Dostojewski über die slawische Völker, 1877, passt zu Ukraine
Dostojewski über die slawische Völker, 1877, passt zu Ukraine
«…Не будет у России, и никогда еще не было, таких ненавистников, завистников, клеветников и даже явных врагов, как все эти славянские племена… чуть только их Россия освободит, а Европа согласится признать их освобожденными!
Особенно приятно будет для освобожденных славян высказывать и трубить на весь свет, что они племена образованные, способные к самой высшей европейской культуре, тогда как Россия — страна варварская, мрачный северный колосс, даже не чистой славянской крови, гонитель и ненавистник европейской цивилизации.
Разумеется, в минуту какой-нибудь серьезной беды они все непременно
обратятся к России за помощью. Как ни будут они ненавистничать, сплетничать и клеветать на нас Европе, заигрывая с нею и уверяя ее в любви, но чувствовать-то они всегда будут инстинктивно (конечно, в минуту беды, а не раньше), что Европа естественный враг их единству, была им и всегда останется, а что если они существуют на свете, то, конечно, потому, что стоит огромный магнит — Россия, которая, неодолимо притягивая их всех к себе, тем сдерживает их целость и единство.
России надолго достанется тоска и забота мирить их, вразумлять их и даже, может быть, обнажать за них меч при случае».
Из дневника Ф.М. Достоевского, сентябрь — декабрь 1877 года, гл.3.
Особенно приятно будет для освобожденных славян высказывать и трубить на весь свет, что они племена образованные, способные к самой высшей европейской культуре, тогда как Россия — страна варварская, мрачный северный колосс, даже не чистой славянской крови, гонитель и ненавистник европейской цивилизации.
Разумеется, в минуту какой-нибудь серьезной беды они все непременно
обратятся к России за помощью. Как ни будут они ненавистничать, сплетничать и клеветать на нас Европе, заигрывая с нею и уверяя ее в любви, но чувствовать-то они всегда будут инстинктивно (конечно, в минуту беды, а не раньше), что Европа естественный враг их единству, была им и всегда останется, а что если они существуют на свете, то, конечно, потому, что стоит огромный магнит — Россия, которая, неодолимо притягивая их всех к себе, тем сдерживает их целость и единство.
России надолго достанется тоска и забота мирить их, вразумлять их и даже, может быть, обнажать за них меч при случае».
Из дневника Ф.М. Достоевского, сентябрь — декабрь 1877 года, гл.3.
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Re: Dostojewski über die slawische Völker, 1877, passt zu Ukraine
Zum besseren Verständnis sollte man vielleicht zuvor die Gedanken bei Vor einer konservativen Revolution? Russische Debatten um Dostojewski lesen. (NZZ, 7. Mai 2005)
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.
Re: Dostojewski über die slawische Völker, 1877, passt zu Ukraine
klaupe hat geschrieben:Zum besseren Verständnis sollte man vielleicht zuvor die Gedanken bei Vor einer konservativen Revolution? Russische Debatten um Dostojewski lesen. (NZZ, 7. Mai 2005)
Dostojewski ist ein Chauvinist also.. Das wüsste ich gar nicht, aber wir hatten Dostojewski noch in der Schule, damals war Putin noch kein Präsident.. Aber in Russland Chauvinismus nicht möglich ist, weil Russland ein multinationale Staat ist, so blöd doch Putin nicht um Chauvinismus zu propagandieren.Im postsowjetischen Russland ist Dostojewski der meistpublizierte und meistdiskutierte «vaterländische Klassiker» überhaupt. Die Regierung Putin macht sich die problematische reaktionäre, fundamental europakritische und hemmungslos chauvinistische Seite seines Werkes zunutze, eine neue russische Staatsideologie auszuarbeiten.
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Re: Dostojewski über die slawische Völker, 1877, passt zu Ukraine
Klingt fast so, als wäre Putin = Russland und Russland = Putin.Alex KA hat geschrieben:, so blöd doch Putin nicht um Chauvinismus zu propagandieren.
Aber stimmt schon, er verteilt ja auch Orden an tschechenische Fürsten und küsst deutsche Ex-Kanzler. So was mach ein Chauvi nicht!
Ich habe aber den Artikel nicht verfasst, also das im Einzelnen mit der NZZ diskutieren.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.
Re: Dostojewski über die slawische Völker, 1877, passt zu Ukraine
Ich nahm es aus diesen NZZ Artikel, das steht drin das Putin Chauvinismus propagandiert, ist nicht meine Gedanke.. Ich wüsste es nicht..klaupe hat geschrieben:Klingt fast so, als wäre Putin = Russland und Russland = Putin.Alex KA hat geschrieben:, so blöd doch Putin nicht um Chauvinismus zu propagandieren.
