http://www.spzeitung.ru/2009/boris-stru ... angezogen/Ein “Anziehen der Schrauben” scheint mir unvermeidlich. Die Suche und gefangenahme nach (internen und externen) Feinden wird unvermeindlich. Die letzten unabhängigen Massenmedien werden einen Maulkorb verpasst bekommen. Schlimmer, der Sieg der “Asketen” (sofern man die Mächtigen als solche ansehieht), die Isolierung vom Westen, der Rückfall in den “SAWOK”**** - und eine Zukunft als Paria der Staaten.
Dergleichen hört man aus Kreisen der "Opposition" desöfteren: die Macht von Medwedew/Putin beruhe auf ihrer Feindschaft gegen den "Westen", in Rußland würden weithin europafeindliche Ressentiments gepflegt, die sich sogar auf den Lebensstil auswirken würden.
Mein Problem damit ist, daß ich einen derartigen Trend selbst im Land nicht feststellen konnte. Auch in den für mich erreichbaren russischen Medien nicht. Ebensowenig bei meinen Freunden und Bekannten. Desgleichen der aus manchen "westlichen" Ländern bekannte Produktnationalismus (z.B. "Buy British").
Daher meine Frage (vornehmlich) an diejenigen unter uns, die in der RF leben: Täusche ich mich mit meiner Wahrnehmung oder haben wir es da mit einem (typischen) Fall von Selbsthaß der Intelligenzija zu tun?
Ich vermute fast schon letzteres, schließlich wurde der "Admiral" mehrfach dafür kritisiert, daß im Film Koltschak von seinen französischen Verbündeten an die Bolschewiki ausgeliefert wird. Letzteres entspricht allerdings weitgehend den historischen Tatsachen, nur daß es in Wirklichkeit die Tschechoslowakische Legion war und die französische Militärmission nichts zu seiner Rettung unternommen hat. (Dies kann man auch in den deutsch- und englischsprachigen Standardwerken zum Bürgerkrieg nachlesen.)
Also: Eindrücke und Meinungen Eurerseits sind gefragt.
