Tote in Slavyansk

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klaupe
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Re: Tote in Slavyansk

Beitrag von klaupe »

_RGP_ hat geschrieben:Gestern wurde mehrfach berichtet, ukrainische Polizisten hätten in Slavyansk die besetzten Gebäude zurückerobert, die Barrikaen seine mit Panzern beschossen worden, es habe mehrere Tote, auch Zivilisten, gegeben, die ganze Innenstadt sei Kampfgebiet, in dem sich keiner mehr auf die Straße traue, russische Soldaten seien auf Seiten der Besetzer...
Das habe ich anders verstanden.
Danach würde die Räumung der besetzten Gebäude angekündigt. Aus dem Ablauf des Ultimatums war ja mit staatlicher Gewalt zu rechnen. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, in den Häusern zu bleiben und nicht an Fenster zu gehen.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.
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Zejtnot
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Re: Tote in Slavyansk

Beitrag von Zejtnot »

Was mich ärgert, ist die Darstellung: "Putins Bewaffnete" und so weiter.

Im Moment sehe ich (zum Glück) keinerlei echte Aktionen Russlands. Keine Aufnahmeversprechen, keine Besuche, keine Gesetzesinitiativen, etc. Nicht einmal von der LDPR. Die Typen auf den Barrikaden scheinen wie eine Kopie vom Euromaidan - ganz anders als die Krim-Beschützer vor einigen Wochen.

Insofern scheint mir da eher ein Machtspiel der ukrainischen Oligarchen abzulaufen. Wer sichert sich wie viele Freiheiten, bevor mit der Wahl Tatsachen geschaffen werden.

Und ich mag mich täuschen ... aber Russland hat doch kein wirkliches Interesse an so einem Pulverfass, wie den Donbass. Von der Kostenfrage ganz abgesehen ...
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klaupe
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Re: Tote in Slavyansk

Beitrag von klaupe »

Zejtnot hat geschrieben:Was mich ärgert, ist die Darstellung: "Putins Bewaffnete" und so weiter.
Der Eindruck ist aber weit verbreitet und der bisherige Erfolg war deutlich sichtbar. Laut Putin waren das aber alles Freaks, die sich im Militaria-Shop eingekleidet und ausgerüstet haben. Ein paar wurden ja festgenommen, die hatten sogar im Shop russische Personaldokumente und Wehrpass in originalgetreuer Ausführung gekauft.
Im Moment sehe ich (zum Glück) keinerlei echte Aktionen Russlands. Keine Aufnahmeversprechen, keine Besuche, keine Gesetzesinitiativen, etc. Nicht einmal von der LDPR. Die Typen auf den Barrikaden scheinen wie eine Kopie vom Euromaidan - ganz anders als die Krim-Beschützer vor einigen Wochen.
Es muss ja nicht alles nach dem gleichen Strickmuster ablaufen. Man lernt ja und Erfahrung macht klug.
Insofern scheint mir da eher ein Machtspiel der ukrainischen Oligarchen abzulaufen. Wer sichert sich wie viele Freiheiten, bevor mit der Wahl Tatsachen geschaffen werden.
Möglich wäre das auch, aber ein Risiko. Der Schuss kann schnell nach hinten losgehen und dann werden es russische Oligarchen .... oder .....?
Und ich mag mich täuschen ... aber Russland hat doch kein wirkliches Interesse an so einem Pulverfass, wie den Donbass. Von der Kostenfrage ganz abgesehen ...
Nicht nur Donbass, die Ostukraine ist interessant und ich fürchte , der Nutzen ist höher, als die Kosten. Da war Krim das eindeutig schlechtere Geschäft.

Pulverfass?? Kann sein, aber ist eine Frage des Blickwinkels. Sind die Besetzer wirklich eine so starke und bedeutende Truppe, die lautstark und gewaltbereit den Willen der Volksmasse demonstrieren?
Kann es sein, dass es nur eine Minderheit ist, die viel zu stark beachtet wird, weil sie gerade mal die Situation ausnutzt und spektakuläre Aktionen durchzieht?
Bei den Bildern in den Medien wird es langweilig, denn man sieht immer das Gleiche. Auch wenn man ein Grüppchen von 100 gleich 50 mal zeigt, werden es nicht automatisch zu 5000 Kämpfern.
Wenn es wirklich zur Entscheidung kommt, könnte es eine riesige Blamage werden
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.
_RGP_

Re: Tote in Slavyansk

Beitrag von _RGP_ »

Noch mal dazu:
_RGP_ hat geschrieben:
CSB_Wolf hat geschrieben:
_RGP_ hat geschrieben:
Bei den "Spezialeinheiten" soll es sich zum größten Teil um die neue Nationalgarde handeln.
Das ist doch völliger Unsinn was da immer geschrieben wird, Spezialeinheiten hier und Spezialeinheiten da. Der Aufbau einer Spezialeinheit dauert mit Training u.s.w. mindestens 10 Jahre, allein die Grundausbildung...
"Spezialeinheit im Antiterrorkampf" läßt sich für das Regime in Kiew aber wohl besser verkaufen als "Praviy Sektor Schläger im Dienst der Nationalgarde".

