STRATFOR: "US-Imperialismus in UKR/RUS/EUR"

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Berlino10
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STRATFOR: "US-Imperialismus in UKR/RUS/EUR"

Beitrag von Berlino10 »

Die US-Strategieberatungsfirma Strategic Forecasting, Inc (abgekürzt Stratfor) (wikipedia) ist ein führender privater US-amerikanischer Think Tank, der Analysen, Berichte und Zukunftsprojektionen zur Geopolitik, zu Sicherheitsfragen und Konflikten in aller Welt anbietet. .. Die Stratfor-Analysen sind .. nicht nur in journalistischen Kreisen beliebt, sondern auch bei Regierungsinstitutionen, Firmen und wissenschaftlichen Instituten. ..
"Wie eine Schatten-CIA, die amerikanische Interessen vertritt" (SPIEGEL)
Stratfor wurde 1996 von dem Politologen und Sicherheitsexperten George Friedman gegründet. Vor einem Monat hielt er diesen Vortrag beim Chicago Council on Global Affairs, dem u.a. auch schon Michelle Obama als Director vorstand, mit dem offenen Bekenntnis zu einem weltweiten US-Imperialismus:

Er äußert sich u.a.
über die Hintergründe der US-Ukraine-Politik,
über die Rolle des Gürtels von den baltischen Staaten bis zum Schwarzen und Kaspischen Meer
über das Vorgehen der USA jenseits und unter Umgehung der NATO und der Europäischen Union
über das Zusammenspiel der USA mit einzelnen Staaten Europas zulasten einer gemeinsamen Politik Europas,
über die Selbstverständlichkeit von Waffenlieferungen und Beratungsleistungen für die osteuropäischen Staaten einschließlich UKR,
über den Umgang mit Eurasien, das aus der Sicht des Mr. Friedman nicht okkupiert, sondern auf andere Weise beherrscht werden kann,
über die Überlegungen und Hintergründe des betriebenen Konflikts zwischen Iran und Irak,
über den zerstörerischen Umgang der USA mit den Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Russland
und einiges mehr.

[youtube]oaL5wCY99l8[/youtube]
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Alex KA
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Re: STRATFOR: "US-Imperialismus in UKR/RUS/EUR"

Beitrag von Alex KA »

Mann kann nicht glauben, das die Amerikaner es so offen zugeben.. Ich habe mich gefragt, vielleicht die Szene nachgestellt? Man muss wissen wer dort der Vortrag hält.
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Re: STRATFOR: "US-Imperialismus in UKR/RUS/EUR"

Beitrag von Berlino10 »

