Galoppierende Inflation in Rußland
Verfasst: 27 Sep 2007, 17:33
http://www.welt.de/wirtschaft/article12 ... ostet.html
Es ist für mich immer wieder interessant zu sehen, wie stark sich die Preise für Lebensmittel innerhalb von nur wenigen Monaten verändern. Ich habe mal meinen ersten Supermarkt-Kassenzettel von 10/2002 aufgehoben... Unglaublich, fast alles ist nun dreimal so teuer! Und da frage ich mich, wie machen das die Leute nur, die weder zur Gruppe der jungen Moskauer Aufsteiger mit Jahresgehältern von 70K+$ oder zu den bereits Etablierten gehören - also wie lebt die Mehrheit der Bevölkerung.
Eine Arbeitskollegin berichtet von galoppierenden Preisen bei der Hochschulzulassungsvorbereitung. Der Professor will für den Vorbereitungskurs für die MGU-Zulassungs-Prüfung für vier Fächer u.a. Recht 150 € für vier Stunden von seinen Studenten. Und dieser Kurs geht 9 Monate wöchentlich - und zwar zu viert in der Studiengruppe. Die Datsche wird vermietet, damit das Kind den Zugang zur MGU schafft. Das ist doch traurig, daß diese Kurse so stark den Gesetzen der freien Marktwirtschaft unterliegen. Und natürlich macht der Prof die Kohle schwarz... würde er von dem üppigen Gehalt wenigstens Steuern abführen, dann würde es wohl nicht so traurig um das Bildungswesen mit unterbezahlten und daher wohl auch korrupten Lehrern und Profs stehen (natürlich sind es nicht alle, aber wohl doch viele). Wer badet das aus? Wieder die Mehrheit ohne Geld. Die Kinder von Leuten, die diese SUmmen nicht aufbringen können, haben wohl keine Chance auf einen Zugang zur MGU, höchstens sie sind absolute Cracks und schaffen es so. Die MGU wird wohl nur beispielhaft für die gute bzw. renommierten Ausbildungsstätten stehen. Vom MGIMO hört man, daß die Vorbereitung zur Aufnahmeprüfung 20 K € kostet.
In Deutschland gibt es schon einen Aufschrei, wenn beispielsweise die Butter über 1,20€ kostet. Bei den Lebensmitteln sind wir doch verwöhnt, was die immer noch niedrigen Preise (im Vgl. mit anderen EU-Ländern) und hohe Qualität angeht. Was das Studium anbetrifft, sind die Zeiten des kostenlosen Semsters vorüber. Das ist sicherlich auch eine Ursache dafür, daß weniger Arbeiterkinder auf die Uni/FH gehen. Eine generell schlechte Entwicklung. Doch letztlich hat doch jeder eine reale Chance mit einem ausreichenden Zeugnis, einen Studienplatz zu belegen. Was die Finanzierung anbetrifft, muß sich der EInzelne halt stärker drehen, was nicht jedem und überall gelingt. Manchem Deutschen oder in besser in Deutschland Lebenenden (wieviel Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind deutsch??), der an dem System nörgelt, täten ein paar Jahre hier gut.
Wie kommen solche Aussagen wie 9% Inflation in Russland oder 2,3% in Deutschland zu Stande. Beide Aussagen basieren keinesfalls auf einem üblichen Warenkorb + Miete + Nebenkosten + Transport.
Es ist für mich immer wieder interessant zu sehen, wie stark sich die Preise für Lebensmittel innerhalb von nur wenigen Monaten verändern. Ich habe mal meinen ersten Supermarkt-Kassenzettel von 10/2002 aufgehoben... Unglaublich, fast alles ist nun dreimal so teuer! Und da frage ich mich, wie machen das die Leute nur, die weder zur Gruppe der jungen Moskauer Aufsteiger mit Jahresgehältern von 70K+$ oder zu den bereits Etablierten gehören - also wie lebt die Mehrheit der Bevölkerung.
Eine Arbeitskollegin berichtet von galoppierenden Preisen bei der Hochschulzulassungsvorbereitung. Der Professor will für den Vorbereitungskurs für die MGU-Zulassungs-Prüfung für vier Fächer u.a. Recht 150 € für vier Stunden von seinen Studenten. Und dieser Kurs geht 9 Monate wöchentlich - und zwar zu viert in der Studiengruppe. Die Datsche wird vermietet, damit das Kind den Zugang zur MGU schafft. Das ist doch traurig, daß diese Kurse so stark den Gesetzen der freien Marktwirtschaft unterliegen. Und natürlich macht der Prof die Kohle schwarz... würde er von dem üppigen Gehalt wenigstens Steuern abführen, dann würde es wohl nicht so traurig um das Bildungswesen mit unterbezahlten und daher wohl auch korrupten Lehrern und Profs stehen (natürlich sind es nicht alle, aber wohl doch viele). Wer badet das aus? Wieder die Mehrheit ohne Geld. Die Kinder von Leuten, die diese SUmmen nicht aufbringen können, haben wohl keine Chance auf einen Zugang zur MGU, höchstens sie sind absolute Cracks und schaffen es so. Die MGU wird wohl nur beispielhaft für die gute bzw. renommierten Ausbildungsstätten stehen. Vom MGIMO hört man, daß die Vorbereitung zur Aufnahmeprüfung 20 K € kostet.
In Deutschland gibt es schon einen Aufschrei, wenn beispielsweise die Butter über 1,20€ kostet. Bei den Lebensmitteln sind wir doch verwöhnt, was die immer noch niedrigen Preise (im Vgl. mit anderen EU-Ländern) und hohe Qualität angeht. Was das Studium anbetrifft, sind die Zeiten des kostenlosen Semsters vorüber. Das ist sicherlich auch eine Ursache dafür, daß weniger Arbeiterkinder auf die Uni/FH gehen. Eine generell schlechte Entwicklung. Doch letztlich hat doch jeder eine reale Chance mit einem ausreichenden Zeugnis, einen Studienplatz zu belegen. Was die Finanzierung anbetrifft, muß sich der EInzelne halt stärker drehen, was nicht jedem und überall gelingt. Manchem Deutschen oder in besser in Deutschland Lebenenden (wieviel Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind deutsch??), der an dem System nörgelt, täten ein paar Jahre hier gut.
Wie kommen solche Aussagen wie 9% Inflation in Russland oder 2,3% in Deutschland zu Stande. Beide Aussagen basieren keinesfalls auf einem üblichen Warenkorb + Miete + Nebenkosten + Transport.