeit dort mit meiner Freundin zu leben. In diesem Jahr würde ich allerdings gerne meine Freundin für einige Zeit nach Deutschland einladen, damit wir Zeit miteinander verbringen können, sie Land, Kultur und Sprache lernen und mich russisch lehren kann, und wir einige Schengen-Staaten bereisen können. Da sie noch nie hier gewesen ist, glauben wir, dass es klug ist beim ersten Besuch etwa einen Monat zu beantragen (über Besucher-Visum) und haben uns nun auf April festgelegt. Eine VE meinerseits, Unterkunft, Versicherung etc. sind kein Problem. Was die "Rückkehrwilligkeit" betrifft: Sie besitzt eine Wohnung, sowie ein kleines Stück Land in Russland, eine Bescheinung über einen kleinen Job in einer Reiseagentur, welche ihre Tätigkeit dort für vor sowie nach der Reise bestätigen kann, und bald auch Hin- und Rückflugtickets. Jedoch besitzt sie sonst kein Vermögen, keine gute Ausbildung und ist seit dem letzten Jahr geschieden.
In mehreren Visa-Agenturen in Russland sagte man ihr, dass sie kein Visum bekommen würde, sofern wir angeben, dass wir in einer festen Beziehung sind (?!). Allerdings sträube ich mich dagegen, mir irgendwelche Geschichten aus den Fingern zu saugen, die uns möglicherweise für die Zukunft noch viel mehr verbauen könnten. Ich würde im Begleitschreiben gerne bei exakt der Wahrheit bleiben, die ich hier auch geschildert habe und hoffen, dass man Ihre Rückkehrwilligkeit anerkennt.
Nun interessiert mich natürlich eure Einschätzung dazu. Insbes. von Leuten, die das schon alles durchgemacht haben. Was würdet ihr raten! Wo liegen Risiken? Ich misstraue den Aussagen der russischen Visa-Agenturen, aber was weiss ich schon?
Für kompetentes Feedback wäre ich sehr dankbar
Viele Grüße
DerRen

