nationalsozialistische Argumentationsmuster?

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Nikolaus
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Re: nationalsozialistische Argumentationsmuster?

Beitrag von Nikolaus »

Berlino10 hat geschrieben:Tut mir leid, aber dein Bild von RUS ist so etwas von Propaganda ... du warst doch in RUS ... das kannst du doch nicht ernsthaft glauben?
Tscha, der jahrzehntelange unkritische Konsum unserer gleichgeschalteten Medien fuehrt eben offenbar bei entsprechender Voreinstellung zu so einer primitiven "gedruckten Schaltung" im Hirn. Der schwarze Kasten reagiert jetzt scheinbar auf ganz beliebige Eingangssignale immer mit der Ausgabe der gleichen Information (Putin ist boese; Russland ist gefaehrlich; Russen sind aggressiv, dumm, faul, falsch, primitiv, rueckstaendig, unterlegen, bildungsunfaehig und -unwillig, ... lala-lala- ...).
Deshalb ignoriere ich schon seit Jahr und Tag in aller Regel, was die "globalen Russlandkenner" hier im Forum so schreiben, zeitweilige Tests zeigten bisher stets unveraendert das gleiche langweilige Resultat.
:)
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Kultgrieche
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Re: nationalsozialistische Argumentationsmuster?

Beitrag von Kultgrieche »

Gunnar hat geschrieben:...die unterstützen extrem rechte Sichtweisen. Blut und Boden, weg mit den Weicheiern, sterben fürs Vaterland, heim ins Reich, Homosexualität ist eine Krankheit, Andersdenkende sind Staatsfeinde, Revisionismus der Geschichte und der Staatsgrenzen, Führerkult USW USW USW
Ich habe selten so einen von der Realität entfernten pauschalierenden Bockmist gelesen. Verzapfe doch mal diesen Standpunkt in Anwesenheit von Russen statt über sie zu schwadronieren, die werden wohl nur mit dem Kopf schütteln. Heim ins Reich, Sterben für's Vaterland und Blut und Boden ist deutsche Eigenproduktions-Scheiße. So einen Germanen-Blödsinn kann man noch nicht mal adäquat ins Russische übersetzen.
"Eines der zentralen Probleme heutzutage ist, dass die Politik so eine Schande ist. Gute Menschen gehen nicht in die Politik." (Donald Trump)
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Dietrich
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Re: nationalsozialistische Argumentationsmuster?

Beitrag von Dietrich »

Berlino10 hat geschrieben:Dietrich? Ich soll ruhig bleiben und ihr trägt weiter den Propaganda-Blödsinn ungefiltert hier rein?
Was bedeutet "ungefiltert"?
Sollte man den Bericht erst zu 100% den eigenen Ansichten anpassen, damit man ihn hier zur Diskussion stellen kann?
Schau dir mal die vielen "witzigen" Bildchen an, die hier teilweise kommentarlos gepostet wurden und dann (auch) bei dir für begeisterte Zustimmung gesorgt haben. Waren die keine Propaganda? Sogar noch von der Sorte, über die man inhaltlich mangels desselben überhaupt nicht urteilen kann und will.

Aber einen derartigen Artikel kann man durchaus zur Diskussion stellen. Genau DAS meinte ich doch mit: Villeicht beschäftigt man sich mal mit den Aussagen um sie danach zu entkräften, wenn man den Artikel für "Dreck" hält.

Es hat niemand behauptet, dass Fleischhauer zu 100% recht hat, aber immerhin sollte man den Bericht ruhig lesen und auch zur Kenntnis nehmen, denn wenn es auch in typischer Fleischhauer-Manier teilweise sehr polemisch überspitzt dargestellt wird, so enthält der Artikel doch einige Dinge, die so ohne Weiteres nicht von der Hand zu weisen sind. (Es sei denn, man wischt ihn mit "ist nur Dreck" einfach zur Seite).

Das ich der Argumentation dort in größeren Teilen zustimme als Du, dass ist wohl so. Das ich Putin bereits im Faschismus angekommen sehe, habe ich nie gesagt und das ist wohl auch nicht so. Das ich da Tendenzen in diese Richtung sehe, will ich aber auch nicht verheimlichen.
Berlino10 hat geschrieben:Was der Westen in der Ukraine unterstützt und verschuldet hat, hat mit Demokratie nichts zu tun, sondern im Gegenteil ist von Gewalt, Unterdrückung, Verfassungsbruch und echtem Faschismus geprägt - Diktatur und Putsch mit Schein-Parlament - und es mündet eben jetzt in Verbrechen gegen das eigene Volk.
Gewalt? Unterdrückung? Die schlimmste Gewalt stoppte in dem Moment, in dem der Oberverbrecher Janukovich das Land verlasse hatte. Es mag auch anschließend noch Dinge gegeben haben, die nicht in Ordnung waren, diese wurden aber nicht aktiv von der ukrainischen Übergangsregierung und erst recht nicht vom Westen betrieben oder unterstützt.

