Integration im Schulbetrieb

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manuchka
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Re: Integration im Schulbetrieb

Beitrag von manuchka »

bauplan hat geschrieben:z.B. Ausländer haben eine höhere Kriminalitätsrate.
Stimmte vielleicht mal früher, in einer Statistik, die er uralt aus dem Hut gezaubert hat, ist aber heutzutage vollkommen falsch.
Nö, würde ich so pauschal nicht sagen. Man darf ja nicht nur danach gehen, dass von 100 Straftaten 20% von Ausländern begangen werden und 80% von Einheimischen, sondern man muss auf den Anteil an der Bevölkerung ja auch schauen. Wenn wir von einem Ausländeranteil von 10% ausgehen und beispielhaft mal eine Stadt mit 100.000 Einwohner, dann leben da 10.000 Ausländer und 90.000 Einheimische. Bei 20 Straftaten von Ausländern heißt das, jeder 500. Ausländer begeht eine, während nur jeder 1.125. von den Einheimischen eine begeht.

Außerdem mixen wir jetzt hier zwei Dinge zusammen - Ausländer im juristischen Sinne, also ausländische Staatsangehörige, und Migranten, von denen wir hier geredet haben und die ja durchaus einen deutschen Pass besitzen können. Sobald sie aber einen deutschen Pass haben, sind sie aus der Statistik für Ausländerkriminalität raus.
bauplan hat geschrieben:... weil man aus Statistiken nur subjektive Schlüsse ziehen kann ...
Diese generelle Ansicht teile ich nicht.

Über Sarazzin und sein Buch kann ich allerdings nichts sagen, ich habe es noch nicht gelesen.
Du erntest, was du säst.
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Dietrich
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Re: Integration im Schulbetrieb

Beitrag von Dietrich »

bauplan hat geschrieben:Ich kann mir zwar vorstellen, dass du mit dem Herrn im Geiste verbunden bist.
Schön, wenn man sein Posting gleich SO anfängt....
bauplan hat geschrieben: Aber gerade was den Umgang Statistiken angeht, hat er ja nun mal den denkbar schlechtesten Ruf.
Hast du außer "seinem Ruf" auch noch irgendetwas Greifbares? Irgendeine klar gefälschte Statistik oder einen klaren Verstoß gegen die Logik bei der Auswertung einer solchen?
bauplan hat geschrieben:z.B. Ausländer haben eine höhere Kriminalitätsrate.
...ist keine Statistik, sondern eine Aussage.
bauplan hat geschrieben:Stimmte vielleicht mal früher, in einer Statistik, die er uralt aus dem Hut gezaubert hat, ist aber heutzutage vollkommen falsch.
Dann bring mir bitte im Vergleich dazu mal diese "neuere Statistik".
Er hat KEINE objektiven Schlüsse daraus gezogen. geht auch gar nicht, weil man aus Statistiken nur subjektive Schlüsse ziehen kann,
DAS habe ich aus der Schule aber anders in Erinnerung. Da gab es zumindest Noten Klausuren, die sich mit der Auswertung von Statistiken beschäftigten. Und da konnte man sich nicht mit "ich finde aber".... rausreden.
Natürlich sind nicht alle derartigen Interpretationen dann für immer und alle Zeiten richtig und solche Übertragungen wie die Sache mit den Chinesen und dem Forum kann man nicht machen.
Aber wenn ich eine Statistik habe, in der zu sehen ist, dass 55% Frauen nur 45% Männern gegenüberstehen, dann ist es objektiv so, dass es wohl mehr Frauen als Männer (in der untersuchten Gruppe!) gibt.
erst recht, wenn man nur Statistiken zusammensucht, die einem in den Kram passen. Also vor allem, wie er nicht nach aktuellen Statistiken sucht, sondern immer die aus den Jahren, wo es gerade passt.
Aber dann ist es doch gar kein Problem darauf mit den richtigen, aktuellen und gültigen Statistiken zu antworten. Das ist aber irgendwie nicht geschehen. Es schreien zwar viele "der lügt", aber ihm seine Lügen nachzuweisen, das braucht man scheinbar nicht.

