Ossis und Wessis: Hängt die Sicht auf Putin davon ab?

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Berlino10
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Re: Ossis und Wessis: Hängt die Sicht auf Putin davon ab?

Beitrag von Berlino10 »

Fingerspitzengefühl :lol:
" lautstarke Totalverteidiger der Putin Linie "
Ach Sweety, ... mit Vernunft hast du es noch nie ...

Wer die westliche Hetze gegen RUS und die eigenen westlichen imperialistischen Verstöße kritisiert,
(bei deren Rechtfertigung du kleinlaut aufgeben musstest)
wird von Leuten wie Dir oder Gunnar zum " lautstarken Totalverteidiger der Putin Linie " gemacht.

Das ist kein Fingerspitzengefühl, das ist schlicht Lüge.
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Wladimir30
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Re: Ossis und Wessis: Hängt die Sicht auf Putin davon ab?

Beitrag von Wladimir30 »

Schade, sehr schade, ich hatte gehofft, daß eine normale Diskussion wenigstens anfängt. Aber schon auf der ersten Seite sofort Gefetze und persönliche Anschuldigungen, die mit dem Thema nix, aber auch gar nix zu tun haben.
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Zejtnot
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Re: Ossis und Wessis: Hängt die Sicht auf Putin davon ab?

Beitrag von Zejtnot »

Also ich versuche mal eine Deutung: Ich wurde in der DDR sozialisiert, bis zum 12. Geburtstag. Ich habe vorrangig die positiven Vorteile der DDR wahrgenommen, für die Einschränkungen war ich zu jung. Mich stören aber massiv die derzeitigen Einschätzungen, welche die DDR auf ein Unrechtsregime reduzieren.

Nun gehen wir einen Schritt weiter: Der gewöhnliche Wessi kennt aus Funk und Fernsehen vor allem diese reduzierte Sicht auf die DDR. Alles war schlecht, alles war verfallen, für ein falsches Wort landetest Du in Bautzen (berüchtigter Stasi-Knast). Der gewöhnliche Ossi weiß, dass die Realität wesentlich vielschichtiger war und man auch in der DDR sehr gut leben konnte.

Wenn nun ein Westdeutscher hört, die Krim ist wieder russisch - so läuft das Kopfkino. Unterdrückung, Regime, böse. Wenn ein Ostdeutscher hört, die Krim ist wieder russisch - so wundert er sich, aber hat nicht diese von Grund auf negative Meinung. Er nimmt erst einmal nicht per se an, dass dies schlimm sein muss! Er ist bereit zu hinterfragen, ob die Krim sich vielleicht wirklich freiwillig dafür entschieden hat.
Gunnar
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Re: Ossis und Wessis: Hängt die Sicht auf Putin davon ab?

Beitrag von Gunnar »

@Zejtnot: Danke, dass man sich über unterschiedliche Sichtweisen ganz normal unterhalten kann! Es darf kein Tabu in Deutschland sein, sowas zu Thematisieren und selbstkritisch zu hinterfragen, auf beiden "Seiten" selbstredend.

@Berlino:
ich habe gezielt "Totalverteidiger" gesagt, weil ich zB Dich nicht dazuzähle. Wir sind alles andere als einer Meinung, aber ich vollziehe das was Du schreibst und denkst nach, soweit es nicht Hetz-Spam ist, von wegen krank, dämlich, Lügner usw. ist.

Haya antwortet mir selbst dieser Tage auf das hier:
Du findest Putin eben top, ich halte ihn für eine politische Niete.
das hier:
Seine Taten und Ergebnisse zeugen nun mal davon, dass er top ist. Was Du wie findest ist mir persönlich ralle!
Ich finde auch, dass die westliche Diktatur nicht gerade toll ist und nu? Interessiert Dich das?
Und das ist für mich ein putinistischer Totalverteidiger wie er im (kremlschen) Lehrbuch steht.

