Sind die fetten Jahre nun vorbei?

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Simone
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Sind die fetten Jahre nun vorbei?

Beitrag von Simone »

http://www.vedomosti.ru/newsline/index. ... /02/662577
http://www.vedomosti.ru/newspaper/artic ... /02/163293

Warnungen aus allen Bereichen, daß der Boom in Russland vor dem Ende steht und das Wachstum sich verlangsamt... Kreditzinsen werden kurzfirstig hochgeschraubt, Kreditkarten beschränkt, große Investitionsvorhaben auf Eis gelegt (z.B. Strabag), usw. Es wird sogar schon das Wort "Krise" benutzt. Aus meiner Sicht ist das überzogen, wenn man doch noch konservativ ein Wachstum in 2009 von 5% veranschlagt.

Seht Ihr schon Auswirkungen in Euren Firmen, Umfeld? Sind die fetten Jahre nun vorbei?
Marco
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Re: Sind die fetten Jahre nun vorbei?

Beitrag von Marco »

Wobei für 2010 mit Nullwachstum (zumindest teilweise) gerechnet wird

http://www.aktuell.ru/russland/wirtscha ... _1792.html
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Spätzleskosake
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Re: Sind die fetten Jahre nun vorbei?

Beitrag von Spätzleskosake »

wenn das "Nullwachstum" in Russland etwas mehr Wettbewerb bringt, sehe ich die Sache positiv.
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zimdriver
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Re: Sind die fetten Jahre nun vorbei?

Beitrag von zimdriver »

.... dann lest doch mal den Beitrag unter dem ersten Link.
Wenn die russischen Firmen mal anfangen, sich mit ihrem Budget, ihrem Personal und ihren untypischen Aktivitäten zu beschäftigen, dann kann doch wohl noch nicht von Krise gesprochen werden. Eher von einer Gesundung. Oder kenne ich nur die falschen russischen Firmen?
Natürlich sollten wir nicht die Augen verschliessen vor den Realitäten der weltweiten Finanzkrise. Aber ein Land, das wesentlich von Rohstoffexporten abhängt, ist nicht so leicht zu erschüttern. Wie heisst es doch im Deutschen so schön: Kies bringt Kies.
(Der eine aus der Kiesgrube, der andere in die Tasche.)
So ist das mit dem Öl, Gas. Erz, Kohle, Diamenten usw.
Zeppelin
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Re: Sind die fetten Jahre nun vorbei?

Beitrag von Zeppelin »

Ja Zim,
das sehe ich ähnlich.
Ich habe zwar nicht so den Durchblick, was russ. Firmen alles in ihren Portfolios mitschleppen, aber wenn die sich auf ihre "Kerngeschäfte" zurückziehen, dürfte das doch wohl einen erheblichen Beschäftigungsabbau nach sie ziehen, oder?
Für den reinen "Kiesabbau" braucht man schließlich nicht allzu viel Personal...

Naja. Meine Schwiegermutter hat es bereits erwischt. Die Firma, wo sie seit gut 20 Jahren gearbeitet hat wurde verkauft, wobei angeblich keine Rechtsnachfolge bzgl. der Arbeitsverträge für den neuen Besitzer greifen soll. :shock:
Für 1/5tel ihrer bisherigen "sagenhaften" 150 Euro könnte sie dort evtl. weiterarbeiten. :roll:

Muss man halt verstehen. Russisches Geld wird halt dringend für den Lebensstandard der Neureichen benötigt. Aber bitte nur ungebrauchte Scheine.
"Wir brauchen Bürokratie, um unsere Probleme zu lösen. Aber wenn wir sie erst haben, hindert sie uns, das zu tun, wofür wir sie brauchen." (Ralf Dahrendorf)
Bephep

Re: Sind die fetten Jahre nun vorbei?

Beitrag von Bephep »

zimdriver
Aber ein Land, das wesentlich von Rohstoffexporten abhängt, ist nicht so leicht zu erschüttern.
Doch,es ist zu erschuettern ,das war 89/90 so und auch 98 als der Rubel abstuerzte.Auch Rohstoffe zu foerdern kostet Geld,wenn der Verkaufspreis nahe oder unter dem Einstandpreis liegt dann ist der Export nicht mehr lohnend.
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zimdriver
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Re: Sind die fetten Jahre nun vorbei?

Beitrag von zimdriver »

... dann schauen wir doch mal nach, woher das Gas kommt, das durch den gelben Hahn im Keller fliesst ... Atom iss nich mehr für die Elektroheizkörper ...
Marco
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Re: Sind die fetten Jahre nun vorbei?

Beitrag von Marco »

Jo bloß das das Gasgeschäft die restlichen Teile der russischen Wirtschaft erdrückt, weil die Russen, die gut verdienen, lieber ausländische industrielle Produkte kaufen anstatt der schlechten einheimischen. Und somit gehen die russischen Firmen pleite, da sie mit ihren Produkten nicht konkurrenzfähig sind. Groß in Forschung wird auch nicht investiert Und die Finanzkrise trocknet auch in Russland den Kreditmarkt aus, was die Situation von einigen Firmen mit Sicherheit noch verschärft.
Bephep

Re: Sind die fetten Jahre nun vorbei?

Beitrag von Bephep »

zimdriver
dann schauen wir doch mal nach, woher das Gas kommt, das durch den gelben Hahn im Keller fliesst ... Atom iss nich mehr für die Elektroheizkörper
Bei mir gibt es keinen gelben Hahn im Keller aber durch meinen Garten liegt eine Wingasleitung.
Der Gaspries ist am Oelpreis gekoppelt,faellt der Oelpreis faellt der Gaspreis alles mit einer Verzoegerung von 3 Monaten.
Und Gazprom ist die am hoechsten verschuldete Firma in RU,die brauchen jeden Rubel.
Das habe ich schon mal gepostet,wenn der Oelpreis unter 75 Dollar faellt verdient der Staat nichts mehr am Oelexport.
Der Oelpreis liegt bei 89.5 $ .
RusAl und Deripaska sind schon ueberschuldet.
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zimdriver
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Re: Sind die fetten Jahre nun vorbei?

Beitrag von zimdriver »

Bephep hat geschrieben:.....
Bei mir gibt es keinen gelben Hahn im Keller aber durch meinen Garten liegt eine Wingasleitung.....
:lol: :lol: :lol: WINGAS? :lol: :lol: :lol:

...
WINGAS - ein Unternehmen voller Energie.
Gemeinsam mehr Energie. Die Idee war so einfach wie erfolgreich: 1993 als Gemeinschaftsunternehmen der Wintershall, dem größten deutschen Erdöl- und Erdgasproduzenten, und der russischen OAO GAZPROM, dem weltweit größten Erdgasproduzenten, gegründet, übernahm WINGAS von Anfang an eine Pionierrolle im Markt. Der Auftrag: Zusätzliche Wertschöpfung durch die gemeinsame Vermarktung von Erdgas auf Basis einer neu zu errichtenden Pipeline- und Speicherinfrastruktur.
...
http://www.wingas.de/unternehmen.html

Übertreib mal nicht mit Deinen Untergangsbefürchtungen. Öl kann ja irgendwoher kommen, auf dem Wasser oder per Truck, aber dank der weisen Politik in Deutschland gibts für den Massenmarkt nur wenige Alternativen zum russischen Gas. Und ob der Hahn nun gelb ist oder grün oder schwarz- gelb gestreift, ist eigentlich auch egal. Von Deiner Gasleitung zum Brenner wird es sicherlich irgendein Absperrventil geben. Oder bist Du der, der die Hauptleitung angebohrt hat? :)
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