Trolle im Internet

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Berlino10
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Re: Trolle im Internet

Beitrag von Berlino10 »

Dietrich hat geschrieben: Also die Deutsche Bank hat Geld bekommen, welches dann den Griechen als Schulden verbucht wurde?
Ich habe dir das hier schon einmal erklärt:
http://forum.aktuell.ru/viewtopic.php?f ... en#p187995

Was die Deutsche Propaganda immer versucht zu unterschlagen, ist das wir im Ursprung nicht die Griechenlandkrise hatten, oder die Staatschuldenkrise oder die Eurokrise, sondern die BANKENKRISE hatten. Staaten wie GR wurden gezwungen, die Fehlspekulationen Dt., frz. Banken zu tragen. Vorher war ihre Verschuldung deutlich geringer, z.T. um ein Vielfaches.
Aus privatwirtschaflichem Investitionskapital der Banken wurden Staatsschulden gemacht.
Der griechische Staat erhielt Kredite in Höhe von 240 Milliarden Euro, damit uber 200 Milliarden Euro Steuergelder an die Banken und verschiedene Hedgefonds fließen konnten. Diese Milliarden bekam Griechenland unter der Bedingung drastischer Sparauflagen, die die Einkommen der Menschen um ein Viertel reduzierten, wodurch es sowohl fur die öffentliche Hand wie fur den privaten Sektor in Griechenland unmöglich wurde, ihre alten und neuen Kredite zuruckzuzahlen.

Unter dem Vorwand, Griechenland retten zu mussen, wurden hohe Verluste aus den Buchern der Banken auf die schwachen Schultern der griechischen Steuerzahler verschoben in dem vollen Bewusstsein, dass die Kosten, weil die griechischen Schultern zu schwach dafur waren, auf Deutschland, die Slowakei, Finnland, Portugal und so weiter uberschwappen mussten.

Politiker in ganz Europa verkundeten die »Rettung« Griechenlands, während in Wahrheit die Rechnung fur die Bankenrettung durch die europäischen Steuerzahler vorbereitet wurde.
Ursache der Bankenkrise war neben der weltweiten Finanzkrise das strukturelle Problem der Vereinigung von Überschussländern und Defizitländern. In den Defizitregionen oder -ländern waren die Kreditzinsen höher. Diese Differenz bei den Zinssätzen (die Spannen im privaten und öffentlichen Sektor zwischen Überschussländern und Defizitländern der Eurozone) zog wie ein Magnet das private Finanz-Kapital aus den Überflussländern an, die in den Defizitländern höheren Zinssätzen und Renditen »hinterherjagten«. Die gemeinsame Währung förderte diese Kapitalflusse noch zusätzlich, weil die Geldgeber keine Angst vor einer Abwertung der griechischen oder spanischen Währung haben mussten. Das ganze Kapital floss in die defizitären Teile der Eurozone und erzeugte dort privatwirtschaftliche Spekulationsblasen (auf dem Immobilienmarkt, bei Anleihen, Autos und so weiter).

Dadurch hatte es den Anschein, als gäbe es in diesen Bereichen starkes Wachstum (ein Eindruck, der naturlich falsch war, weil das Wachstum mit geliehenem Geld finanziert wurde), und scheinbar schlossen sich die »Löcher« in den öffentlichen und privaten Haushalten. Als jedoch die Krise ausbrach, kamen die Löcher in der Zahlungsbilanz wieder zum Vorschein, weil die Kapitalflusse aus den Uberschussregionen in die Defizitregionen versiegten. In der Folge platzten in den Defizitregionen und -ländern die Spekulationsblasen, und die Aktienmärkte brachen ein – und mit ihnen ganze Wirtschaftssektoren und naturlich auch die Kreditwurdigkeit der betroffenen Länder.

Statt an dem strukturellen Problem zu arbeiten - wie soll man Schulden an DEU zurückzahlen, wenn wir jedes Jahr 300Mrd. Exportüberschusse und damit Schuldenmehrung betreiben? Und jedes Wachstum in den Süd-Ländern durch Sparpolitik verunmöglichen? Es ist sicher richtig, dass GR über seine Verhältniss gelebt hat, DEU aber unter seinen Verhältnissen, die Menschen bekommen immer weniger Lohn, Fest-Anstellungen ... von den Exportüberschüssen profitiert nur das Kapital.

Die Folgen der Bankenkrise nur den Ländern anzulasten, in den unsere Banken spekuliert hatten, ist wodurch begründet?

Man muss kotzen, wenn unsere Politiker behaupten, ES, IRL, IT ... sind auf gutem Weg ... deren Bevölkerung wird sich die steigende Armut, Arbeitslosigkeit, Verelendung auch nicht länger gefallen lassen.
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Re: Trolle im Internet

Beitrag von Berlino10 »

Gunnar hat geschrieben:Pegida ... Weltfinanzjudentums
Du kannst deine Propaganda für dich behalten ..