Wo ist SarrazinPlag? Außer Polemik gegen Herr Sarrazin habe ich nicht viel substanzielles gegen seine Auswertungen der Statistiken gelesen.
Und nochmal zum Thema "verbunden im Geiste": Eher nicht. Ich finde es nur unmöglich, wie unsachlich auf sein Buch reagiert wurde.
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Saboteur
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Re: Integration im Schulbetrieb

Beitrag von Saboteur »

Ich habe keine Diskriminierungen geleugnet. Aber nicht alles was du so aufgezählt hattest, sind Diskriminierungen, wenn du Diskriminierung als ein Problem verstehst, das nur "von deutscher Seite" zu lösen ist.
Nein ich meine dass wir, als deitsche Mehrheitsgesellschaft über diese Punkte nachdenken sollen was von UNSERE Seite dafür getan werden soll und kann damit es eben besser wird. Das man eben auch auf die andere Seite gucken muss ist klar... Aber das Fordern reicht eben nicht, wenn man nicht die nötigen Strukturen bzw. das nötige gesellschaftliche Klima anbieten kann.
Was ich damit sagen will.Nicht alles was den Betroffenen irgendwie nicht gefällt, ist auch gleich Diskriminierung.
das stimmt... wurde auch nicht behauptet.
Nicht jedes Vorurteil ist gleich Diskriminierung. Jeder hat seine Vorurteile, aber viele schaffen es trotzdem diese nicht allzu sehr in ihr Handeln einfließen zu lassen. Aber Vorurteile abzubauen, das geht halt nicht nur von einer Seite. Wenn ich mit dem Vorurteil aufräumen möchte, dass man türkischen Halbwüchsigen Abends in der Innenstadt lieber aus dem Weg gehen sollte, dann geht das nicht nur "von deutscher Seite aus".
ja genau! Es geht nicht von einer Seite aus, daher rufe ich dazu auf das "Deutschland" eben auch seine Hausaufgaben machen muss und eben nicht alles okay ist und nur die anderen Schuld sind. So wie es hier angedeutet wurde (nicht von dir). Was viel an den MigrantInnen scheisse finden - ob es wahr ist oder nicht- ist ja nun bekannt. Aber wer hat sich denn schonmal die Meinung der Migranten eingeholt und darüber nachgedacht was die so denken und sagen...
Aber "angepasster" ist doch nichts Schlechtes, oder? Immerhin scheint hier eine gewisse Anpassung nicht zu schaden. Und die kommt doch wohl nicht von "deutscher Seite"?
Naja da gibt es eben andere Probleme. Zum Beispiel gab es in Berlin immer mal wieder auseinandersetzungen von jungen Vietnamesen die sich zu Massenschlägereien verabredet haben und es gibt Berichte, dass die guten Listungen auch durch Gewalt erzwungen werden... ob das so gut ist weiß ich nicht. Ich denke nicht.
Ich lehne nur dieses pauschale "Alle Probleme mit der Migration liegen nur an der Diskriminierung durch die bösen Deutschen, die zum Großteil alles Nazis sind" ab.
Ja das stimmt aber wo wurden denn in diesem Thread solche Aussagen getroffen? Mir ging und geht es eben um die deutsche Seite und die deutsche Perpektive... sozusagen und eben NICHT um relativierung durch Fingerzeig auf andere wie oft im Fall Russland --> USA.
Aber das einige Gruppen von Migranten mehr Probleme als andere haben, das liegt eben nicht nur an den Deutschen, sondern zum Teil eben auch an den entsprechenden Gruppen selbst.
Ich denke eher es ist eine Frage der Bildung und der sozialen Schicht und nicht der Ethnie
Da werde ich jetzt kein Buch darüber schreiben wollen. Aber ich hoffe ich habe die Richtung klar gemacht, in die meine Gedanken gehen.
ja schon, aber es leuchtet mir nicht sooo richtig ein...
Gegen die Vorurteile dieser Leute ist schwer anzukommen. Weder "von deutscher" noch von "jüdischer Seite".
ja genau, das ist sehr schwer und meiner Meinung nach von viel schwerer von jüdischer Seite, da das Problem die deutsche Gesellschaft hat und verursacht und eben nicht die betreffende Gruppe wo Juden hier als Beipiel gelten.
aber was ist mit dem Rest? Sind das alles pauschal Antisemiten? Sind das nicht vielleicht auch Leute, die mal irgendwas z.B. über den Zentralrat der Juden gelesen haben, mit dem sie nicht einverstanden waren? Hast du nicht vielleicht auch schon mal gedacht "die Reaktion war vielleicht schon fast übertrieben", wenn der ZdJ sich über irgendetwas gleich tierisch aufgeregt hat, obwohl man es auch anders sehen könnte?