Wir haben andere außenpolitische Interessen. Das Hauptinteresse der US-Außenpolitik während des letzten Jahrhunderts, im Ersten und Zweiten Weltkrieg und im Kalten Krieg waren die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland. Vereint sind sie die einzige Macht, die uns bedrohen kann. Unser Hauptinteresse war sicherzustellen, dass dieser Fall nicht eintritt. .. Die Urangst der USA ist, dass deutsches Kapital und deutsche Technologien sich mit russischen Rohstoffen und russischer Arbeitskraft verbinden – eine einzigartige Kombination, vor der die USA seit Jahrhunderten eine Höllenangst haben.
Wenn sie ein Ukrainer sind, werden sie Ausschau danach halten, wer Ihnen als einziger helfen kann – und das sind die Vereinigten Staaten. Letzte Woche, oder etwa vor 10 Tagen war der Oberbefehlshaber der “US-Army Europe” General Ben Hodges zu Besuch in der Ukraine. Er kündigte dort an, dass US-Ausbilder in die Ukraine demnächst offiziell kommen sollen, nicht nur inoffiziell. Er hat dort tatsächlich Orden an die ukrainischen Kämpfer verteilt, obwohl es gegen militärisches Protokoll ist, dass Soldaten Orden von fremden Armeen annehmen. Doch er tat das, weil er damit zeigen wollte, dass die ukrainische Armee seine Armee ist. Dann ging er weg und verkündete in den Baltischen Staaten, dass die Vereinigten Staaten Panzer, Artillerie und andere Militärausrüstung in den baltischen Staaten, Rumänien, Polen und Bulgarien in Stellung bringen würden. Der Punkt bei der ganzen Sache ist, dass die USA ein „Cordon Sanitaire“, einen Sicherheitsgürtel um Russland herum aufbauen. Und Russland weiß das.
Russland glaubt, die USA beabsichtigen die Russische Förderation zu zerschlagen. Ich denke, wir wollen sie nicht töten, sondern ihnen nur ein wenig weh tun. Jedenfalls sind wir wieder beim alten Spiel. Und wenn sie einen Polen, Ungarn oder Rumänen fragen, die leben in einer ganz anderen Welt als die Deutschen, und diese in einer ganz anderen Welt als die Spanier. Es gibt keine Gemeinsamkeit in Europa. Aber wenn ich Ukrainer wäre, würde ich genau das tun, was diese tun: versuchen die Amerikaner hineinzuziehen.
Die Vereinigten Staaten haben ein fundamentales Interesse. Sie kontrollieren alle Ozeane der Welt. Keine andere Macht hat das jemals getan. Aus diesem Grund können wir in andere Länder eindringen, aber sie können das nicht bei uns. Das ist eine schöne Sache. Die Aufrechterhaltung der Kontrolle über die Ozeane und im Weltall ist die Grundlage unsere Macht. Die Politik, die ich empfehlen würde, ist die, die Ronald Reagan angewendet hat, im Iran und Irak (Iran-Irak-Krieg 1980-88). Er finanzierte beide Seiten, sodass sie gegeneinander kämpften und nicht gegen uns. Es war zynisch, bestimmt nicht moralisch, aber es funktionierte.
Also sind die Vereinigten Staaten nicht in der Lage, überall militärisch zu intervenieren, aber wir sind in der Lage, erstens, gegeneinander kämpfende Mächte zu unterstützen, damit sie sich auf sich selbst konzentrieren können. Sie zu unterstützen, politisch, finanziell, militärisch und mit Beratern. Im äußersten Fall können wir das tun was wir in Vietnam, im Irak und in Afghanistan taten mit “Störangriffen” intervenieren. “Störangriffe” zielen nicht darauf den Feind zu besiegen, sondern den Feind aus dem Gleichgewicht zu bringen, was wir in jedem dieser Kriege taten. .. Die Briten haben damals Indien nicht besetzt, sie haben einfach die einzelnen Staaten Indiens genommen und ließen sie gegeneinander kämpfen. Die Briten haben britische Offiziere bei der indischen Armee installiert. Die alten Römer haben auch keine riesigen Armeen in entlegene Regionen entsandt, sondern sie haben pro-römische Könige dort eingesetzt. Und diese Könige waren verantwortlich für die Aufrechterhaltung des Friedens, z. B. Pontius Pilatus. Also Imperien, die versuchen das ganze Imperium selbst zu regieren scheitern, wie es mit dem Nazi Imperium der Fall war. Niemand hat soviel Macht. Da muss man schon klug vorgehen.
Die Frage, die sich jetzt für die Russen stellt: Werden sie die Ukraine wenigstens als eine neutrale Pufferzone erhalten, oder wird der Westen soweit in die Ukraine vordringen, dass er nur noch 100 km von Stalingrad und 500 Km von Moskau entfernt ist. Für Russland ist der Status der Ukraine eine existenzielle Bedrohung. Und die Russen können das nicht ignorieren. Und wie weit werden die USA gehen, falls Russland sich weiterhin an die Ukraine klammert? Es ist kein Zufall, dass General Hodges, der ernannt wurde, um für all dies gerade zu stehen, davon spricht Truppen in Rumänien, Bulgarien, Polen und den baltischen Staaten in Stellung zu bringen, dem Intermarium, dem Territorium zwischen dem Schwarzen Meer und der Ostsee, wie Pilsudski es erträumte. Für die USA ist das die Lösung.
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klaupe
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Re: STRATFOR: "US-Imperialismus in UKR/RUS/EUR"

Beitrag von klaupe »

Das klingt aber nun garnicht so, als würde Mme. Merkel immer nur nach der Pfeife der "US-Faschisten" tanzen.

