Als Deutsche Früh-Rentnerin an den Baikalsee auswandern

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m1009

Re: Als Deutsche Früh-Rentnerin an den Baikalsee auswandern

Beitrag von m1009 »

Nikolaus hat geschrieben: Hast Du es denn gelesen? Dann verstehe ich Deine Fragen nicht ganz. :)
Dann bin ich also nicht allein.... :-P

Sicher habe ich die relevanten Stellen gelesen , beschaeftige mich seit 2 Jahren mit dem Thema.
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bella_b33
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Re: Als Deutsche Früh-Rentnerin an den Baikalsee auswandern

Beitrag von bella_b33 »

ständig muss man sich nicht damit rumschlagen....nur so lange, bis man sein Vid hat ;)
Wer sein Gewicht halten will, der muss auch mal grillen wenn er keinen Hunger hat!
Baikalheike

Re: Als Deutsche Früh-Rentnerin an den Baikalsee auswandern

Beitrag von Baikalheike »

Hallo Forum,
hier schreibt diesemal die "Irre" selbst. Ich danke Euch für Eure zahlreichen Beiträge. Es war mir schon immer klar, dass
mein Vorhaben etwas exotisch ist, aber dass es ie Gemüter dermaßen aufwühlt....
Ich habe alle Beiträge gelesen und bin zu dem Schluss gekommen, dass mir wohl doch nichts andere bleibt, als auf der einen Seite fleißig weiter die Sprache zu pauken, besonders in Bezug auf Behörden, und andererseits nach Berlin ins Konsulat zu gehen bzw. mal was Schriftliches nach Berlin zu schicken. Denn aufgeben werde ich nicht! Und es handelt sichauch nicht um ein verträumtes Sternengeflüstere!
Und ich denke, dass ich wohl doch den Kontakt zu meiner russischen Bekanntan in Hessen uafnahmen werde, um Kontakt nach Russland herstellen zu können.

Ich danke euch allen für eure Beiträge und werde auf jeden Falll weiterhin das "Netz" nutzen :pirat:
Baikalheike

Re: Als Deutsche Früh-Rentnerin an den Baikalsee auswandern

Beitrag von Baikalheike »

Guten morgen Forum

Tja ich glaube die ganze Diskusion ist ein wenig aus dem Ruder gelaufen.
Das Thema ist: als Deutsche Frürentnerin an den Baikal auswandern.
Nun hat Heike ja selbst alles gelesen - dazu muss ich Euch erzählen, dass ich wärend ihres lesens öffter ein oje und oi hörte als ein haha - Nun ist Heike aber ein sturer Mensch die sich nicht so leicht von einer Sache abbringen lässt.
Ich habe es weiß Gott versucht.
Es ist klar auswandern außerhalb der EU ist ein großes Problem. Selbst für die USA braucht man eine Greencard.
Sie wird nun ihr Amtsrussisch so aufpolieren, dass sie die entsprechenden Gesetzes und Vorschriften Texte im Original lesen kann. Dann wird sie mit der russ. Botschaft / Konsulat in Berlin Kontakt aufnehmen und ihr Anliegen dort vortragen.
Ich kann sie nur machen lassen.
Russland ist ein so großes Land, vieleicht lässt man sie ja und vergisst sie dann einfach.

Ich danke Euch allen für Eure Beiträge - einige Extras habe ich ausgedruckt - und werde mich zu gegebener Zeit in diesem Traed wieder melden.
Viele Grüße aus Wolfsburg
Tschüß Baikalheike :D
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Sibirier
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Re: Als Deutsche Früh-Rentnerin an den Baikalsee auswandern

Beitrag von Sibirier »

Ja, ich denke auch das russische Konsulat ist die richtige Adresse um das abzuklären.