Bei dir (oder auch bei mir) reicht das dann nicht gleich zu der obigen Aussage, dass sie "zuviel Einfluss haben". Aber manche sind eben weniger informiert, impulsiver oder einfach weniger tolerant. Und die stimmen dann einer solchen These eben "eher zu".
Ja und da sind wir wieder das eben kollektivhaft einsetzt... ich denke aber das wir uns im Grunde einig sind dass das Mist ist und über die Ursachen müssen wir hier nicht unbedingt reden... Ich dnek ejdnfall nicht das man sich nach unten orientieren sollte...
Das Beispiel ist jetzt vielleicht nicht soo glücklich, aber auch hier könnte der ZdJ durch ein manchmal etwas anderes Auftreten versuchen, aus diesen 16,6% vielleicht nur 10 oder 6 % zu machen.
Finde ich eben nicht.Ich denke man muss (in diesem konkreten Beispiel) halt den ZdJ und Juden voneinander trennen, genauso wie ich eben meine Meinung über Katholiken nicht über das Auftreten des Papstes bilde und so weiter... nur sind die Leute dazu scheinbar zu blöd bzw., zu bequem...
Wenn Herr Sarrazin ein Buch schreibt in dem er Statistiken auswertet und daraus zum großen teil objektive Schlüsse zieht, dann ist das keine Diskriminierung.
es sei denn er selektiert die Statistiken und zieht falsche Schlüsse...
Ich finde es nur unmöglich, wie unsachlich auf sein Buch reagiert wurde.
Da teile ich deine Meinung, das war ziemlich daneben. Denn anstatt zu schreien und zu ignorieren hätte man ihn und seinen Dreck auch auflaufen lassen können und sich damit sachlich auseinandersetzen können. Da gibt es aber scheinbar kein politisches Interesse oder keinen Willen genauso wie auf zunehmende NPD WählerInnen praktisch nicht reagiert wird. Das zeigt mal wieder wie peinlich, ideenlos und stumpf unsere PolitikerInnen auf solche Dinge reagieren...
Außer Polemik gegen Herr Sarrazin habe ich nicht viel substanzielles gegen seine Auswertungen der Statistiken gelesen.
Im Internet gibt es neben Polemik einen Haufen Seiten und Artikel die Sarazzin wiederlegen bzw. entlarven.

Zum Beispiel das hier:

http://www.focus.de/politik/deutschland ... 47924.html
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1359391/
http://www.handelsblatt.com/politik/deu ... 528018=all

Da ich denke, dass dich das Thema wirklich interssiert möchte ich dir noch folgenden "substanziellen" Link geben:

Sarrazins Thesen auf dem Prüfstand: Ein empirischer Gegenentwurf zentraler Thesen Thilo Sarrazins mit Bezug auf Muslime in Deutschland

entstanden aus dem Projekt "Hybride europäisch-muslimische Identitätsmodelle"der HU Berlin.

Auszug aus dem Vorwort:

Das durch die Sarrazin-Debatte stark defizitär geprägte öffentliche Bild „der
Muslime“ in Deutschland entspricht nicht dem Sachstand der tatsächlich messbaren
Integrationserfolge, wie sie von namhaften Forschungseinrichtungen und
Marktforschungsinstituten erhoben und erforscht werden. Deren wissenschaftliche
Analyse ist leider im politischen Diskurs dem Bauchgefühl einer meinungsbildenden
Mehrheit unterlegen. Gegenläufige Trends und Ergebnisse, die von der Wissenschaft
gemessen werden, verschärfen eher das Misstrauen gegenüber der Forschung, als
dass sie zu einem Stimmungswechsel innerhalb der Gesellschaft führen.


PS: dieser Thread ist meiner Meinung nach übrigens bisher durch einen netten meist sachlichen Meinungsaustausch geprägt. Wäre schön wenn das auch so bleiben könnte und es nicht auch nicht in diesem Thread zu überflüssigen Unterstellungen und Manipulationsversuchen kommt, wie es sich in Bauplans Thread abzeichnet...
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Dietrich
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Re: Integration im Schulbetrieb

Beitrag von Dietrich »

