Mach mir kein A für ein O vor!
- Zejtnot
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Mach mir kein A für ein O vor!
Ist Euch eigentlich aufgefallen, dass es die ersten Tage stets um Slawjansk (russische Bezeichnung) ging, plötzlich aber überall um Slowjansk (ukrainische Bezeichnung)? Oder habe ich Halluzinationen?
Re: Mach mir kein A für ein O vor!
Haha, ist mir heute auch sofort aufgefallen!
*Häää, Slooooooowjansk?
*
Und Charkow wird plötzlich auch mit i geschrieben! Ich kenne weissgott niemanden, der Charkiiiiiiiiiiiv spricht oder schreibt...
Aber erstmal abwarten, was User klaupe dazu sagt!
Und Charkow wird plötzlich auch mit i geschrieben! Ich kenne weissgott niemanden, der Charkiiiiiiiiiiiv spricht oder schreibt...
Aber erstmal abwarten, was User klaupe dazu sagt!
Plenken ist eine seltsame Sache . Es machen seltsame Leute , die große Angst haben , dass ihre Satzzeichen übersehen werden oder stolz darauf sind , überhaupt welche zu verwenden . Daher trennen sie dieses stets mit einem Leerzeichen vom Wort .
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m1009
Re: Mach mir kein A für ein O vor!
Aber erstmal abwarten, was User klaupe dazu sagt!
Re: Mach mir kein A für ein O vor!
Naja, ich denke, nur wenige, die sich in den deutschen Medien zur Zeit mit Russland oder der Ukraine beschäftigen, sind jemals dort gewesen.
Die offizielle Bezeichnung zum Beispiel in den Ämtern der Stadt ist natürlich die ukrainische Bezeichnung.
Umgangssprachlich wird in der russischsprachigen Ostukraine dagegen von fast allen Einwohnern die russische Bezeichnung verwendet.
Das gilt auch für russischsprachige Publikationen im Internet, zum Beispiel Stadtportalen oder einigen russischsprachigen Zeitungen.
Keiner vor Ort stört sich daran. Ein aggressives "Entweder-Oder" wird vor Ort nicht gelebt. Mit dieser Lässigkeit sollten auch deutsche Medien umgehen.
Wer Ukrainisch als Muttersprache hat, sagt Charkiw, ein russischsprachiger Ukrainer sagt Charkow. So einfach ist das.
Die offizielle Bezeichnung zum Beispiel in den Ämtern der Stadt ist natürlich die ukrainische Bezeichnung.
Umgangssprachlich wird in der russischsprachigen Ostukraine dagegen von fast allen Einwohnern die russische Bezeichnung verwendet.
Das gilt auch für russischsprachige Publikationen im Internet, zum Beispiel Stadtportalen oder einigen russischsprachigen Zeitungen.
Keiner vor Ort stört sich daran. Ein aggressives "Entweder-Oder" wird vor Ort nicht gelebt. Mit dieser Lässigkeit sollten auch deutsche Medien umgehen.
Wer Ukrainisch als Muttersprache hat, sagt Charkiw, ein russischsprachiger Ukrainer sagt Charkow. So einfach ist das.
«А ещё мир прекрасен потому, что можно путешествовать»
Re: Mach mir kein A für ein O vor!
Und wer deutsch als Muttersprache hat, sagt einfach Charkow! Genau wie Breslau, Danzig oder Posen...
Plenken ist eine seltsame Sache . Es machen seltsame Leute , die große Angst haben , dass ihre Satzzeichen übersehen werden oder stolz darauf sind , überhaupt welche zu verwenden . Daher trennen sie dieses stets mit einem Leerzeichen vom Wort .
Re: Mach mir kein A für ein O vor!
In der Sowjetunion war bis 1991 Russisch die Verkehrssprache im ganzen Land. Deshalb galt auch in unseren deutschen Landen die Bezeichnung Charkow und Slawjansk. Heute lässt sich darüber streiten, welche Bezeichnung der Städte in der Ukraine zum Beispiel in DE nun die Richtige ist. Die Punktgenauigkeit der meisten Deutschen sucht dringend eine Antwort. Die offizielle Anerkennung der russischen Sprache als Amtssprache oder Zweitsprache ist ja Bestandteil des Konflikts in der Ukraine. Ein Ergebnis ist aber noch nicht absehbar...
Die Verwendung der altdeutschen Namen Breslau, Danzig oder Posen galt bei uns in der DDR als Revanchismus. Wir benutzten zum Beispiel im Geographieunterricht ausschließlich die polnische Variante. Heute weiß ich, dass den Polen das egal ist, welche Bezeichnung die Deutschen anwenden, solange keine, eben, revanchistische Ansprüche geltend gemacht werden.