@AH: Deine Äußerung und die Art des Vortrags spricht bereits Bände. Da kann man eigentlich nix mehr drauf erwidern.
_RGP_

Re: Ossis und Wessis: Hängt die Sicht auf Putin davon ab?

Beitrag von _RGP_ »

Wladimir30 hat geschrieben:Thüringen ... Schon ein sonderbares Völkchen....
"Besser", das Wort, das du suchst, lautet "besser". ;)
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Re: Ossis und Wessis: Hängt die Sicht auf Putin davon ab?

Beitrag von Berlino10 »

Wladimir30 hat geschrieben:Schade, sehr schade, ich hatte gehofft, daß eine normale Diskussion wenigstens anfängt. Aber schon auf der ersten Seite sofort Gefetze und persönliche Anschuldigungen, die mit dem Thema nix, aber auch gar nix zu tun haben.
Gunnar, eine normale Diskussion beginnt man nicht mit Lügen, Beleidigungen und Unterstellungen .
Und indem Du bspw. Gysi als "Totalverteidiger" verunglimpfst, tust du genau das und machst ja so weiter
Es gibt dazu keine empirischen Untersuchungen aber gefühlt befinden sich in der Gruppe, die in Deutschland deutlich mehr Verständnis für die aktuelle russische Politik formuliert (nicht zuletzt bei DIE LINKE) als der Rest der Bevölkerung, eine überwiegende Zahl von in Ostdeuschland sozialisierten Bürgen (umgangssprachlich: Ossis). . Meine höchstpersönliche Vermutung ist dabei die, dass es sich in absoluten Zahlen um einen relativ kleinen Teil unter den Ossis handelt,
Trotz massiver Propaganda des Mainstreams gibt es eben keine Mehrheit für deinen konfrontativen NATO-Kurs.
"mehr Verständnis" ... äussern nicht kleine Gruppen, sondern mindestens die 38% der Bevölkerung, die ja selbst laut Umfrage der NATO-Presse bspw. die Krim als Teil der RF anerkannt sehen wollen.
Und damit noch weitergehen als ich bspw.
die allerdings als lautstarke Totalverteidiger der Putin Linie (und nur die meine ich hier) deutlich auffallen (z.B. auch Gysi, Wagenknecht usw.). Sie sind laut bis schrill, sie drängen derzeit mit Leserbriefen, in Foren oder als Publikum in Talkshows an die Öffentlichkeit.
Wer beide Seiten kritisiert, wird von Dir zum Putinist erklärt, auch noch als laut schrill ... und die drängen anderen als vermeintlich kleine Gruppe ihre Meinung auf ...
Gunnar, Deine Wahrnehmung scheint so in NATO-Propaganda gebadet, dass du nicht siehst, dass diese Stimmen nahezu die Hälfte unserer Bürger ausmachen, und dass die von Dir verunglimpften Menschen nichts anderes tun als normale demokratische Rechte wahrnehmen ... und das vor allem deshalb weil über 90% der Presse in NATO Hand ist.
Mir kommt häufig der Gedanke dass es sich um Personen handelt, denen damals eigentlich auch schon die DDR ganz Recht war, die bereits dort die Sowjetunion nicht als Unterdrücker sondern als Beschützer empfanden, als Beschützer der eigenen Biografie, welche so in einer demokratischen Gesellschaft nicht funktioniert hätte. Diese ziemlich kleine Gruppe von Leuten wittert ...
Kritiker sind also eine kleine Gruppe karrieristischer, anti-demokratischer Ex-Funktionäre der DDR ... die jetzt Morgenluft "wittern" ..?

Das ist kein Einstieg in eine Diskussion. Wer ehrlich am Thema interessiert ist, der verzichtet auf diese lügnerische Hetze und Propaganda.

Ich finde so etwas sehr schade, ich dachte, wir wären weiter ... dein Einstieg lässt mich daran zweifeln.
Zuletzt geändert von Berlino10 am 04 Dez 2014, 15:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ossis und Wessis: Hängt die Sicht auf Putin davon ab?

