Deutsche Syrienpropaganda
Wie eine auf zweifelhaften Wegen und von einer zweifelhaften Organisation zustande gekommene Meinungsumfrage es auf das mediale und politische Tagesmenü in DEU schafft.
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Es sieht so aus als ob Flüchtlinge schon wissen, was zu antworten, es sind angeblich Flüchtlinge aus Bangladesch und Afrika dabei die auch wegen Assad fliehenBerlino10 hat geschrieben:Happy Returns: wenn nur Assad nicht wäre
Deutsche Syrienpropaganda
Wie eine auf zweifelhaften Wegen und von einer zweifelhaften Organisation zustande gekommene Meinungsumfrage es auf das mediale und politische Tagesmenü in DEU schafft.

Wenn sie die Möglichkeit hätten nach Polen zu kommen dann währen sie auch bald hier, das ist kein Problem. Nur die Polen sind nicht die GriechenAlex KA hat geschrieben: Das können rein theoretisch auch die Ukrainer tun, die nach Deutschland wollen, einfach Pass wegschmeißen, und sagen ich fliehe von Assad
Darum geht es auch,Alex KA hat geschrieben: Es sieht so aus als ob Flüchtlinge schon wissen, was zu antworten, es sind angeblich Flüchtlinge aus Bangladesch und Afrika dabei die auch wegen Assad fliehen
Die russische Initiative "Free Donbas" macht im Juli 2014 eine Umfrage unter den nach Russland geflohenen Donbass-Ukrainern und kommt zu dem Ergebnis - oh Wunder - dass 85 Prozent vor den Bomben des Poroschenko-Regimes geflohen sind.
Programmbeschwerde über Kriegspropaganda auf tagesschau.de
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Um ein Mindestmaß an Objektivität (Begriffsbestimmung in der einschlägigen Literatur) zu wahren, hätte zwingend auf die Parteilichkeit der Organisation „Adopt a Revolution“ hingewiesen werden müssen. Damit wäre zugleich aber und nach professionellen Maßstäben der ganze Beitrag wegen seines Pipi-Nachrichtenwertes erkennbar nur noch für die Schüssel geeignet gewesen.
Wenn grundlegende wissenschaftliche und journalistische Standards eingehalten wären, hätte sie nicht so viel Aufmerksamkeit bekommen dürfen.
Die Umfrage von „Adopt a Revolution“ ist nicht repräsentativ. Zwar sollen die Befragten „zufällig“ ausgewählt worden sein, aber ob ihre Antworten tatsächlich auf alle geflüchteten Syrer übertragbar sind, weiß niemand, weil noch niemand weiß, wer genau nach Deutschland kommt. Das heißt in der Konsequenz, dass sich niemand sicher sein kann, ob die Antworten der befragten Syrer auch für alle anderen stehen.
Die Umfragendesigner haben die Daten des Bundesamtes wohl einfach ignoriert. Das beschädigt ihre Glaubwürdigkeit.
Drittens fällt auf, dass die Mehrheit der Befragten Assad für den Schuldigen des Krieges hält. Aber auch nur, wenn sie seine ganzen Gegner als getrennte Akteure betrachten. Wenn sie die zusammenzählen, kommen sie auf 82,2 Prozent und schwupp – wenn man so vorgeht wie „Adopt A Revolution“ und die jeweiligen Medien – könnte man auch diese Überschrift formulieren:
„Umfrage: Mehrheit syrischer Flüchtlinge flieht vor Assads Gegnern, nicht vor Assad-Regime (69%)“.
Und wenn 80 Prozent vor den Gegnern von Assad fliehen und gut 70 Prozent vor Assads Regime, dann liegt eine völlig andere Interpretation und Überschrift nahe:
„Nicht repräsentative Umfrage: Mehrheit syrischer Flüchtlinge flieht vor Krieg“
Es ist zweifelhaft, ob es die Umfrage so in die Medien und bis ins Kanzleramt geschafft hätte.