Verhandlungen EU -Russland

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Siegmund

Verhandlungen EU -Russland

Beitrag von Siegmund »

Zu den Verhandlungen EU-Russland über ein neues Partnerschaftsabkommen habe ich gelesen, dass der oberste Repräsentant Litauens und Polens diese Verhandlungen blockieren und scheitern lassen wollen. Ist es nicht längst an der Zeit ihnen zusagen, dass die Bush Ära zu Ende geht und beide Bushs Zorn nicht mehr befürchten müssen. Ist es nicht an der Zeit Beide aufmerksam zu machen ,dass Bush sein Land in eine tiefe Finanz und Wirtschaftskrise zum Schaden der Bevölkerung der USA gestürzt hat und sie dabei sind diese selben Fehler zu begehen, zum Schaden der litauischen und polnischen Bvölkerung.

Die führenden Repräsentanten der EU sollten die Störenfriede aus Litauen und Polen in die Schranken weisen. Die persönlichen Interessen des litauischen und polnischen Repräsentanten sollten nicht über die Interessen der EU gestellt sein. Man sollte dieses diesen beiden Herren höflich aber bestimmt deutlich machen. Wenn diesen beiden Herren diesen Verhandlungen zu einem Abkomme nicht möchten, können sie zu Hause bleiben. Sie haben auch das Recht ein Referendum in ihren Ländern abzuhalten, ob sie noch Mitglied der EU bleiben möchten und wenn der Volkeswille sich der EU abwenden möchte, kann dieses ebenfalls geschehen. Wir brauchen ein friedliches und gutnachbarschaftliches Europa und keine solcher Störenfriede, wie diese beiden Herren sich dieses auf ihr Fahnden geschrieben haben.
Es hat den Anschein, als ob beide Personen nur aus sind, Europa zu schaden.
Wenn der Litauer und der Pole keine gutnachbarlichen Beziehungen aus persönlichen Gründen wollen, ist dieses ihre Sache, beide sollen aber die EU nicht damit belästigen.
Russland ist bestimmt nicht auf litauische und polnische Almosen angewiesen. Litauen und Polen sind aber sicherlich in wirtschaftlicher Hinsicht ( Handel und Wandel ) auf Europa angewiesen. Beiden sollte dieses verdeutlicht werden.
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Spätzleskosake
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Re: Verhandlungen EU -Russland

Beitrag von Spätzleskosake »

hierzu gibt es nichts mehr hinzuzufügen, du hast mir voll aus meiner russichen Seele gesprochen.
Glider
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Re: Verhandlungen EU -Russland

Beitrag von Glider »

Ich denke es wird wirklich Zeit jetzt mal weiterzumachen mit diesen Verhandlungen.
Wenn Polen und Litauen damit gewisse Schwierigkeiten haben, kann ich das zwar irgendwo nachvollziehen, aber es bringt jetzt nichts, deshalb alles zu blockieren. Leider haben sich die alten EU-Länder mit Polen und Litauen schon zwei richtige U-Boote in die Gemeinschaft geholt, dass ich Angst bekomme,
dass die EU wirklich zu einem lethargischen Debattierclub verkommt.
Insbesondere den polnischen Freunden muss wohl mal klargemacht werden, dass es trotz des hineinkriechens in dem amerikanischen Hintern nicht zu einem visumsfreien Reisen in die USA kommt. Auch die Amerikaner wissen Liebedienerei von Solidariität zu unterscheiden.
Bephep

Re: Verhandlungen EU -Russland

Beitrag von Bephep »

Zum Thema einen interessanten Artikel

"Die Russen haben an dem Abkommen mit der EU gar kein Interesse mehr"
Russland-Experte Alexander Rahr im derStandard.at-Interview über das schwierige Verhältnis Moskaus zum Westen, umstrittene Rüstungsprojekte und Erwartungen an den neuen US-Präsidenten

http://derstandard.at/text/?id=1226396471684
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Xottabych
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Re: Verhandlungen EU -Russland

Beitrag von Xottabych »

Vielleicht sollte man einmal versuchen, sich in die Position eines Polen oder Litauers zu versetzen? In Russland haben derzeit Leute das Steuer in der Hand, die sich keineswegs darum bemühen, die Vergangenheit wirklich aufzuarbeiten, sondern die sich im Gegenteil mehr oder weniger offen dazu bekennen, dass sie die Politik der Sowjetunion insgesamt gut heißen und/oder schönfärben möchten. Dazu kommen andauernde Überreaktionen bei Konflikten Russlands mit dem Nahen Ausland. Ressentiments von polnischer oder litauischer Seite finde ich darum nicht nur nachvollziehbar, sondern angebracht.
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Axel Henrich
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Re: Verhandlungen EU -Russland