Die Bezeichnung Sonder-/Spezialeinheit für die Truppen, die jetzt in die Ostukraine geschickt werden, scheint sich tatsächlich auf den Auftrag, nicht auf die Ausbildung zu beziehen.

Stimme Rußlands schreibt:
Am Vortag hatte Arsen Awakow, den Vorschlag gemacht, auf Basis von Zivilformationen ein bis zu 12.000 Mann starkes Sondereinheiten-Corps zu bilden. Es soll Waffen und Ausrüstungen bekommen.
Tagesspiegel:
Zuvor hatte das Innenministerium in Kiew 350 Reservisten der neu gegründeten Nationalgarde zum Einsatz in der krisengeschüttelten Ostukraine einberufen. Das Bataillon solle noch am Montag zu „Kontrollaufgaben“ in den Raum Slawjansk verlegt werden.
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CSB_Wolf
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Re: Tote in Slavyansk

Beitrag von CSB_Wolf »

klaupe hat geschrieben:Schöne Worte und Begriffe. Bei uns sägen gerade "Spezialeinheiten" der Stadtverwaltung die überhängenden Äste in den Straßen ab. Imposante Truppe! :lol:
:lol: :lol:
klaupe hat geschrieben:Muss man da gleich an GSG9 oder Ähnliches denken?
Ich vermute mal, dass es ein paar Fallschirmspringer mit militärischer Nahkampfausbildung sind, die bei der Armee oder Polizei freigestellt wurden.
Das sehe ich auch so, wobei die Deutschen Fallschirmjäger immer eine sehr gute Ausbindung hatten.

Gruss
wolf
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Re: Tote in Slavyansk

Beitrag von CSB_Wolf »

Hier ist auch noch eine Spezialeinheit :lol:
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Die warten jetzt auf die Spezialeinheiten der Ukraine :D

Gruss
wolf
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Re: Tote in Slavyansk

Beitrag von Berlino10 »

Man sollte auch daran denken, dass es Tausende übergelaufene Polizisten, Militärs und Berkut in der Ost-Ukraine gibt.
Ich kann mir vorstellen, die bekommen auch ohne Moskau genug Militärische zusammen, Uniformen, Waffen ...

Erschreckend an unserer Berichterstattung finde ich, dass sie sehr unmenschlich ist, im wahrsten Sinne des Wortes.
Wir haben jetzt fast jeden Milizionär, jeden Bewaffneten und Vermummten in der Ost-Ukraine gesehen. Wir wissen, dass sie von Moskau gesteuert und bezahlt sind, dass es gefährliche Terroristen sind.
Auf dem Maidan kennen wir jede Studentin und Oma, haben ihre Bilder gesehen, von ihren Wünschen und Hoffnungen gelesen.
In der Ost-Ukraine gibt es so etwas ja nicht, die Bilder und Videos Zehn-, Hundert-Tausender zivil Protestierender kommen in unseren Medien nicht vor, nur stimmlose Gewalttäter.
Unsere Medien haben uns dieser Tage gelehrt: in der Ost-Ukraine gibt es keine Menschen, mit denen man Em- oder gar Sympathie haben bräuchte.
Kiew darf die Nazi- äh Nationalgarde losschicken. Es werden schon die Richtigen getötet.
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Re: Tote in Slavyansk

Beitrag von klaupe »

CSB_Wolf hat geschrieben:Das sehe ich auch so, wobei die Deutschen Fallschirmjäger immer eine sehr gute Ausbindung hatten.
Ich hoffe mal dass die ukrainische Armee die auch gut ausbildet
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.
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Re: Tote in Slavyansk

Beitrag von klaupe »

CSB_Wolf hat geschrieben:Hier ist auch noch eine Spezialeinheit :lol:
Die warten jetzt auf die Spezialeinheiten der Ukraine :D
Ich hoffe, dass die gründliche Arbeit leisten!
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.
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Re: Tote in Slavyansk

Beitrag von klaupe »

Berlino10 hat geschrieben:In der Ost-Ukraine gibt es so etwas ja nicht, die Bilder und Videos Zehn-, Hundert-Tausender zivil Protestierender kommen in unseren Medien nicht vor, nur stimmlose Gewalttäter.
Ja, sollen die Medien nun durch Wohnblocks streifen, auf den Markt gehen, in den Straßen patrouillieren, Reportage in Fabriken oder Bergwerken machen, nur damit genügend normale Menschen zusammen kommen?
Euromaidan, das war erst mal das Volk, dann kamen die Radikalinskis.
Im Donbass kommt vielleicht das Volk noch hinterher, aber ich glaube eher, dass die andere Sorgen haben, statt Ämter zu besetzen und sich mit "Spezialeinheiten" zu prügeln.
Unsere Medien haben uns dieser Tage gelehrt: in der Ost-Ukraine gibt es keine Menschen, mit denen man Em- oder gar Sympathie haben bräuchte.
Keine Ahnung, welche zweifelhaften Medien Sie konsumieren.
Kiew darf die Nazi- äh Nationalgarde losschicken. Es werden schon die Richtigen getötet.
Geht es noch geschmackloser? [protest]
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.
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