In den meisten Punkten sind wir ja so weit gar nicht voneinander entfernt.....
Ich empfinde es eben nur als sehr hinderlich, wenn man über das Thema "was können wir tun" quasi sprechen muss (was nicht falsch ist), man sich aber beim Thema "Was müssen die Anderen tun" in ein unheimliches, künstlich aufgebautes Minenfeld begibt. Da kann man noch so konstruktiv und gemäßigt über das Thema sprechen wollen, es wird sofort die Nazikeule demonstrativ auf dem Tisch ausgelegt und wenn man hinter jeder Erwähung des Wort "Migranten" nicht sofort ein "(natürlich nicht alle)" anfügt, dann ist man sofort ein potentieller Rassist und ist den Rest der Zeit gezwungen, sich dieser Titulierung zu erwehren., was natürlich die eigentliche Diskussion über das Thema dann (gewollt) unmöglich macht.

Thema Sarrazin:
Saboteur hat geschrieben: Im Internet gibt es neben Polemik einen Haufen Seiten und Artikel die Sarazzin wiederlegen bzw. entlarven.
Zum Beispiel das hier:
http://www.focus.de/politik/deutschland ... 47924.html
Ich werde mich jetzt nicht mit z.B. dem Focus-Artikel im Detail befassen, aber die meiste Kritik kann man zusammenfassen mit "Rei formell hat er erstmal nicht Unrecht, aber so darf man das nicht sehen, weil es ja in Zukunft gar nicht so (weiter) laufen wird". Oder es werden gleich ausgewählte Statistiken angeführt, die aber so nicht 100% zur Aussage Sarrazins passen.
Als Beispiel eine der Aufreger-Aussagen:
„Muslime in Deutschland haben unterdurchschnittliche Erfolge im Bildungswesen.“
Ich habe jetzt die Statistik nicht parat, die er dafür angeführt hatte, die wird aber natürlich auch im Focus nicht erwähnt.
Die Argumentation im Focus läuft auf jeden Fall folgendermaßen:
Laut dem aktuellen Integrationsbericht verlassen 13,3 Prozent der 15- bis 19-jährigen Migrantenkinder die Schule ohne Abschluss. Bei deutschen Kindern liegt der Anteil bei sieben Prozent. Wenn man die Zahl der Abiturienten betrachtet, drehen sich diese Zahlen aber um: Laut Statistischem Bundesamt haben 21 Prozent der Bürger mit Migrationshintergrund Abitur. Nicht-Migranten kommen auf 18 Prozent.
Wieso argumentiert der Focus hier mit Migranten allgemein? Sarrazin sprach von Muslimen. "Migranten" sind aber erstmal alle. Also auch jede Menge Nicht-muslime. Was soll diese Ungenauigkeit in der angeblichen Widerlegung der Aussage Sarrazins?
Weiter geht es dann
Gerade bei Zuwanderern aus dem Iran oder dem Irak ist diese Quote besonders hoch. Muslimische Zuwanderer können daher also nicht ohne Weiteres als bildungsfern bezeichnet werden.
Ahja... Iran und Irak.....
Und? Was sagt uns das? Das es eben muslimische Länder gibt, bei denen die Abiturquote besonders hoch ist. Sagt das was über den Durchschnitt aus? Noe. Sind iranische und irakische Migranten die Mehrzahl der muslimischen Migranten? Wohl kaum.

HIER wird nämlich lustig hin- und hergesprungen in der Auswahl der Satistiken. Und das soll beweisen, dass Herr Sarrazin unsauber gearbeitet hat?

Analog sei die Aussage mal: Hausfrauen fahren besonders schlecht Auto. (Nicht hyperventilieren... ist nur ein Beispiel!)
Angebliche Gegenargumentation (auch nur ein Beispiel!):
Ja, unter Frauen (man beachte: Frauen, nicht Hausfrauen!) ist die Quote der Unfallverursacher höher als bei Männern. Aber andererseits auch die Quote derer, die bereits mehr als 25 Jahre unfallfrei fahren.
Ausserdem fahren "Hausfrauen mit 3 Kindern" (diesmal eine Einschränkung der betrachteten Gruppe, wie beim Focus) im Durchschnitt besser als Männer.
Da ich denke, dass dich das Thema wirklich interssiert möchte ich dir noch folgenden "substanziellen" Link geben:
Sarrazins Thesen auf dem Prüfstand: Ein empirischer Gegenentwurf zentraler Thesen Thilo Sarrazins mit Bezug auf Muslime in Deutschland
Werde ich mir mal zu Gemüte führen.... wenn ich gerade etwas mehr Zeit habe...
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Re: Integration im Schulbetrieb

