BERLIN-KINO: ROSY, SCHIPI I GRESY (21.1. - 2.2.2005)

Die Fotoaustellung ... ist der Knaller. Schreibe hier, wo und wann sie stattfindet. Egal, ob im Museum oder in der Kneipe, in Moskau oder Berlin.
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Tatiana

BERLIN-KINO: ROSY, SCHIPI I GRESY (21.1. - 2.2.2005)

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Russland-Kino in Berlin: "Wo ist Lenin?"

Der Dokumentarfilm "Rosen-Dornen und Träume - Die Künstler-Veteranen von St. Petersburg" im Kino Krokodil, Berlin

"Wo ist Lenin?" fragt Claudia Otjakowskaja erschrocken, als sie ihr Idol nicht mehr an seinem Ehrenplatz vorfindet. Dann trommelt die 85jährige Schauspielerin die letzten Getreuen zusammen. Wie in einem Stummfilm voller Ausdruck und Pathos holen drei Senioren den verbannten Lenin dann aus der Ecke und tragen ihn zurück an seinen Platz. Eine wunderbare Szene aus "Rosen, Dornen und Träume" und ein immer wiederkehrendes Ritual zwischen den Lenin-Anhängern und Lenin-Gegnern im Künstler-Altersheim von St. Petersburg.
In dem Altersheim an der Newa leben 95 pensionierte Schauspieler, Tänzer, Maler und Opernsänger. Manche von ihnen sind älter als 90 Jahre. Aber unbeeindruckt von ihrem Alter spielen die Künstler weiter ihre Rollen, geben auf der hauseigenen Bühne Konzerte und Theateraufführungen. "Eine bunte Mischung sind wir hier", sagt einer der Senioren: "Hier gibt es Intrigen, Neid und Klatsch. ... Fürchterlichen Klatsch. Wie im Theater!"
In Russlands schrillster und schönster Kommune leben 95 leidenschaftliche Akteure, Künstler durch und durch. Ihre Zeit ist noch lange nicht vorbei, denn sie schreiben immer noch Gedichte, träumen noch Gedichte und streiten über Shakespeare und Lenin. Sensibel und mit viel Humor nähert sich der Dokumentarfilm "Rosen, Dornen und Träume" diesen Menschen. Man spürt das Interesse der Regisseure an den alten Künstlern, zu denen Tatiana Yankina und Ralf Brings offensichtlich ein inniges Verhältnis entwickelt haben. So entsteht ein einfühlsames Porträt einer Künstlergeneration, die ihre Zeit mit in das Künstleraltersheim gerettet hat - und doch ganz im Hier und Jetzt lebt.
Aus der Filmkritik zum Filmfest Hamburg: "Mit liebevollem, interessiertem Blick lesen die Regisseure Tatiana Yankina und Ralf Brings in den alten Gesichtern, spüren Sehnsüchte, Ängste und Glück auf und entdecken das Alter als eine Zeit der Hingabe, Leidenschaft und Lebensfreude."
(aus: Russlandonline)

Zu sehen in Berlin im Kino Krokodil,
Greifenhagener Str. 32, 10437 Berlin:
21.1. - 2.2.2005

http://www.kino-krokodil.de
http://www.rosen-dornen-und-traeume.agdok.de
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