Aber stimmt schon, er verteilt ja auch Orden an tschechenische Fürsten und küsst deutsche Ex-Kanzler. So was mach ein Chauvi nicht!
Ich habe aber den Artikel nicht verfasst, also das im Einzelnen mit der NZZ diskutieren.
Re: Dostojewski über die slawische Völker, 1877, passt zu Ukraine
Die 70er Jahre Russland waren geprägt von Chauvinismus. Man kann ihn durchaus als Chauvinisten bezeichnen. Zwischen 1878 und 1913 wurden unzählige Nationalitätenschulen in Russland geschlossen oder Nationalitäten nicht akzeptiert. Im Briefwechseln aus unserem Privatarchiv habe ich aber auch Zeilen gefunden die belegen das gerade in St Peterburg die ethnischen Deutschen keine grosse Meinung hatte zu den Slawen hatte. "Sie spielen in Handel und Wissenschaft in Petersburg keine Rolle, da ihr Arbeitsfleiss nicht dem eines Mosaen oder Deutschen ähnelt" so ein Brief aus 1900 von einem Pfarrer. Der deutsche Chauvinismus war ebenfalls stark verbreitet. Das heutige Russland hat sehr wenig mit der damaligen Zeit zu tun. Überhaupt sollten wir ehemalige Zeitgeister nicht mit den heutigen Menschen vergleichen. Wir sind ja immer nur die Produkte unserer Zeit.Alex KA hat geschrieben:klaupe hat geschrieben:Zum besseren Verständnis sollte man vielleicht zuvor die Gedanken bei Vor einer konservativen Revolution? Russische Debatten um Dostojewski lesen. (NZZ, 7. Mai 2005)Dostojewski ist ein Chauvinist also.. Das wüsste ich gar nicht, aber wir hatten Dostojewski noch in der Schule, damals war Putin noch kein Präsident.. Aber in Russland Chauvinismus nicht möglich ist, weil Russland ein multinationale Staat ist, so blöd doch Putin nicht um Chauvinismus zu propagandieren.Im postsowjetischen Russland ist Dostojewski der meistpublizierte und meistdiskutierte «vaterländische Klassiker» überhaupt. Die Regierung Putin macht sich die problematische reaktionäre, fundamental europakritische und hemmungslos chauvinistische Seite seines Werkes zunutze, eine neue russische Staatsideologie auszuarbeiten.
Wer sich über Chauvinismus interessiert, sollte mal das zweite Buch von Martin Luther lesen.
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Re: Dostojewski über die slawische Völker, 1877, passt zu Ukraine
OK, Alex KA bezog das ja auch nur auf die Ukraine.GIN hat geschrieben:Das heutige Russland hat sehr wenig mit der damaligen Zeit zu tun.
Dennoch, wenn ich die Beiträge einiger Teilnehmer hier sehe .... täte gut zu Chauvinismus passen! Vermutlich sind das aber nicht die Russen.
Ist immer noch!Der deutsche Chauvinismus war ebenfalls stark verbreitet
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Re: Dostojewski über die slawische Völker, 1877, passt zu Ukraine
Ich schätze ja Dostojewski sehr und habe so gut wie alles von ihm gelesen. Aber seine Eintellungen zum Glauben, zur Orthodoxie sehe ich schon recht kritisch (also er übertreibt für meinen Geschmack). bzw. damit kann ich 0,0 was anfangen. Genauso mit seinem Antisemitismus.
Aber trotzdem liebe ich seine Bücher teile aber bei weitem nicht alle seine merkwürdigen Ansichten.
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Re: Dostojewski über die slawische Völker, 1877, passt zu Ukraine
Ich gebe gerne die 13-bändige Ausgabe des Aufbau-Verlags ab (bei angemessenem Angebot).Saboteur hat geschrieben:Aber trotzdem liebe ich seine Bücher teile aber bei weitem nicht alle seine merkwürdigen Ansichten.
FD liest sich zwar einfacher, das "Das Kapital", aber irgendwann kommt der Punkt, wo man genug davon hat.
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Re: Dostojewski über die slawische Völker, 1877, passt zu Ukraine
ja, wenn ich alle gelesen habklaupe hat geschrieben: FD liest sich zwar einfacher, das "Das Kapital", aber irgendwann kommt der Punkt, wo man genug davon hat.
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