Beitrag von Wladimir30 »

_RGP_ hat geschrieben:
Wladimir30 hat geschrieben:Thüringen ... Schon ein sonderbares Völkchen....
"Besser", das Wort, das du suchst, lautet "besser". ;)
Meinst Du???? Lass es mich so ausdrücken: ich habe einige wirklich sehr nette Menschen dort kennengelernt. Aber so ist es schon ein Bergvölkchen, das sehr gern grantelt und andere kaum bis gar nicht an sich ranläßt. Ich sag ja nicht, daß es schlecht ist. Es ist nur, hm, "anders" oder "gewöhnungsbedürftig". Ist das ok für Dich?
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Re: Ossis und Wessis: Hängt die Sicht auf Putin davon ab?

Beitrag von Dietrich »

Berlino10 hat geschrieben:ich steige aus ... wer zB etwa Gysi als lautstarken Totalverteidiger Putins bezeichnet ...
der ist ....oder warnehmungsgestört
Wenn er Merkel als "Obamas Hure" bezeichnet hätte, hättest du wahrsheinlich geklatscht und sogar den Unterschied in der Etikette wohlwollend ignoriert.

Wie würdest du Gysi denn in Bezug auf Putin bezeichnen? Als "konstruktiven Kritiker"? :lol:
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Wladimir30
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Re: Ossis und Wessis: Hängt die Sicht auf Putin davon ab?

Beitrag von Wladimir30 »

Dietrich hat geschrieben: Wenn er Merkel als "Obamas Hure" bezeichnet hätte ... Wie würdest du Gysi denn in Bezug auf Putin bezeichnen?
Also ich dachte, es geht hier um unsere Meinung, nicht um die von Gysi oder das intime Verhältnis zwischen Obama und Merkel????
Berlino10
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Re: Ossis und Wessis: Hängt die Sicht auf Putin davon ab?

Beitrag von Berlino10 »

Sweety, was ich hätte, wenn ... ist nicht relevant.

Wer Gysi als Totalverteidiger Putins brandmarkt, der ignoriert die Wahrheit.

Gysi am 13.3.2014 im Bundestag
Herr Präsident! Meine Damen und Herren!
Putin will die gesamte Krise in der Ukraine militärisch lösen. Er hat nicht begriffen, dass die Probleme der Menschheit weder mit Soldaten noch mit Gewehren zu lösen sind, ganz im Gegenteil.
Auch die Probleme Russlands lassen sich so nicht lösen.
Sein Denken und Handeln ist falsch und wird von uns deutlich verurteilt.
Da gibt es keine Verteidigung oder Rechtfertigung.
Gysi macht aber das deutlich, was auch mein Standpunkt ist, zu dem man guten Gewissens und in Vernunft kommen kann, ja mMn kommen müsste, wenn man sachlich neutral bewertet.
(wozu du, Dietrich ja immer noch jede Antwort schuldig geblieben bist)
Es ist aber dasselbe Denken, das im Westen vorherrschte und vorherrscht: bei Jugoslawien, Afghanistan, dem Irak und Libyen.
An die Stelle der Systemkonfrontation sind die Interessengegensätze der USA und Russlands getreten. Der Kalte Krieg ist beendet, aber solche Interessengegensätze können zu ganz ähnlichen Zügen führen.
Die USA wollen mehr Einfluss gewinnen und vorhandenen verteidigen, und Russland will mehr Einfluss gewinnen und vorhandenen verteidigen. Ich sage als Stichworte zu Russland nur: Georgien, Syrien, Ukraine.
Auch wenn man Putins Vorgehen verurteilt, muss man sehen, wie es zur gesamten Zuspitzung und Konfrontation kam. Ich sage es Ihnen ganz deutlich: Alles, was NATO und EU falsch machen konnten, haben sie falsch gemacht.
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