Beitrag von Axel Henrich »

Xottabych hat geschrieben:[Ressentiment] Vielleicht sollte man einmal versuchen, sich in die Position eines Polen oder Litauers zu versetzen?
Sollte man?
Welche "gefühlsmäßige, mit starken negativen Affekten verbundene Ablehnung eines Sachverhaltes" wuerdest du denn z.B. den Polen zugestehen? Den juengsten "Rindfleisch-Konflikt", Ihr peinliches Benehmen und Gebahren in der EU und damit meine ich nicht nur die Optik der beiden Brueder (die wuerde ich mal IQ-maessig noch unter Bush einreihen) oder moechtest du noch weiter zurueckgehen?
Vielleicht sollten sich die Polen mal Gedanken machen, warum Deutschland und Russland so gut miteinander koennen. Man muss es auch wollen und zwar beide Seiten und das ist von Russland aus gegenueber Deutschland nun wahrlich nicht selbstvertaendlich. Wann hatte Polen das letzte Mal von Deutschland irgendwelche Ausgeichszahlungen verlangt?
Schau dir mal an, was Politiker hinbekommen, wenn der Wille da ist: Gorbi-Kohl, Clinton-Jelzin, Putin-Schroeder. Du hast sicher Beispiele, wo Polen auch nur ansatzweise versucht hat mit anderen Staaten ernsthaft, unvoreingenommen und gleichberechtigt zu kooperieren?! Und zwischen dem, was sich die Polen erhoffen und die Amis bereit sind zu geben, liegen mit Sicherheit Welten - ich goenne es den Polen ...

Bei Litauen bin ich nicht auf Kurs, denke aber mal, dass auch hier die Bereitschaft fuer ein vernuenftiges Miteinander - genau wie bei den Polen - nicht sehr ausgepraegt ist. Andere Laender s.o. koennen es ja auch. Ich weiss nur (glaube), dass die Polizei in Zivil Marktbudenbetreiber auf russisch angesprochen haben und wenn die russisch geantwortet haben, Ihnen die Lizens entzogen wurde.
Ansonsten geht es mir bei den Problemen der Baltischen Staaten mit Russland wie mit dem jahrhunderte waehrenden Konflikt mit den Juden - ich verstehe ihn nicht. :?
Xottabych hat geschrieben:Dazu kommen andauernde Überreaktionen bei Konflikten Russlands mit dem Nahen Ausland.
Ueber-reaktionen? Erzaehl mal ...

-ah-
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Xottabych
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Re: Verhandlungen EU -Russland

Beitrag von Xottabych »

Axel Henrich hat geschrieben:Welche "gefühlsmäßige, mit starken negativen Affekten verbundene Ablehnung eines Sachverhaltes" wuerdest du denn z.B. den Polen zugestehen?
Die Ablehnung einer allzu engen Partnerschaft mit Russland aus historischen Gründen natürlich. Viele Polen haben eben Angst vor Russland. Das kann man doch nachvollziehen, oder nicht? Gerade die so geschichtsbewussten Russen sollten das eigentlich verstehen können.
Axel Henrich hat geschrieben:Du hast sicher Beispiele, wo Polen auch nur ansatzweise versucht hat mit anderen Staaten ernsthaft, unvoreingenommen und gleichberechtigt zu kooperieren?!
Soweit ich weiß, unterhält Polen mit den meisten ehemaligen Ostblockstaaten normale und freundschaftliche Beziehungen (Staaten wie Tschechien oder die Slowakei, in denen man übrigens auf ganz ähnliche Ressentiments gegenüber Russland trifft - Zufall?).
Bei Litauen bin ich nicht auf Kurs, denke aber mal, dass auch hier die Bereitschaft fuer ein vernuenftiges Miteinander - genau wie bei den Polen - nicht sehr ausgepraegt ist. (...) Ich weiss nur (glaube), dass die Polizei in Zivil Marktbudenbetreiber auf russisch angesprochen haben und wenn die russisch geantwortet haben, Ihnen die Lizens entzogen wurde.
Axel, solche Geschichten hört man überall über Alles und Jeden. Ich kenne in Russland zum Beispiel massenhaft Leute, die Leute kennen, die von, sagen wir, Zigeunern "so und so" abgezockt wurden. In Hinterdudelsdorf erzählt man sich die wildesten Geschichten über die eigenen Nachbarn... Auf solche Räuberpistolen würde ich deshalb nicht allzuviel geben - was nicht ausschließt, dass ein Teil Wahrheit dabei ist. Das ist ja gerade das Fiese an Halbwahrheiten.
Axel Henrich hat geschrieben:Ueber-reaktionen? Erzaehl mal ...
- Ein Denkmal für die Rote Armee wird in Estland versetzt --> Riesenaufschrei in Russland, diplomatische Krise, Hysterie wird geschürt, estonische Waren werden boykottiert
- Dauerkonflikt mit Lettland, weil dort der russischen Minderheit keine Sonderrechte eingeräumt werden
- 2006 riegelt Russland die Landgrenzen zu Georgien ab und erlasst einen Handelsboykott - wegen angeblich ungerechtfertigter Spionagevorwürfe von georgischer Seite; zeitgleich heftige Stimmungsmache gegen Georgier in Russland
- Effekthascherisches Gebaren im Gasstreit mit der Ukraine (so a la " Ihr wollt auf die Fresse? Dann kriegt ihr's auch!")
- Der Krieg gegen Georgien natürlich