In Moskau sieht man das aber ganz anders:
[youtube]cNrYdgvb9AQ[/youtube]
Zugegeben, ich kann mich nicht erinnern, jemals größeren Blödsinn gehört zu haben.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.
Berlino10
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Re: STRATFOR: "US-Imperialismus in UKR/RUS/EUR"

Beitrag von Berlino10 »

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lausi
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Re: STRATFOR: "US-Imperialismus in UKR/RUS/EUR"

Beitrag von lausi »

Und wie weit werden die USA gehen, falls Russland sich weiterhin an die Ukraine klammert? Es ist kein Zufall, dass General Hodges, der ernannt wurde, um für all dies gerade zu stehen, davon spricht Truppen in Rumänien, Bulgarien, Polen und den baltischen Staaten in Stellung zu bringen, dem Intermarium, dem Territorium zwischen dem Schwarzen Meer und der Ostsee, wie Pilsudski es erträumte. Für die USA ist das die Lösung.
Die USA bereiten mit der Resolution 758 und dem Ukraine Freedom Support Act eine militärische Auseinandersetzung in Europa vor.
Am 4.12. verabschiedete das Abgeordnetenhaus des US-Kongresses mit 411 zu 10 Stimmen die Resolution 758. Das an Diktaturen erinnernde Abstimmungsergebnis blieb in den deutschen Medien ebenso unkommentiert, wie die Resolution trotz ihrer enormen politischen Tragweite ebenfalls unerwähnt blieb. Der US-Kongress verabschiedete am 11.12. den Ukraine Freedom Support Act. Obama hat den Ukraine Freedom Support Act unterzeichnet, der damit Gesetz ist. Auch das war den deutschen Qualitätsmedien bestenfalls eine Randnotiz wert, ein Ausleuchten der Konsequenzen erfolgte nicht...
Beide Texte, die Resolution 758 ebenso wie der Ukraine Freedom Support Act sind erschütternde Dokumente größenwahnsinnigen Denkens, ohne jeden Bezug zur Realität, bis ins Komma verlogen, die Tatsachen verdrehend, reine Heuchelei.
Beide Texte sind eine offene Aggression gegen Russland. Sie heben auf eine neue Eskalationsstufe und bereiten unmittelbar eine militärische Auseinandersetzung vor.
...
Und wenn wir als Europa es nicht schaffen uns aus dieser Allianz zu befreien, wenn wir jetzt in den Ruf des Resolutionstextes und des Ukraine Freedom Support Act einstimmen, weitere Sanktionen befürworten und die Ukraine militärisch aufrüsten, werden wir wohl alle zu Zynikern, sofern wir die kommende Dekade denn überleben.
https://www.freitag.de/autoren/gert-ewe ... upport-act
“Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen!”
- Immanuel Kant
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klaupe
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Re: STRATFOR: "US-Imperialismus in UKR/RUS/EUR"

Beitrag von klaupe »

Wenn der Autor dieser auf freitag.de verbreiteten Glosse wenigstens mal den Inhalt des "Ukraine Support Act" gelesen, vielleicht sogar verstanden hätte, dann hätte der Artikel vielleicht etwas an Substanz gewonnen.

OK, für freitag.de und andere RT-&-Co.-Ableger reicht auch Schwachsinn aus, um sein Publikum zu finden.
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Re: STRATFOR: "US-Imperialismus in UKR/RUS/EUR"

Beitrag von Sachse007 »

Diese Rede wäre doch mal was für eine interessante deutsche Titelseite. DAS würde wirklich gelesen werden! Ob sich die "Bild" dazu bereit erklärt?
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Re: STRATFOR: "US-Imperialismus in UKR/RUS/EUR"

Beitrag von klaupe »

Sachse007 hat geschrieben:DAS würde wirklich gelesen werden!
Glaube ich kaum, denn die US-Sanktionen sind schon zu oft in den Medien durchgekaut worden. Irgendwann wird es langweilig.
Ob sich die "Bild" dazu bereit erklärt?
Vermutlich nicht, denn das passt nicht zur Sex-&-Crime-Berichterstattung.
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Re: STRATFOR: "US-Imperialismus in UKR/RUS/EUR"

Beitrag von Wladimir30 »

Wollte das nur mal reinstellen, ohne Kommentare. Inwieweit die Quelle glaubwürdig ist, ob das Schmarrn ist oder sonstwas können besser informierte Leser beurteilen.

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