Erklär mir mal bitte, wieso der Faschismus hier "echt" war, bei Putin aber nur die Erwähnung des Begriffes verboten sein soll? Außer vielleicht, dass die russichen Nationalisten in Moskau/der Ostukraine andere "Zeichen" nutzen als einige ewig gestrige Nationalisten in der West-Ukraine.
Berlino10 hat geschrieben:wenn Fleischauer dümmlichen Deutschen und RUS-Hassern das versucht einzureden ... eine Sache
wenn das aber hier versucht wird, am Leben zu halten, von Leuten, die RUS eigentlich besser kennen müssten,
dann werde ich sauer
Ohne dieses "dümmlich" geht es nicht... oder? Wenn du meinst du seist irgendwie intelligenter als ich... deine Sache. Aber es sollte doch nicht Teil eines Forums sein, wer wem noch mehr Dummheit vorwerfen kann, oder?
Mir würde da in Bezug auf Dich auch etliches einfallen. Gehört hier aber nicht hin und sollte deshalb vermieden werden.
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Dietrich
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Re: nationalsozialistische Argumentationsmuster?

Beitrag von Dietrich »

Berlino10 hat geschrieben:Tut mir leid, aber dein Bild von RUS ist so etwas von Propaganda ... du warst doch in RUS ... das kannst du doch nicht ernsthaft glauben?
Wieso muss man eigentlich in RUS leben um RUS beurteilen zu können?
Würdest du mir/uns die Beurteilung der deutschen Politik dann auch exklusiv zugestehen?

Ich habe 6 Jahre (2003 - 2009) ununterbrochen in RUS unter Russen (nicht wie ein Expat) gelebt und gearbeitet. 6 Jahre in denen sich politisch viel geändert hat. Und auch in den darauf folgenden 5 Jahren (in denen sich dann noch viel mehr geändert hat) habe ich mich intensiv mit den Vorgängen in Russland beschäftigt. Tu also bitte nicht so, als hätte ich zum Beginn der Ukrainekrise erst mal nachschlagen müssen, wo RUS überhaupt liegt.....

Ich habe eine russische Frau zuhause, an der ich zur Zeit recht intensiv "erleben" kann, wie die russische Propaganda auf die Menschen wirkt. Da wird nicht mehr mit dem Kopf, sondern nur noch mit dem (russischen) Herzen "gedacht"..... Die Ukrainer sind etweder Pro-Russisch oder eben Faschisten. Die Ukrainer die näher an die EU wollen, "sollen eben rübergehen" und der Wieder-Anbindung von russischem Grund und Boden nicht im Wege stehen. "Die Ukraine war immer russisch und muss es wieder werden".

Würde man in Deutschland ähnliches über gewisse Gebiete in Polen sagen, wäre man übrigens gleich ein Faschist!
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klaupe
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Re: nationalsozialistische Argumentationsmuster?

Beitrag von klaupe »

Dietrich hat geschrieben:Würde man in Deutschland ähnliches über gewisse Gebiete in Polen sagen, wäre man übrigens gleich ein Faschist!
Das ist ja was total anderes, die Polen wurden ja auch früher nicht von Tataren und sonstigen unwerten Steppenvölkern besiedelt, und ihr Lebensraum wurde auch nicht von Russen befreit und zivilisiert (vergessen wir mal 1945 dabei).
Man muss sich eigentlich schon genau den richtigen Zeitabschnitt in der Geschichte der Menschheit aussuchen.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.
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Re: nationalsozialistische Argumentationsmuster?

Beitrag von Gunnar »

Berlino10 hat geschrieben: Tut mir leid, aber dein Bild von RUS ist so etwas von Propaganda ... du warst doch in RUS ... das kannst du doch nicht ernsthaft glauben?
Willst Du es nicht verstehen? Ich rede hier nicht von den russischen Bürgern, von Deiner Freundin, meiner Frau, deren Elten usw., ich rede von der russischen Führung und deren Politik. Die ist mE chauvinistisch und das läßt sich aus dem Ausland vermutlich besser erkennen als wenn man in Russland drin sitz, denn dort will man seinen Mitmenschen nicht zu nahe treten weil man weiß, wie empfindlich sie auf Kritik an ihrem Land reagieren, mögen sie kürzlich selbst noch so daher darüber geschimpft haben. Ich hab das Glück dass sich meine Frau von der jüngsten russischen Hysterie im Zusammenhang mit der Ukraine nicht anstecken läßt und einfach nur mit dem Kopf schüttelt. Da gibts bei uns zu Hause keine Grabenkämpfe wie offensichtlich bei einigen von Euch. Mein Beileid, aber nationale Verblendung darf man eigentlich kaum stillschweigend akzeptieren, schon gar nicht als Deutscher, auch wenn es in der eigenen Familie passiert. Meine Meinung.
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Sibirier
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Re: nationalsozialistische Argumentationsmuster?