Beitrag von Saboteur »

In den meisten Punkten sind wir ja so weit gar nicht voneinander entfernt.....
das denke ich auch...
Ich empfinde es eben nur als sehr hinderlich, wenn man über das Thema "was können wir tun" quasi sprechen muss (was nicht falsch ist), man sich aber beim Thema "Was müssen die Anderen tun" in ein unheimliches, künstlich aufgebautes Minenfeld begibt. Da kann man noch so konstruktiv und gemäßigt über das Thema sprechen wollen, es wird sofort die Nazikeule demonstrativ auf dem Tisch ausgelegt
ja aber das wurde hier nicht gemacht und ich kann nichtg erkennen wann und wo man nicht so darüber sprechen kann wie von dir gefordert.

und wenn man hinter jeder Erwähung des Wort "Migranten" nicht sofort ein "(natürlich nicht alle)" anfügt, dann ist man sofort ein potentieller Rassist und ist den Rest der Zeit gezwungen, sich dieser Titulierung zu erwehren., was natürlich die eigentliche Diskussion über das Thema dann (gewollt) unmöglich macht.
ja ist man auch...zumindest hört es sich so an. und das ist der springende Punkt warum man sich eben überlegen sollte was man wie sagt bzw. sensibel mit Sprache umgehen. Ist ja garnicht so schwer...
...aber die meiste Kritik kann man zusammenfassen mit "Rein formell hat er erstmal nicht Unrecht, aber so darf man das nicht sehen, weil es ja in Zukunft gar nicht so (weiter) laufen wird". Oder es werden gleich ausgewählte Statistiken angeführt, die aber so nicht 100% zur Aussage Sarrazins passen.
kann ich nicht sagen, da ich die 3 Seiten nicht kompellt geprüft und verglichen habe, sondern sie besipielhaft angeführt habe.
„Muslime in Deutschland haben unterdurchschnittliche Erfolge im Bildungswesen.“
Ich habe jetzt die Statistik nicht parat, die er dafür angeführt hatte, die wird aber natürlich auch im Focus nicht erwähnt
.

das ist eben ein Vorwurf der Humboldt Gruppe, dass er sich sich hierbei u.a. auf eigene Berechnungen und den Mikrozensus 2007 des Statistischen Bundesamtes, der keine Daten zur Religiosität erhebt, beruft...
Und? Was sagt uns das? Das es eben muslimische Länder gibt, bei denen die Abiturquote besonders hoch ist. Sagt das was über den Durchschnitt aus?
Ich denke dass eine verallgemeinernde abwertende Aussage nichts bringt und vor allem die Debatte um diese Fragen nicht weiterbringt. Und das hat Herr S. getan, diese Aussagen sind bei näherer Betrachtung aber nicht haltbar ist und Migranten sind auch keine homogene Gruppe. Da stellt sich mir eben die Frage wen will er mit dieser Aussage erreichen und was will er damit sagen? Werden dadurch Vorurteile geschürt, abgebaut, oder werden Vorurteile zerlegt und deren Wahrheitsgehalt geprüft. Da wird eben schnell klar in welche Richtung das Buch geht und ich stelle mir die Frage ob Herr S. Statistiken gesucht hat um seine Thesen zu belegen oder ob andersrum...
Werde ich mir mal zu Gemüte führen.... wenn ich gerade etwas mehr Zeit habe...
ja mach das! Nebenbei bemerkt läuft grade ein Film darüber in der ARD mediathek, den ich noch nciht gesehen habe, mir aber ansehen will.

http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/ ... Id=9223722
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Re: Integration im Schulbetrieb

Beitrag von Dietrich »

