Ich habe dir das hier schon einmal erklärt:Dietrich hat geschrieben: Also die Deutsche Bank hat Geld bekommen, welches dann den Griechen als Schulden verbucht wurde?
http://forum.aktuell.ru/viewtopic.php?f ... en#p187995
Was die Deutsche Propaganda immer versucht zu unterschlagen, ist das wir im Ursprung nicht die Griechenlandkrise hatten, oder die Staatschuldenkrise oder die Eurokrise, sondern die BANKENKRISE hatten. Staaten wie GR wurden gezwungen, die Fehlspekulationen Dt., frz. Banken zu tragen. Vorher war ihre Verschuldung deutlich geringer, z.T. um ein Vielfaches.
Aus privatwirtschaflichem Investitionskapital der Banken wurden Staatsschulden gemacht.
Ursache der Bankenkrise war neben der weltweiten Finanzkrise das strukturelle Problem der Vereinigung von Überschussländern und Defizitländern. In den Defizitregionen oder -ländern waren die Kreditzinsen höher. Diese Differenz bei den Zinssätzen (die Spannen im privaten und öffentlichen Sektor zwischen Überschussländern und Defizitländern der Eurozone) zog wie ein Magnet das private Finanz-Kapital aus den Überflussländern an, die in den Defizitländern höheren Zinssätzen und Renditen »hinterherjagten«. Die gemeinsame Währung förderte diese Kapitalflusse noch zusätzlich, weil die Geldgeber keine Angst vor einer Abwertung der griechischen oder spanischen Währung haben mussten. Das ganze Kapital floss in die defizitären Teile der Eurozone und erzeugte dort privatwirtschaftliche Spekulationsblasen (auf dem Immobilienmarkt, bei Anleihen, Autos und so weiter).Der griechische Staat erhielt Kredite in Höhe von 240 Milliarden Euro, damit uber 200 Milliarden Euro Steuergelder an die Banken und verschiedene Hedgefonds fließen konnten. Diese Milliarden bekam Griechenland unter der Bedingung drastischer Sparauflagen, die die Einkommen der Menschen um ein Viertel reduzierten, wodurch es sowohl fur die öffentliche Hand wie fur den privaten Sektor in Griechenland unmöglich wurde, ihre alten und neuen Kredite zuruckzuzahlen.
Unter dem Vorwand, Griechenland retten zu mussen, wurden hohe Verluste aus den Buchern der Banken auf die schwachen Schultern der griechischen Steuerzahler verschoben in dem vollen Bewusstsein, dass die Kosten, weil die griechischen Schultern zu schwach dafur waren, auf Deutschland, die Slowakei, Finnland, Portugal und so weiter uberschwappen mussten.
Politiker in ganz Europa verkundeten die »Rettung« Griechenlands, während in Wahrheit die Rechnung fur die Bankenrettung durch die europäischen Steuerzahler vorbereitet wurde.
Dadurch hatte es den Anschein, als gäbe es in diesen Bereichen starkes Wachstum (ein Eindruck, der naturlich falsch war, weil das Wachstum mit geliehenem Geld finanziert wurde), und scheinbar schlossen sich die »Löcher« in den öffentlichen und privaten Haushalten. Als jedoch die Krise ausbrach, kamen die Löcher in der Zahlungsbilanz wieder zum Vorschein, weil die Kapitalflusse aus den Uberschussregionen in die Defizitregionen versiegten. In der Folge platzten in den Defizitregionen und -ländern die Spekulationsblasen, und die Aktienmärkte brachen ein – und mit ihnen ganze Wirtschaftssektoren und naturlich auch die Kreditwurdigkeit der betroffenen Länder.
Statt an dem strukturellen Problem zu arbeiten - wie soll man Schulden an DEU zurückzahlen, wenn wir jedes Jahr 300Mrd. Exportüberschusse und damit Schuldenmehrung betreiben? Und jedes Wachstum in den Süd-Ländern durch Sparpolitik verunmöglichen? Es ist sicher richtig, dass GR über seine Verhältniss gelebt hat, DEU aber unter seinen Verhältnissen, die Menschen bekommen immer weniger Lohn, Fest-Anstellungen ... von den Exportüberschüssen profitiert nur das Kapital.
Die Folgen der Bankenkrise nur den Ländern anzulasten, in den unsere Banken spekuliert hatten, ist wodurch begründet?
Man muss kotzen, wenn unsere Politiker behaupten, ES, IRL, IT ... sind auf gutem Weg ... deren Bevölkerung wird sich die steigende Armut, Arbeitslosigkeit, Verelendung auch nicht länger gefallen lassen.