Die Verwendung der altdeutschen Namen Breslau, Danzig oder Posen galt bei uns in der DDR als Revanchismus. Wir benutzten zum Beispiel im Geographieunterricht ausschließlich die polnische Variante. Heute weiß ich, dass den Polen das egal ist, welche Bezeichnung die Deutschen anwenden, solange keine, eben, revanchistische Ansprüche geltend gemacht werden.
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- zimdriver
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Re: Mach mir kein A für ein O vor!
... mal sehen, wann Kiew in Kyiv in den Fschblättern umbenannt wird. Bin gerade auf´m Flughafen Borispil, früher auch als Borispol bekannt ...
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Re: Mach mir kein A für ein O vor!
Du bist jetzt in Kiev? Einreise in die RF verweigert 
Ha, Waschmaschine verarscht. Socken einzeln gewaschen....
- klaupe
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Re: Mach mir kein A für ein O vor!
deswegen reden immer noch viele Deutsche von den "Russen", selbst wenn sie Letten oder Ukrainer meinen. Auch in der DDR war es die allgemein übliche Bezeichnung, wenn man nicht offiziell und genau sein wollte.Jenenser hat geschrieben:In der Sowjetunion war bis 1991 Russisch die Verkehrssprache im ganzen Land.
Im Allgemeinen ziehe ich die landesübliche, offizielle Bezeichnung vor, muss aber zugeben, dass ich oft schlampe. Etwas kritischer ist es bei Orten, die überwiegend von Russen bewohnt werden.Deshalb galt auch in unseren deutschen Landen die Bezeichnung Charkow und Slawjansk. Heute lässt sich darüber streiten, welche Bezeichnung der Städte in der Ukraine zum Beispiel in DE nun die Richtige ist. Die Punktgenauigkeit der meisten Deutschen sucht dringend eine Antwort.
Ansonsten verwende ich hier natürlich die deutschen Ortsnamen, sofern es welche gibt. Ich reise also nach Moskau oder Rostow am Don und nicht nach Москва́/Moskwa oder Росто́в-на-Дону́/Rostow-na-Donu.
Falls von der Ukraine noch etwas übrig bleibt, wird es sicherlich Ukrainisch sein mit Russisch als Minderheitensprache in Gebieten mit hohem Anteil an ethnischen Russen. Aber die werden sich wohl alle von Putin befreien lassen und dann erübrigt sich das.Die offizielle Anerkennung der russischen Sprache als Amtssprache oder Zweitsprache ist ja Bestandteil des Konflikts in der Ukraine. Ein Ergebnis ist aber noch nicht absehbar...
Damals war es den Polen absolut nicht egal, es galten dort und in der DDR die polnischen Namen (zeitweise einige russische Namen in Ostpolen) und in der BRD konsequent die alten deutschen Namen.Die Verwendung der altdeutschen Namen Breslau, Danzig oder Posen galt bei uns in der DDR als Revanchismus. Wir benutzten zum Beispiel im Geographieunterricht ausschließlich die polnische Variante. Heute weiß ich, dass den Polen das egal ist, welche Bezeichnung die Deutschen anwenden, solange keine, eben, revanchistische Ansprüche geltend gemacht werden.
Lustige Episode aus der Zeit des Solidarność-Umbruchs: Die Black Sea Shipping Co. (Odessa) ließ in Stettin die 'Lev Tolstoi' bauen, die wir (Wessis) dann charterten. Daher besuchte ich die Werft, um einen ersten Eindruck zu bekommen. An der Grenze DDR/Polska fragte ein Uniformierter, wo ich hin wolle. Ich sagte "nach Stettin" und er erwiderte ziemlich unfreundlich: "Das gibt es nicht, aber Szczecin!". Auf der polnischen Seite stellte man mir (bedeutend freundlicher) die gleiche Frage und ich antwortete "Szczecin" -- "Brechen Sie sich nicht die Zunge, das ist Stettin!" war die Antwort.
Ich bin relativ oft in Polen und gegenüber Deutschen verwendet man heutzutage sehr häufig die alten Namen, auch an offiziellen Stellen. z.B. werden touristische Prospekte in Deutsch und natürlich mit deutschen Ortsnamen verteilt.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.
- Zejtnot
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Re: Mach mir kein A für ein O vor!
Ich denke eine "vollkommen korrekte" Variante kann es nicht geben. Ich kenne beispielsweise niemanden, der noch "Pressburg" sagt. Auf der anderen Seite habe ich noch von keinem Deutschen "Moskwa" (oder gar korrekt ausgesprochen "Maskwa") sowie "Praha" gehört.