Saboteur hat geschrieben:ja aber das wurde hier nicht gemacht und ich kann nichtg erkennen wann und wo man nicht so darüber sprechen kann wie von dir gefordert.
Das war ja auch kein Vorwurf direkt an dich, sondern allgemein ein die Art und Weise, wie solche Diskussionen geführt werden. Und diese pauschale "Verteufelung" Sarrazins gehört mit dazu. Wenn man sagt (oder schreibt), dass man die Dinge die Sarrazin in seinem Buch geschrieben hat nicht pauschal als Müll oder Dreck bezeichnet, dann steht man gleich in der rechten Ecke und ist ein "Bruder in Geiste", was immer DAS auch heissen soll. Auf jeden Fall wohl kaum, dass man weiterhin in dieser Sache als gleichberechtigter Diskussionspartner zählt, dann man ist ja "irgendwie verblendet", weil man nicht gleich gesehen hat, dass es sich nur um Dreck handelt....
Saboteur hat geschrieben:Da wird eben schnell klar in welche Richtung das Buch geht und ich stelle mir die Frage ob Herr S. Statistiken gesucht hat um seine Thesen zu belegen oder ob andersrum...
Aber da drehen wir uns doch im Kreis... entweder es gibt solche Statistiken, dann muss man sie auch auswerten und darüber sprechen dürfen, oder es gibt sie nicht.
Alles andere ist Unterstellung und ein Sprechverbot unter dem Motto "Das nicht sein kann, was nicht sein darf".
Heute abend mal anschauen....

Und da ich immer noch keine neuer Statistik gefunden habe, die Sarrazin bezüglich muslimisch und Bildung direkt widerspricht, hier nochmal was zum Lesen. Auch wenn die Zahlen teilweise schon von 2005 oder 2006 sind:
http://library.fes.de/pdf-files/akademi ... /04705.pdf
Man schaue sich besonders die Tabelle auf Seite 12 an.
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Re: Integration im Schulbetrieb

Beitrag von GIN »

pippie hat geschrieben:
J.Eckel hat geschrieben: 1. Schlechte Ausbildung, weil kein Elternhaus und Co = sehr schlechter oder sogar kein Lohn und somit höchstens die Mehrwertsteuer.
2. Gute Ausbildung, weil gutes Elternhaus = guter Lohn und Steuerzahlen
Das ist so richtig , wie falsch. Hast du mal darüber nachgedacht, dass es auch eine Menge Leute in Deutschland gibt, die trotz guter Ausbildung auf staatliche Leistungen angewiesen sind? Und nun?
Laut Wirtschaftsweisen im TV habe ich mal mitbekommen das die meisten Löhne in Deutschland wegen der hohen Produktivität um 1/3 unterbezahlt sind.
Eine gesunde Entwicklung sei das nicht, der Konsum würde dafür abgeschwächt. Ich hoffe die Firmen und Gewerkschaften folgen dem und passen die Löhne an. Der Missstand ist mir übrigens bekannt, mir wurde nach dem Studium auch einmal ein Lohn vorgeschlagen der unter dem war, das ich als 18 jähriger in der Tüte hatte.
Ich bin ja ins Ausland gegangen, konnte etwas höheres nicht durchsetzen, leider.
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Re: Integration im Schulbetrieb

Beitrag von GIN »

Dietrich hat geschrieben:
Saboteur hat geschrieben:ja aber das wurde hier nicht gemacht und ich kann nichtg erkennen wann und wo man nicht so darüber sprechen kann wie von dir gefordert.
Das war ja auch kein Vorwurf direkt an dich, sondern allgemein ein die Art und Weise, wie solche Diskussionen geführt werden. Und diese pauschale "Verteufelung" Sarrazins gehört mit dazu. Wenn man sagt (oder schreibt), dass man die Dinge die Sarrazin in seinem Buch geschrieben hat nicht pauschal als Müll oder Dreck bezeichnet, dann steht man gleich in der rechten Ecke und ist ein "Bruder in Geiste", was immer DAS auch heissen soll. Auf jeden Fall wohl kaum, dass man weiterhin in dieser Sache als gleichberechtigter Diskussionspartner zählt, dann man ist ja "irgendwie verblendet", weil man nicht gleich gesehen hat, dass es sich nur um Dreck handelt....
Saboteur hat geschrieben:Da wird eben schnell klar in welche Richtung das Buch geht und ich stelle mir die Frage ob Herr S. Statistiken gesucht hat um seine Thesen zu belegen oder ob andersrum...
Aber da drehen wir uns doch im Kreis... entweder es gibt solche Statistiken, dann muss man sie auch auswerten und darüber sprechen dürfen, oder es gibt sie nicht.
Alles andere ist Unterstellung und ein Sprechverbot unter dem Motto "Das nicht sein kann, was nicht sein darf".
Heute abend mal anschauen....

