Benötige dringend Hilfe!!!!!!!

Du willst eine russisch-deutsche Ehe eingehen, die allgemeinen Tipps im Internet helfen Dir aber nicht mehr weiter? Oder Du bist schon russisch-deutsch verheiratet und hast einen guten Rat für andere binationale Ehen? Dann melde Dich hier zu Wort!
Toprock85

Benötige dringend Hilfe!!!!!!!

Beitrag von Toprock85 »

Hallo alle zusammen!

Ich benötige unbedingt Hilfe von Leuten, die Erfahrung mit russisch-deutschen Beziehungen haben.

Meine Situation:
Ich habe in Moskau meine Traumfrau gefunden und wir möchten einen Weg finden, zusammezuziehen. Allerdings kann sie nicht nach Deutschland, da sie gerade ihr Studium macht und bereits 2,5 Jahre hinter sich hat. Die restlichen 2,5 Jahre will sie nicht aus dem Fenster werfen. Ich selbst habe bereits meine Ausbildung beendet und habe einen Job in einer Handelsfirma.
Meine Idee ist, dass ich in Moskau einen Arbeitsplatz suche und für 2-3 Jahre zu ihr ziehe. Sollte das mit dem Job klappen, werden wir in Moskau heiraten. Danach planen wir wieder nach Deutschland zurückzukehren.

Meine Fragen:
Kann ich nach der Hochzeit problemlos in Moskau für 2-3 Jahre leben?
Ist es sogar möglich, dass ich meine deutsche Staatsangehörigkeit verliere und nicht zurückkehren kann?
Und wird es Komplikationen geben mit meiner Frau wieder nach Deutschland umzuziehen?

Ich bitte um eure Hilfe!!!

Jetzt schonmal ein großes Dankeschön!!!
Paul

Re: Benötige dringend Hilfe!!!!!!!

Beitrag von Paul »

Hallo Toprock! :wink:
Toprock85 hat geschrieben: Kann ich nach der Hochzeit problemlos in Moskau für 2-3 Jahre leben?
Prinzipiell ja, ein Visum und ggf. eine Arbeitsgenehmigung vorausgesetzt.
Toprock85 hat geschrieben:Ist es sogar möglich, dass ich meine deutsche Staatsangehörigkeit verliere und nicht zurückkehren kann?
Nein (Art. 16 I GG).
Toprock85 hat geschrieben:Und wird es Komplikationen geben mit meiner Frau wieder nach Deutschland umzuziehen?
Meinem Kenntnisstand nach keine übermäßigen.
fremantle

Beitrag von fremantle »

Paul hat in allen Punkten Recht. Es ist nur anzufügen, das laut Informationen unseres Forumianers Zeppelin bald der Zuzug auch von Ehefrauen erschwert werden soll. Für Dich wird es keine Probleme geben, aber Deine Frau wird möglicherweise Deutschkenntnisse nachweisen können.
Mehr dazu im Thread Leitfaden Hochzeit in RUS in dieser Kathegorie und sicher auch bald hier direkt vom gut informierten Zeppelin.
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Dietrich
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Re: Benötige dringend Hilfe!!!!!!!

Beitrag von Dietrich »

Toprock85 hat geschrieben: Meine Idee ist, dass ich in Moskau einen Arbeitsplatz suche und für 2-3 Jahre zu ihr ziehe. Sollte das mit dem Job klappen, werden wir in Moskau heiraten. Danach planen wir wieder nach Deutschland zurückzukehren.

Meine Fragen:
Kann ich nach der Hochzeit problemlos in Moskau für 2-3 Jahre leben?
Falls du ein paar Monate Zeit mit deinem Umzug hast, dann versuch AUF JEDEN FALL schon in Deutschland eine Firma zu finden, die dich nach Russland entsendet. Finanziell liegt zwischen "selber in Russland einen Job suchen" oder "meine deutsche Firma schickt mich nach Russland" meist ein Faktor 3-5. Ausserdem brauchst du dich dann meist nicht selbst um ein Visum/Arbeitserlaubnis kuemmern etc. etc.