Du kannst noch lange die Propaganda betreiben, das Schulden Schulden sind ... falsch

Wenn sich Deutsche Banken an der Spekulationsblase in den Süd-Ländern beteiligt und jahrelang für dieses Risko auch deutlich höhere Renditen einkassiert haben, dann müssen sie auch das Risiko tragen. Oder haben sie in eine Versicherung einbezahlt, die sie retten musste?
Wenn die Banken das nicht allein tragen können, muss man sich darüber unterhalten, wie und von wem diese Verluste getragen werden. Aber sicher nicht, ohne dass sie ihren Anteil ganz schuldig bleiben. Nicht GR war der Schuldner, sondern es war ein Geschäft innerhalb des privatwirtschaftlichen Banken-Sektors. Für das der Staat GR niemals die Bürgschaft übernommen hatte.

Und Nobel-Preisträger Stiglitz u.v.m:
Wir sollten uns über Eines klar sein: Von den enormen Summen, die Griechenland als Kredite erhalten hat, ist fast nichts tatsächlich auch nach Griechenland gegangen. Dieses Geld wurde verwendet, um die Gläubiger aus dem privaten Sektor auszuzahlen, darunter deutsche und französische Banken. Griechenland hat lediglich Almosen erhalten, aber einen hohen Preis gezahlt, um die Bankensysteme dieser Länder zu retten.
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Re: Trolle im Internet

Beitrag von Gunnar »

Hallo, jetzt driftest Du aber vom Thema an. Es geht hier gerade nicht um die Frage, ob es richtig ist dass der deutsche Steuerzahler Banken rettet (das find ich auch nur beschränkt richtig) sondern um die Frage, ob der Darlehensschuldner selbst (Griechenland) sein Darlehen zurückzuführen hat oder nicht. Das sind ja wohl zwei völlig unterschiedliche Paar Stiefel.
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Re: Trolle im Internet

Beitrag von Berlino10 »

Das hat der Deutsche Steuerzahler aber, durch die Umschuldung Griechischer Schulden vom privaten auf den staatlichen Sektor.

NDS 2011
Es ist nicht die Frage, ob Griechenland eine Umschuldung vornehmen muss, sondern wann diese Umschuldung stattfindet. Je mehr Zeit man sich lässt, desto größer wird der Anteil von öffentlichen Geldern, der im Rahmen der Umschuldung abgeschrieben wird, und desto geringer wird der Finanzsektor an den Kosten beteiligt. Dies scheint jedoch genau das zu sein, was den EU-Finanzministern vorschwebt.
Heute tragen die Banken nur noch 4Mrd der Griechischen Schulden, ein Bruchteil dessen,was sie vorher an den überhöhten Zinsen/Renditen verdient hatten.
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Re: Trolle im Internet

Beitrag von Berlino10 »

Bitte auch mal anschauen und darüber nachdenken

Bild

Im Übrigen sind die Vorschläge Varoufakis gar nicht auf Schulden-Erlass aus, sondern auf eine teilweise Umstrukturierung aus, die im Gegenteil die Rückzahlung möglich macht. Nur verdient das Finanzkapital nicht mehr die horrenden Zinsen:
Jedes Mal, wenn eine Anleihe eines Mitgliedstaats fällig wird, zahlt die EZB den Teil der Anleihe zurück, der dem Anteil (in Prozent) der MKS an der Gesamtverschuldung des Landes entspricht. Wenn beispielsweise in einem Land wie Spanien der Schuldenstand im Verhältnis zum BIP 90 Prozent beträgt (und damit über der Maastricht-Grenze von 60 Prozent liegt), wird die EZB bei Fälligkeit zwei Drittel aller spanischen Staatsanleihen zurückzahlen. Gleichzeitig wird die EZB ein Debitkonto für das betreffende Mitgliedsland (in dem Fall Spanien) eröffnen, und das Land wird zu gegebener Zeit seine Schulden begleichen müssen, verzinst mit dem von der EZB erhobenen Zinssatz (gegenwärtig weniger als 2 Prozent).
Varoufakis, Holland, Galbraith: Bescheidener Vorschlag zur Lösung der Eurokrise
Aber wir kommen vom Thema ab ... Trolle ... Propaganda ... ja haben wir.
Politiker lügen, zB über das letzte "großzügige" Angebot an Griechenland, das nichts enthielt wie die Grünen nachgewiesen haben (s. NDS, SZ partiell) nur eine Weiterführung und Verschlimmerung der Sparpolitik, die schon in den letzten Jahren die Katastrophe über alle Südländer und die Steuerzahler ganz Europas gebracht hat.
Und die Medien machen bei dieser Propaganda voll mit ... das Finanzkapital hat sogar in dieser Krise Hunderte Milliarden verdient, auf Kosten der Steuerzahler, Sparer, aller Völker Europas, und das ist keine Verschwörung sondern ein System, wo Demokratie, Politik, Medien, Gewerkschaften keinen Ausgleich in den Machtverhältnissen mehr erzielen können, sondern einseitig von bestimmten Interessensgruppen dominiert werden.
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Beitrag von Berlino10 »

Selbst der ARD-Fakten-Check überführte die immer wiederholten Lügen unserer Politiker und sog. Journalisten wie Krause

http://www1.wdr.de/themen/politik/faktencheck452.html

Ska Keller (Bd.90/Grüne) kritisiert, dass die Austeritätspolitik zu Lasten der griechischen Rentner geht.
Prof. Arne Heise im Faktencheck: "Zunächst einmal sollte man festhalten, dass der Vorschlag der Institutionen – anders als von Jean-Claude Juncker auf seiner gestrigen Pressekonferenz verlautbart – tatsächlich doch ein Festhalten an den ursprünglichen, mit den Vorgängerregierungen vereinbarten Anforderungen an eine Rentenreform – sprich: Rentenkürzung - beinhaltete."