Und da ich immer noch keine neuer Statistik gefunden habe, die Sarrazin bezüglich muslimisch und Bildung direkt widerspricht, hier nochmal was zum Lesen. Auch wenn die Zahlen teilweise schon von 2005 oder 2006 sind:
http://library.fes.de/pdf-files/akademi ... /04705.pdf
Man schaue sich besonders die Tabelle auf Seite 12 an.
Mich nervt bei Herrn Sarazzin seine genetische Keule. Aus eigener Erfahrung kenne ich den Nahen Osten sehr gut, dort gibt es eine breite Schicht an gebildeten Menschen die eben nicht nach Deutschland ausgewandert sind. Es ist sogar im Libanon kein Geheimnis das die "Faulen" nach Deutschland und Schweden gehen, die "Schlauen" gehen nach Australien und die Arbeitssüchtigen nach Amerika.
Das heutige Strassenbild Deutschlands ist die Folge von einer verfehlten Ansiedlungspolitik nebst anderen von mir beschriebenen Folgen.
So wie hier in Russland, da kenne ich auch genug Firmen die statt Technik einfach 20 Tadschiken aufkauft, oft mit der Begründung "Technik muss du zahlen, Tadschiken zur Not nicht". Ob das eine für das Gemeinwesen gesunde Entwicklung ist? das bezweifele ich.
In der heutigen Zeit ist nur ein Staat erfolgreich der seine Talente fördert und Innovationen zu marktfähigen Produkten wandelt.
Das klassische Kapitalismus hier in Russland ist einfach ein auslaufendes Model, eine Bank gibt Kapital, der Handwerker wird zum Fabrikanten und nicht einmal das klappt immer.
Diese Nudel ist so alt, das sie schon lange eine grüne Farbe bekommen hat und das H2S austritt.

Also, ein lebenswerter Kapitalismus ist doch eine Firma die dem Gemeinwesen, dem Kunden, den Investoren und seinen Angestellten sowie der Bank dient. Alles andere ist am Aussterben, wir sehen ja die ekelhaften Folgen von ungezügeltem Kapitalismus in jedem Teil der Welt.
Hier hat Deutschland einfach sich treiben lassen, die Zeichen der Zeit nicht erkannt und der Krieg um die Talente ist auch nicht wirklich gut gelaufen.
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Re: Integration im Schulbetrieb

Beitrag von Dietrich »

J.Eckel hat geschrieben:Es ist sogar im Libanon kein Geheimnis das die "Faulen" nach Deutschland und Schweden gehen, die "Schlauen" gehen nach Australien und die Arbeitssüchtigen nach Amerika.
Aber allein DAS darf man doch schon so nicht sagen..... Bzw. (noch schlimmer!) sogar noch versuchen, daran etwas zu ändern...
J.Eckel hat geschrieben:Das heutige Strassenbild Deutschlands ist die Folge von einer verfehlten Ansiedlungspolitik nebst anderen von mir beschriebenen Folgen.[...]Hier hat Deutschland einfach sich treiben lassen, die Zeichen der Zeit nicht erkannt und der Krieg um die Talente ist auch nicht wirklich gut gelaufen.
100% Zustimmung.
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Re: Integration im Schulbetrieb

Beitrag von Saboteur »

.... dann steht man gleich in der rechten Ecke und ist ein "Bruder in Geiste", was immer DAS auch heissen soll. Auf jeden Fall wohl kaum, dass man weiterhin in dieser Sache als gleichberechtigter Diskussionspartner zählt, dann man ist ja "irgendwie verblendet", weil man nicht gleich gesehen hat, dass es sich nur um Dreck handelt....
das hast du doch mehr Projetion/Interpretation als Realität oder ist ein schräger Post nun so repräsentativ? Ich denke diese Diskussion zeitg doch, dass man halt drüber sprechen kann.

Aber da drehen wir uns doch im Kreis... entweder es gibt solche Statistiken, dann muss man sie auch auswerten und darüber sprechen dürfen, oder es gibt sie nicht. Alles andere ist Unterstellung und ein Sprechverbot unter dem Motto "Das nicht sein kann, was nicht sein darf".
darüber kann man sich eben streiten und meiner Meinung nach bringt es uns als Gesellschaft eben nicht weiter ein pauschales Bild zu zeichnen welches bei genauerem hinsehen doch anders aussieht. Die Fehler die in der Vergangeheit gemacht wurden kann man nicht mehr rückgängig machen, aber diese Fehler zu wiederholen bringt ja auch nix. Naja aber wie gesagt, so entfernt sind unsere Positionen scheinbar nicht....

Der Mediathekfilm der ARD ist übrigens recht interessant...
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