Im Prinzip hast du als Ehepartner einer Russin quasi "Anspruch" auf eine russische Aufenthaltserlaubnis, die dir zumindest in der 2. Ausbaustufe (Vid na Shitelstvo) eine Arbeitserlaubnis "ersetzt". In der Praxis lohnt sich das fuer "nur" 3 Jahre aber nicht, da selbst wenn alles optimal laeuft, du den Vid na Shitelstvo nicht vor 2 - 2 1/2 Jahren nach Einreise in der Hand halten wirst.

Auf jeden Fall solltest du jetzt schnellstens anfangen russisch zu lernen....

Was studiert deine Freundin denn? Wird ihr das in D was nuetzen? Kann sie schon deutsch?
Zeppelin
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Beitrag von Zeppelin »

Also eigentlich haben meine drei Vorschreiber schon alles richtigt und auch vollständig dargestellt.
Dank der Mühe, die sich fremantle mit der Aufstellung des Leitfaden, auf den er verwiesen hat, braucht man dies nun nicht mehr wiederholen.
Aber nach seiner freundlichen Aufforderung, kann ich ja nun nicht kneifen. :wink:

Ein Problem für Eure spätere Übersiedlung nach D sehe ich eigentlich nicht. Bis das so weit ist, wird sicher auch die zur Zt strittige Erschwerung des Ehegattennachzugs zu Deutschen nach § 28, I AufenthG vom Tisch sein.

Euer wichtigster Vorteil ist dabei, dass ihr Zeit habt und alle vorbereitenden Schritte bei den Behörden rechtzeitig einleiten könnt. Und abgesehen, ob es nun so kommt, dass grundlegende dt. Sprachkenntnisse des ausl. Ehepartners zur Einreisevoraussetzung gemacht werden oder nicht, schadet es ja auf keinen Fall, wenn Deine zukünftige schon mal beginnt, deutsch zu lernen. Denn ohne die Sprache geht hier nix.

Dietrichs Frage nach der Studienrichtung ist mehr als relevant! Denn die meisten russ. Hochschulabschlüsse werden hier deutlich abgewertet - sprich berechtigen nicht zur Berufsausübung.
Daher solltet Ihr Euch rechtzeitig erkundigen, welche Anschlussausbildung hier noch nötig wäre und aus welchem Wege man die absolvieren könnte.
Falls noch zusätzliche Studiensemester in D gefordert werden, bitte beachten, dass dafür ein DSH-Test bestanden werden muss (= sehr gute Deutschkenntnisse).

Mehr fällt mit erst mal nicht dazu ein.
Sollten nach der Lektüre des Leitfadens noch Fragen offen bleiben, melde Dich. (Ich kann aber nur zu den Bereichen etwas sagen, die D betreffen)

Gruß,
Zeppelin
"Wir brauchen Bürokratie, um unsere Probleme zu lösen. Aber wenn wir sie erst haben, hindert sie uns, das zu tun, wofür wir sie brauchen." (Ralf Dahrendorf)
Toprock85

Beitrag von Toprock85 »

Vielen herzlichen Dank für eure Ratschläge! Ihr habt uns echt weitergeholfen!

Was eure Frage bezüglich des Instutetes meiner Verlobten angeht:
Sie studiert Buchhaltung auf einem internationalen Institut das sich MIFI nennt.
Ihrer Kenntniss nach wird das weltweit anerkannt. Doch könnt ihr mir verraten, wo ich sowas genau herausfinden kann, ob es nun akzeptiert wird oder nicht?
Sie hat auch keinerlei Deutschkenntnisse.

Desweiteren bin ich natürlich auf der Suche nach einem Arbeitgeber hier in Deutschland, der mich in Moskau einsetzen würde - leider bis jetzt ohne Erfolg. Dazu werde ich aber noch ins andere Themenbereich springen.
Gottseidank kann ich russisch (wenn auch nicht so perfekt wie meine Verlobte), da ich selbst aus Kasachstan stamme.

Wie ich sehe, spielt das Studium meiner Verlobten eine große Rolle.
Falls ihr Institut tatsächlich nicht von Deutschland akzeptiert wird, sollte sie dann das Studium lieber abbrechen? Wie sind eure Erfahrungen?