Nach Rolf-Dieter Krause hätten sich die Institutionen dramatisch – bis an die Grenze der Verantwortungslosigkeit - auf die Forderungen Griechenlands zu bewegt. Hat die griechische Regierung bewusst die ausgestreckte Hand Europas ausgeschlagen?
Für Arne Heise ist die Aussage bei neutraler Bewertung nicht nachvollziehbar . . .

Peter Altmaier meint, weitere Hilfen an Griechenland hätten nur gegeben werden können, wenn die Bereitschaft für Reformen vorhanden gewesen wäre. Gab es diese Bereitschaft wirklich nicht?
"Hier bedient sich Peter Altmaier eines beliebten, aber deshalb nicht minder falschen Vorurteils", sagt Arne Heise .
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Beitrag von Berlino10 »

Kein Unterschied, ob "Bild", "Zeit" oder ARD: In den deutschen Medien schwingen sich Journalisten reihenweise zu pöbelnden Parteigängern auf, statt Fakten und Analysen zur Griechenlandkrise zu bringen.
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Re: Trolle im Internet

Beitrag von Alex KA »

Vielleicht Deutsche Bank auch mit solche Mitteln noch nicht gerettet, und sitzt immer noch in griechischen Papieren drin
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Re: Trolle im Internet

Beitrag von Berlino10 »

Alex KA hat geschrieben:Vielleicht Deutsche Bank auch mit solche Mitteln noch nicht gerettet, und sitzt immer noch in griechischen Papieren drin
Nein, tut sie nicht. Die Privatbanken halten nur noch etwas mehr als 1%.
Dazu waren eben die letzten Jahre nötig, um die privatwirtschaftlichen Fehl-Spekulationen der dt., frz., ... Banken
auf die PIGS-Steuerzahler umzuschichten, und die Finanzoligarchie um Hunderte Milliarden zu bereichern.

IRL wurde von den nicht-demokratischen Troika-Verbrechern gar gezwungen, sich in 5 Jahren von 24% auf 125% des BIP zu verschulden, auch dort verdreifachte sich die Arbeitslosigkeit, u.v.m. .. aber dem Deutschen Michel kann man alle Lügen auftischen ... aus der Finanz- und Bankenkrise wird erst die Euro- dann die Griechenland-Krise zusammen gelogen. Und die menschenfeindlichen Junker, Schulz & Co. lügen weiter und weiter - was gestern sogar Jauch feststellen musste. Und die vielleicht ungeschickte aber hoch anständige Athener Regierung wird von den deutschen Propaganda-Trollen weiter in den Schmutz gezogen.
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Re: Trolle im Internet

Beitrag von GIN »

Berlino10 hat geschrieben:
Alex KA hat geschrieben:Vielleicht Deutsche Bank auch mit solche Mitteln noch nicht gerettet, und sitzt immer noch in griechischen Papieren drin
Nein, tut sie nicht. Die Privatbanken halten nur noch etwas mehr als 1%.
Dazu waren eben die letzten Jahre nötig, um die privatwirtschaftlichen Fehl-Spekulationen der dt., frz., ... Banken
auf die PIGS-Steuerzahler umzuschichten, und die Finanzoligarchie um Hunderte Milliarden zu bereichern.

IRL wurde von den nicht-demokratischen Troika-Verbrechern gar gezwungen, sich in 5 Jahren von 24% auf 125% des BIP zu verschulden, auch dort verdreifachte sich die Arbeitslosigkeit, u.v.m. .. aber dem Deutschen Michel kann man alle Lügen auftischen ... aus der Finanz- und Bankenkrise wird erst die Euro- dann die Griechenland-Krise zusammen gelogen. Und die menschenfeindlichen Junker, Schulz & Co. lügen weiter und weiter - was gestern sogar Jauch feststellen musste. Und die vielleicht ungeschickte aber hoch anständige Athener Regierung wird von den deutschen Propaganda-Trollen weiter in den Schmutz gezogen.

Die Völker der Eurozone zahlen den Preis einer Ideologie. Ohne Transzahlungen geht das nicht. Dieses haben wir nun gelernt. Blöde Sparen bringt nichts. Erinnert irgendwie an die UdSSR. Tadschikistan mit Lettland in einer Währungszone. Ich bin gespannt wie viel Wohlstand aus dem Norden in den Süden verlagert werden muss um diesen Euro zu halten.
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