Die Vergiftung von Alexey Navalny

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Klaus
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Re: Die Vergiftung von Alexey Navalny

Beitrag von Klaus »

kamensky hat geschrieben: 16 Feb 2021, 11:32 Meines Erachtens hat Rechtsanwalt Vadim Kobzev die Situation am besten analysiert und verstaendlich auf den Punkt gebracht.
Da liegst du leider falsch - nur Herr Röper aus SPB bringt es aus meiner Sicht auf den Punkt:
https://www.anti-spiegel.ru/2021/dritte ... aus-macht/

Aber das Thema ist doch eigentlich so langsam ausgelutscht, dachte ich. Zumal sich Superstar Navalny mit seinen herben Angriffen unterhalb der Gürtellinie auf Opfer und Richterin komplett selbst entblößt hat und damit nicht weiter ernst zu nehmen ist, sondern offensichtlich nur auf Randale aus ist.
Solch einem Radau-Bruder ist offensichtlich nichts heilig, nicht einmal eine inszenierte Vergiftung oder ein Lügen-Video. Und so minutiös, wie seitdem alles geplant war (inkl. Wunderheilung) kann es nur eine PsyOp gewesen sein - jetzt taucht ja sogar auch ein "Helden"-Fotoshooting inkl. Interview von Frau Navalnaya auf, welches aber noch damals in Deutschland erstellt wurde; also war alles generalstabsmäßig geplant - praktisch wie Unternehmen Barbarossa, nur halt ohne Panzer.

Hass und Zwietracht. Dabei sagte doch schon F.Dostojewski:
Красота спасет мир.
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Norbert
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Re: Die Vergiftung von Alexey Navalny

Beitrag von Norbert »

Klaus, Dein Artikel ist genauso von Propaganda durchdränkt, nur eben anders herum. Beispiel:
Der Spiegel verschweigt diese Dinge, denn wenn die deutschen Leser wüssten, was Navalny so von sich gibt, oder dass er Pistolen als Mittel gegen Migranten empfohlen hat, dann hätte der Spiegel ein Problem damit, Navalny als den liberalen und netten Oppositionsführer darzustellen. Also verschweigen der Spiegel und all die anderen deutschen “Qualitätsmedien” diese Dinge lieber.
Nein, verschweigt er nicht. In der Titelstory zu Nawalny im Herbst im Spiegel wurde Nawalny genau dazu gefragt und wie er diese Aussagen rechtfertigt.

Aber wie es für den Spiegel-Leser eben anstrengend ist, sich mit dem Prozess im Detail zu befassen, ist es für den Anti-Spiegel-Leser scheinbar nicht minder anstrengend, sich mit den Details der deutschen Berichterstattung zu befassen.

Apropos, ich wollte gerade meine eigene Meinung hinterfragen. Im Artikel steht:
All das ist in Bild und Ton vorhanden, jeder der Russisch versteht, kann es sich anschauen, es ist keine russische Propaganda.
Habe ich gemacht. Spannend. Ja, er hat der Richterin den Titel Obersturmführer nahegelegt und ihr empfohlen, sich ein deutsches Maschinengewehr als Kulisse zuzulegen. Aber in dem Zitat ist genau die Hälfte weggelassen, mit welcher die immer noch zweifelhafte Wortwahl einen Sinn bekommt.

Klaus, bist Du Dir bewusst, wie sehr Du mit solchen Artikeln manipuliert wirst? Hast Du Dir das Zitat selbst und vollständig angehört? Oder glaubst auch Du nur, was Dir Deine Medien so auftischen? ;)
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inorcist
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Re: Die Vergiftung von Alexey Navalny

Beitrag von inorcist »

Norbert hat geschrieben: 17 Feb 2021, 11:17
Der Spiegel verschweigt diese Dinge, denn wenn die deutschen Leser wüssten, was Navalny so von sich gibt, oder dass er Pistolen als Mittel gegen Migranten empfohlen hat, dann hätte der Spiegel ein Problem damit, Navalny als den liberalen und netten Oppositionsführer darzustellen. Also verschweigen der Spiegel und all die anderen deutschen “Qualitätsmedien” diese Dinge lieber.
Nein, verschweigt er nicht. In der Titelstory zu Nawalny im Herbst im Spiegel wurde Nawalny genau dazu gefragt und wie er diese Aussagen rechtfertigt.
Ich meine es war die FAZ, die Anfang Januar einen sehr ausführlichen Berich zum Thema hatte, wie wählbar Navalny in Deutschland wäre. Und genau diese Punkte wurden darin aufgegriffen aber eben auch in den (kulturellen) Kontext gerückt. Und es wurde auch beschrieben, wie es zum Verwürfnis mit Jabloko kam.