Nochmals ein riesiges Dankeschön an euch!!
Zeppelin
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Beitrag von Zeppelin »

Toprock85 hat geschrieben:Wie ich sehe, spielt das Studium meiner Verlobten eine große Rolle.
Falls ihr Institut tatsächlich nicht von Deutschland akzeptiert wird, sollte sie dann das Studium lieber abbrechen? Wie sind eure Erfahrungen?
Nur zur Info: Es geht nicht darum, ob das MIFI anerkannt wird, sondern um den konkreten Abschluss deiner Verlobten bzw. dessen konkrete Inhalte.
Welche Stelle in Deinem Bundesland für die Anerkennung ausl. Studienabschlüsse zuständig ist, kann ich Dir nicht sagen.
Aber die Länder haben inzwischen alle recht gute Internetseiten, über die man das per Stichwortsuche herausbekommt.
Wenn man das prüfen lässt, erfährt man auch, ob und ggf. welche Ausbildungsergänzungen für eine Anerkennung nötig wären.

Studium abbrechen wäre sicher nicht so schlau - es sei denn, dass mit dem Abschluss außerhalb der Russ. Föd. tatsächlich nicht viel anzufangen ist.
Und in der Buchhaltung in D braucht man mindestens das hiesige Bilanzierungs- und Steuerrecht (und eigentlich auch US-GAAP) dazu.

Gruß,
Zeppelin
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Simone
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Beitrag von Simone »

Eine offizielle Anerkennung des russischen Studienabschlusses in Deutschland spielt in der freien Wirtschaft keine Rolle. In Bayern wurde 1992 nicht einmal das DDR-Abitur der ABF (eine Schule zur Vorbereitung auf das Auslandsstudium, also für besonders Begabte) anerkannt; geschweige denn ein Wirtschafts-Diplom vom MGIMO. Wer dort studiert hat, braucht man wohl unter Russen bzw. Russlandkundigen nicht weiter zu erörtern. Aber zur Aufklärung hier ein Link http://www.mgimo.ru/ und mit dem Tip bei den Ehrendoktoren mal vorbei zu schauen....

Aber man kann auch heute noch nicht sagen, ob Ihr definitiv in drei Jahren in Deutschland auf Jobsuche sein werdet. Möglicherweise gefällt es Euch beiden in Moskau viel besser. Und bis zum erfolgreichen Abschluß des Studiums läuft ja noch ein bißchen Wasser die Moskva runter.

Das Thema Jobsuche wurde im Forum schon ausführlich behandelt:
z.B. http://www.aktuell.ru/forum/viewtopic.php?t=5852

Darüber hinaus sind auch einige Tips und Überlegungen in den Foren
https://www.xing.com/net/moscow/
https://www.xing.com/net/moeexperten/

und Links:
http://www.expertendatei.de/aktuelles.php
http://www.osteuropa-netzwerk.de/
http://www.gus-manager.de/

Viel Erfolg und bis bald in Moskau!
Bephep

Beitrag von Bephep »

Ich war mit einer russischen Bekannten bei einer Studienberatung.
Ergebnis
Mit russischem Abitur kann man in Deutschland nicht studieren.Nur als Gaststudent.
Wenn man in Russland ein Studium abgeschlossen hat ist es anders, dann wird man bei Deutschkenntnissen zum Studium zugelassen.
Buchhaltung.
Die wird wohl in jedem Land unterschiedlich sein,wie man sagt ist das Deutsche System eine Katastrophe.Mit russischem Abschluss in DE einen Job zu bekommen ist bestimmt nicht einfach.
Geh also einmal zu einer Studienberatung und frage wie und wie lange sie weiter studieren kann/muss.
Zeppelin
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Beitrag von Zeppelin »

Bephep hat geschrieben:Ich war mit einer russischen Bekannten bei einer Studienberatung.
Ergebnis
Mit russischem Abitur kann man in Deutschland nicht studieren.Nur als Gaststudent.
Wenn man in Russland ein Studium abgeschlossen hat ist es anders, dann wird man bei Deutschkenntnissen zum Studium zugelassen.
Buchhaltung.
Die wird wohl in jedem Land unterschiedlich sein,wie man sagt ist das Deutsche System eine Katastrophe.Mit russischem Abschluss in DE einen Job zu bekommen ist bestimmt nicht einfach.
Geh also einmal zu einer Studienberatung und frage wie und wie lange sie weiter studieren kann/muss.
Und genau das habe ich gemeint, als ich zuvor meine entsprechenden Hinweise gepostet habe.
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