Hier ein erfreulich reflektiver Artikel:
"Russen glauben an positives Image im Ausland"
http://de.ria.ru/zeitungen/20141008/269738887.html
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Viel seltener wurde hingegen betont, dass die Ausländer Russland negativ wahrnehmen. Die Aussagen, dass die Ausländer Russland als ein autoritäres, starrköpfiges und verschwenderisches Land sehen, erhielten jeweils 2,96, 2,83 und 2,78 Punkte.
Laut WZIOM-Expertin Olga Kamentschuk zeigt die Umfrage eher, was die Russen selbst vom Image ihres Landes halten. „Die Russen wollen ihr Land so sehen. Sie denken, dass die Menschen in Russland interessant und hilfsbereit sind. Der Ansicht, dass sie im Ausland als missmutig und bösartig gesehen werden, wollen sie nicht zustimmen“. Für die Russen sei es wichtig, dass ihr Land mächtig und unabhängig ist. Sie wollen, dass Russland in diesem Sinne betrachtet werde. Zugleich betonte die Expertin, dass nur wenige Russen ins Ausland reisen, weshalb die Mehrheit nicht wisse, wie Russland tatsächlich wahrgenommen werde.
Es ist, als ob die Menschen in einen Zerrspiegel schauen und sich nicht so sehen, wie sie tatsächlich sind “, so der Soziologe Leonti Bysow. Die Russen stellen sich nicht der Realität, sie möchten nicht begreifen, was man tatsächlich über sie denkt. Die Russen seien nicht bereit, einen Teil der Verantwortung für die Krim- und Ukraine-Krise zu übernehmen. Unter den Russen sei die Meinung verbreitet, dass die Krim immer zu Russland gehört habe und durch die Angliederung der Halbinsel kein Völkerrecht verletzt worden sei. Die westlichen Sanktionen untermauern die Meinung der Russen, dass der Westen schlecht und Russland gut sei, so der Experte.
