505 geschlossen - Gründe?
Verfasst: 14 Sep 2006, 13:00
Wie mir gestern erzählt wurde, hat man in SPb praktisch alle 505-Läden geschlossen. Das ist eine Ladenkette, die in St. Petersburg sehr beliebt ist (Tonträger, DVD, Software...), man findet an fast jeder Metrostation eine Filiale.
Mich hat interessiert, wieso; leider schweigt sich die online verfügbare Presse aus. Der Fall ist wohl zu unbedeutend oder zu alltäglich. Angeblich handelt es sich jedoch um die nicht lizensierte Produktion ("kotrafaktnaja produktsija") von Pornographie.
So weit, so gut. Klingt aber doch ziemlich abenteuerlich. Ich dachte zunächst an den geplanten WTO-Beitritt Russlands, oder daran, dass der Chef der Kette im Hintergrund Querelen veranstaltet haben mag. Wahrscheinlich sind dies aber naive Idden, denn nach Darstellung von 505 handelt es sich nämlich um einen dreisten Versuch der feindlichen Übernahme im Zusammenhang mit Ambitionen eines einflussreichen Geschäftsmannes mit "guten Beziehungen" zur Kriminalpolizei, eine marktbeherrschende Stellung in diesem Marktsegment zu ergattern.
Na ja, ich bin immer wieder, wenn ich in Russland eine Zeitung aufgeschlagen habe, auf offene Briefe von Firmen gestoßen, die sich über ähnliche Vorkommnisse beklagt haben. Man bewirft sich bekanntlich mit Dreck, wie es nur geht, und am Ende weiß der Leser nie, welchen Darstellungen zum Schluss glauben zu schenken ist.
Für mich ist dies jedoch ein weiterer Hinweis darauf, welche Geschäftspraktiken in Russland immernoch gängig sein mögen, allen Stimmen zum Trotze, die behaupten, in Russland sei diesbezüglich mittlerweile alles in Butter, all dies habe es in der Jelzin-Ära gegeben, ja, aber heute doch nicht mehr.
Vielleicht ist das ja auch ein schönes Thema für Petersburg-aktuell? Spannend finde ich es auf jeden Fall.
Mich hat interessiert, wieso; leider schweigt sich die online verfügbare Presse aus. Der Fall ist wohl zu unbedeutend oder zu alltäglich. Angeblich handelt es sich jedoch um die nicht lizensierte Produktion ("kotrafaktnaja produktsija") von Pornographie.
So weit, so gut. Klingt aber doch ziemlich abenteuerlich. Ich dachte zunächst an den geplanten WTO-Beitritt Russlands, oder daran, dass der Chef der Kette im Hintergrund Querelen veranstaltet haben mag. Wahrscheinlich sind dies aber naive Idden, denn nach Darstellung von 505 handelt es sich nämlich um einen dreisten Versuch der feindlichen Übernahme im Zusammenhang mit Ambitionen eines einflussreichen Geschäftsmannes mit "guten Beziehungen" zur Kriminalpolizei, eine marktbeherrschende Stellung in diesem Marktsegment zu ergattern.
Na ja, ich bin immer wieder, wenn ich in Russland eine Zeitung aufgeschlagen habe, auf offene Briefe von Firmen gestoßen, die sich über ähnliche Vorkommnisse beklagt haben. Man bewirft sich bekanntlich mit Dreck, wie es nur geht, und am Ende weiß der Leser nie, welchen Darstellungen zum Schluss glauben zu schenken ist.
Für mich ist dies jedoch ein weiterer Hinweis darauf, welche Geschäftspraktiken in Russland immernoch gängig sein mögen, allen Stimmen zum Trotze, die behaupten, in Russland sei diesbezüglich mittlerweile alles in Butter, all dies habe es in der Jelzin-Ära gegeben, ja, aber heute doch nicht mehr.
Vielleicht ist das ja auch ein schönes Thema für Petersburg-aktuell? Spannend finde ich es auf jeden Fall.