Beitrag von Sibirier »

Ich glaube Deine Frau ist einfach schon zu lange in DE...

Es gibt jedenfalls schon einige, die die heuchlerische Presse und Politik in DE nicht mehr glauben koennnen. Ebenso wenig glauben wir der russ. Presse. Man muss einfach den Mittelweg finden....
Ha, Waschmaschine verarscht. Socken einzeln gewaschen....
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klaupe
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Re: nationalsozialistische Argumentationsmuster?

Beitrag von klaupe »

Gunnar hat geschrieben:Willst Du es nicht verstehen?
Es ist das erfolgreiche Konzept totalitärer Staaten, den Informationsfluss so geschickt zu steuern, dass der geistige Horizont den Vorgaben entspricht.
Ich rede hier nicht von den russischen Bürgern, von Deiner Freundin, meiner Frau, deren Elten usw., ich rede von der russischen Führung und deren Politik. Die ist mE chauvinistisch ....
Der linientreue Bürger fühlt sich aber persönlich angegriffen, wenn der Herrscherriege die begeisterte Zustimmung verweigert wird. Schon Zweifel oder gar Kritik am Führer sind eine Beleidigung des ganzen Volkes
... einfach nur mit dem Kopf schüttelt. Da gibts bei uns zu Hause keine Grabenkämpfe wie offensichtlich bei einigen von Euch. Mein Beileid, aber nationale Verblendung darf man eigentlich kaum stillschweigend akzeptieren, schon gar nicht als Deutscher, auch wenn es in der eigenen Familie passiert.
Meine russische Frau entschuldigt sich inzwischen bei meinen ukrainischen Freunden für ihre ex-Landsleute
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.
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Re: nationalsozialistische Argumentationsmuster?

Beitrag von Berlino10 »

Dietrich hat geschrieben: Gewalt? Unterdrückung? Die schlimmste Gewalt stoppte in dem Moment, in dem der Oberverbrecher Janukovich das Land verlasse hatte. Es mag auch anschließend noch Dinge gegeben haben, die nicht in Ordnung waren, diese wurden aber nicht aktiv von der ukrainischen Übergangsregierung und erst recht nicht vom Westen betrieben oder unterstützt.
Bilder die uns unsere Medien nicht zeigen:
pro-russische Terroristen wollen Panzer der regulären Armee stoppen

Bild

Die Regierung hat einfach keinerlei Rechte, die Opposition und das halbe Volk zu unterdrücken.

Der Westen stützt diese pro-westliche Regierung und all ihre Verbrechen/r
er ist mit verantwortlich, konnte und kann er alles beeinflussen

* Destabilisierung der Regierung, Finanzierung und Ausbildung der Opposition

* Assoziierungsabkommen mit weitreichender militärischer Kooperation und Abdrängung RUS

* Ab 21.2 keine westlichen Ermahnungen an Kiew, die Friedensvereinbarungen möglichst einzuhalten, von mir aus auch ohne Janukowitsch

* Die Anerkennung der Neuen Regierung hätte nicht ohne Bedingungen (Friedensvereinbarungen) erfolgen dürfen

* Die Faschisten hätten nicht geduldet, sondern ferngehalten und entwaffnet werden müssen

* Internationale Untersuchungen zu den Maidan-Vorfällen

* Die Verfolgung der Opposition und der Militäreinsatz im Osten sind nicht zu dulden ...

* Einen runden Tisch mit der Ost-Ukraine ...
Gunnar
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Re: nationalsozialistische Argumentationsmuster?

Beitrag von Gunnar »

Die Situation müßte aller aller schleunigst durch eine Blauhelmmission eingedämmt werden. Die Blauhelme können dann gleich bis zu den Wahlen am 25.05. vor Ort bleiben und selbige an Brennpunkten sichern. Am besten eine Blauhlemtruppe bestehend aus NATO und Russischen Soldaten. In besseren Zeiten haben die doch immerhin auch mal zusammen Manöver gemacht und geübt. DAS wäre mal eine Deeskalationsmaßnahme.

Zur Erinnerung: Turtschinow hat bereits am 14.04. ausdrücklich um eine solche Mission für sein Land gebeten. Russland hat dies bisher verweigert.
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