Ich wünsche Heike viel Glück!
Ha, Waschmaschine verarscht. Socken einzeln gewaschen....
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bella_b33
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Re: Als Deutsche Früh-Rentnerin an den Baikalsee auswandern

Beitrag von bella_b33 »

ja, von mir auch: VIEL ERFOLG!
Wer sein Gewicht halten will, der muss auch mal grillen wenn er keinen Hunger hat!
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manuchka
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Re: Als Deutsche Früh-Rentnerin an den Baikalsee auswandern

Beitrag von manuchka »

Baikalheike hat geschrieben:Russland ist ein so großes Land, vieleicht lässt man sie ja und vergisst sie dann einfach.
Wenn Heike auf Biegen und Brechen in Russland bleiben will, dann kann sie einreisen und illegal untertauchen in den Weiten der Taiga oder sonstwo, daran kann sie keiner hindern. Aber ob es erstrebenswert ist, irgendwo in der Ferne ohne Bekannte, ohne ordentliche medizinische Versorgung usw. herumzuwuseln... sie wird nicht jünger und nicht gesünder, möchte ich behaupten. Und ob es irgendwo in der russischen Pampa eine Bank gibt, von der sie ihre Rente monatlich abholen kann? Und was, wenn die Realität gar nicht so rosig ist wie der Traum vom Leben am Baikal und Heike irgendwann doch wieder zurück will?

Nikolaus, in den russischen Gesetzen steht übrigens viel, was gut klingt, aber in der Realität nicht oder nicht so funktioniert...
Du erntest, was du säst.
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Sibirier
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Re: Als Deutsche Früh-Rentnerin an den Baikalsee auswandern

Beitrag von Sibirier »

@Baikalheike:

Lad Dir mal dieses Dokument runter bzw. lies es Dir durch, vielleicht kannst Du da ein paar nützliche Informationen "rausziehen". Ganz aktuell ist aber wohl nicht mehr, nur die meisten geforderten Unterlagen etc. gelten wohl noch heute...

http://www.bblaw.com/uploads/media/Ausl ... eutsch.pdf
Ha, Waschmaschine verarscht. Socken einzeln gewaschen....
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Zejtnot
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Re: Als Deutsche Früh-Rentnerin an den Baikalsee auswandern

Beitrag von Zejtnot »

Vorneweg: Die Diskussion zwischen zimdriver und Nikolaus findet man nun unter http://forum.aktuell.ru/viewtopic.php?f=13&t=11199.

Ich finde den Traum, am Baikal zu leben, ganz unabhängig von den vielen eigenartigen Fernsehreportagen durchaus verständlich. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass es wirklich solche Leute gibt, die sich von einem solchen Plan in keinem Fall abbringen lassen wollen.

Ich denke, man sollte aber dennoch zuvor einige Reisen unternehmen, um herauszufinden, ob Traum und Wirklichkeit zusammenpassen. Dafür würde ich noch keine Aufenthaltsgenehmigung beantragen, sondern erst einmal mit mindestens zwei Drei-Monate-Visa anreisen, möglichst zu verschiedenen Jahreszeiten. Ich würde Olkhon vermeiden, eher ein weniger touristisches Dorf, wie beispielsweise Baikalskoe im Norden oder Ust-Bargusin im Westen. Während diesen Reisen wäre zu klären:
* Wo wohnt man? Haus kaufen? Haus mieten? (Wie schon erwähnt wurde, sind Häuser am See auch nicht mehr für 'n Appel und 'n Ei zu haben.)
* Wie käme man an sein Geld?
* Wie organisiert man sich den Winter? Holz, Kohle, Reparaturen am Haus, Lebensmittel? (Olkhon ist Frühjahr wochenlang nicht erreichbar.)
* Wie kommt man mit der russischen Bürokratie klar, wenn einen die deutsche schon abschreckt?! (Einfach mal herausfinden, wer für einen zuständig wäre. Und als Probe einfach mal die Registrierung dort selbst und nach allen Regeln machen.)
* Wie versteht man sich mit der Dorfgemeinschaft. Als Deutsche unter vielen Russen wird man Aufmerksamkeit auf sich lenken - auch von unangenehmen Zeitgenossen. (In den Dörfern ist Alkohol als Problem nicht zu unterschätzen.)
* ...