Überhaupt finde ich, die russische Außenpolitik macht gerne "einen auf Wichtig" und lässt keine Gelegenheit dazu aus, allen Anderen zu beweisen, wie stark und ernstzunehmen Russland doch angeblich sei: Das demonstrative Zudrehen eines Gashahnes, das Aufstellen russischer Fahnen in Niemandsland (Nordmeer), die Machtdemonstrationen im Kaukasus - das alles schürt Ängste vor Russland. Man will ernstgenommen werden? Anderen zeigen können, wo der Hammer hängt? Schön, dann darf man sich aber auch nicht beschweren, wenn einem das Misstrauen entgegenschlägt.

Gründe dafür, warum Russland und Deutschland besser "miteinander können" sind möglicherweise außerdem, dass zumindest Westdeutschland nicht in der sowjetischen Machtsphäre lag, das vereinte Deutschland für die wirtschaftliche Entwicklung Russlands wichtig ist, dass die Menschen in Ostdeutschland einen vergleichsweise sehr leichten Transformationsprozess durchliefen, oder dass es keine russische Minderheit gibt, die Sonderrechte für sich beansprucht.

Selbstverständlich stimme ich Dir zu, dass bei einer gegenseitigen Verständigung beide Seiten gefordert sind. Wahrscheinlich muss sich eben erst durch Zufall ein solches Fenster auftun (entsprechende Wahlergebnisse in beiden beteiligten Ländern).
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Re: Verhandlungen EU -Russland

Beitrag von CSB_Wolf »

Axel Henrich hat geschrieben: Vielleicht sollten sich die Polen mal Gedanken machen, warum Deutschland und Russland so gut miteinander koennen.
Vielleicht haben die Polen auch mitbekommen das Die Russische Armee zusammen mit der Bundeswehr gemeinsame Luftlandeübungen und Manöver durchgeführt haben 8)

Gruss
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Re: Verhandlungen EU -Russland

Beitrag von Xottabych »

Super. Da würde ich mich als Pole doch gleich sicher und geborgen fühlen, und mich ganz bestimmt nicht daran erinnern, dass sich Deutsche und Russen mein Heimatland schon ein paar mal untereinander aufgeteilt hatten. Ich hätte bestimmt auch keine unangenehmen Erinnerungen an die netten Soldaten aus den Nachbarländern. Und ganz bestimmt würde ich nicht nach Amerika schielen! :roll:
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Re: Verhandlungen EU -Russland

Beitrag von Kultgrieche »

Also, wenn wir schon soooo weit in die Vergangenheit reisen und daran denken, dass es drei polnische Teilungen gab, dann sollte auch daran erinnert werden, dass die Polen mit den Litauern auch des öfteren als Invasoren auf russischem Boden standen.
Ja sind wir denn schon bei der Balkanmentalität angekommen, "ey, Üzgür, der Esel deines Uruuruuruuruurgroßvaters hat das Huhn der Uruuruuruuruurgroßtante schwesterlicherseits meiner Cousine dritten Grades mal plattgetreten, das sehe ich dir bis heute nach...."

... und eine polnische Besatzungszone im Irak hat es auch gegeben...

...und unter diesen Gesichtspunkten sind mir als Deutscher polnische Befindlichkeiten schnuppe. Mir liegt noch das Kaczynski-Geheul mit seiner Quadratwurzel beim EU-Stimmrecht noch arg im Ohr.
Hätte er sich doch nur damals für die Kubikwurzel eingesetzt, nur diese hätte uns gerettet.
"Eines der zentralen Probleme heutzutage ist, dass die Politik so eine Schande ist. Gute Menschen gehen nicht in die Politik." (Donald Trump)
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