Sollte man die grundlegenden Fragen geklärt haben (Wo wird man leben und gefällt es einem wirklich?), kann man sich an die russische Bürokratie wagen. Das Hamburger Konsulat hat da wenig zu melden, dieses stellt am Ende nur Visa aus. Die Aufenthaltsgenehmigung muss man vor Ort in Russland beantragen. Man kann in der Tat einen Antrag auf eine Aufenthaltsgenehmigung stellen - ob er genehmigt wird, ist aber ganz offen:
* Man wird in jedem Fall begründen müssen, warum man nach Russland will. Dies wird eine echte Hürde, die aber beispielsweise Kirchenvertreter auch häufig nehmen. Ist also nicht aussichtslos.
* Geprüft wird die Gesundheit: typische Hautkrankheiten, TBC, Aids und Drogenabhängigkeit. MS könnte also übersehen werden.
* Für eine Aufenthaltsgenehmigung benötigt man eine offizielle Unterkunft. Also Eigentum oder eine notarielle Bestätigung über einen langfristigen Mietvertrag.
* ...
Alle drei genannten Punkte bedeuten natürlich wieder Bürokratie, in einem Maße, dass sich eine deutsche Auswanderin wahrscheinlich nicht vorstellen kann.

Ein Traum ist prima, man sollte seine Ziele auch nicht einfach so über Bord werfen. Aber man sollte auch kompromissbereit sein. Und wenn Flucht vor der Bürokratie ein Punkt ist - dann ist die Flucht in irgendein verlassenes Dorf in einem EU-Staat ganz sicher einfacher. Polen, Baltikum, Ungarn - nur um ein paar reizvolle Ziele zu nennen.

Deswegen: Mach einen Versuch, lebe mal ein paar Monate hier, ärgere Dich mal ein wenig über die Bürokratie und schau dann, ob dies wirklich das ist, was Du suchst.
Nikolaus
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Re: Als Deutsche Früh-Rentnerin an den Baikalsee auswandern

Beitrag von Nikolaus »

manuchka hat geschrieben:Nikolaus, in den russischen Gesetzen steht übrigens viel, was gut klingt, aber in der Realität nicht oder nicht so funktioniert...
Gewiss, ueberall in der Welt gibt es in den Gesetzen viele Widersprueche und Auslegungsmoeglichkeiten, die schliesslich auch vielen Anwaelten ein auskoemmliches Leben garantieren. :)
Russland charakterisiert vielleicht eher die Redewendung " Russische Gesetze sind sehr streng, brauchen aber dafuer nicht immer eingehalten zu werden...."

Im Falle der hier interessanten zeitweiligen Aufenthaltsgenehmigung scheint es aber keine besonderen Probleme zu geben, vorausgesetzt die Quoten in der interessierenden Gegend sind nicht sehr knapp, was aber auf die Baikalgegend wohl nicht zutrifft. Da ja ca. 150.000 solche Aufenthaltsgenehmigungen in Russland jaehrlich vergeben werden, hat man sich ja sogar die Muehe gemacht, Verwaltungsvorschriften hierzu zu erarbeiten, das Reglement... Das engt den Spielraum fuer den konkreten Beamten schon etwas ein. .. Natuerlich muss man sein Motiv im Antrag nennen. Dass man nicht arbeiten will, sondern von anderen Einkuenften leben will, koennte sogar foerderlich sein. Wenn einen die unappetitlichen Gesundheitsuntersuchungen in Russland abschrecken, sollte man vielleicht pruefen, ob die nach dem Gesetz vorhandene Moeglichkeit, diese in Deutschland vorzunehmen und den Antrag auf zeitweilige Aufenthaltsgenehmigung im Konsulat abzugeben, insgesamt angenehmer ist.
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