So ... und nach etwas googeln den Artikel wieder gefunden:
https://www.faz.net/aktuell/politik/aus ... 24550.html
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Re: Die Vergiftung von Alexey Navalny

Beitrag von Saboteur »

Ich würde schon sagen, dass seine (ehemalige?) rechte Seite regelmäßig im Radio und den Zeitungen angesprochen wird. Ich möchte meinen, dass war in den Jahren davon beispielsweise 2014 rum eher nicht so. Aber rein subjektives empfinden.
помню айнц цвай полицай. все там с ума сходили. Под самогон...
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Re: Die Vergiftung von Alexey Navalny

Beitrag von inorcist »

Ich denke, er ist jetzt auch präsenter in den deutschen Medien als noch 2014 und entsprechend nimmt man auch die kritischen Artikel eher wahr.
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Re: Die Vergiftung von Alexey Navalny

Beitrag von Bluewolf »

Hier auch noch einmal eine Zusammenfassung über Nawalnys Gesinnung von vor 10 Jahren und heute, sogar mit Links zu Blogs/ Artikeln mit absolut Anti-Nawalny Ausrichtung ;)
https://www.newyorker.com/news/our-colu ... BX7jqfKhVs

Auch das widerlegt die These, dass hier etwas totgeschwiegen werden soll.
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Re: Die Vergiftung von Alexey Navalny

Beitrag von Wladimir30 »

Mit dem Totschweigen und dem, was wo gesagt wird.

Meine an sich sehr gute Bekannte in Russland, die ich nun wirklich sehr mag, ist absolut auf der offiziellen regierungstreuen Linie. Sie bringt mir gegenüber dann immer Belege von Artikeln aus deutschen Zeitungen oder Ausschnitte aus Sendungen, von denen ich kaum was gehört habe. Nun ist das, was ich kenne, lese oder sehe kein Beleg dafür, dass es allgemein bekannt ist (oder eben nicht). Aber allein die Tatsache, dass etwas irgendwann irgendwo veröffentlicht wurde, würde ich ungern als Beleg dafür nehmen, dass etwas nicht verheimlicht wird. Wenn man nur sucht, findet man heutzutage für jede These ode Gegenthese Belege.
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Re: Die Vergiftung von Alexey Navalny

Beitrag von Bluewolf »

Da hast Du natürlich recht.
Aber die Frage war ja, ob unsere Mainstreammedien etwas verschleiern würden um Nawalny als leuchtenden Held dastehen zu lassen.
Und da kann ich aus den letzten 12 Monaten quer durch das politische Spektrum Belege liefern, dass dem nicht so ist (Spiegel, Welt, SZ, FAZ, Zeit usw.). Während Corona hat man ja Zeit zum Lesen ;)

Und den Beitrag aus dem New Yorker habe ich mit dem Hintergrund gepostet, dass es doch etwas seltsam ist, wenn man den Landsleuten unter die Nase reibt, welchen zweifelhaften Vogel man da finanziert.
Ok, hat sicherlich auch irgendeinen taktischen Grund. So ala, "Schaut mal, wir sind gezwungen jemanden mit solch zweifelhaften Ruf zu unterstützen. Denkt mal nach, wie schlimm dann erst "die Anderen" sein müssen..."
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Re: Die Vergiftung von Alexey Navalny

Beitrag von Klaus »

Nun ist also die Berufung gescheitert, und Navalny wird seine Strafe absitzen dürfen.

Es wird folglich kurz ruhiger um das Thema werden - aber keine Sorge, schon bald wird sich eine neue Sau finden, die durchs Dorf getrieben wird.

Die Berichterstattung zum Thema Navalny war einfach nur atemberaubend: Selten konnte man derart fassbar miterleben, wie Fakten beliebig ausgeblendet oder hervorgehoben werden, um Meinungen zu transportieren.

Die Fronten verhärten sich dabei immer mehr: Hier im Westen spricht man inzwischen offen und schamlos vom "Regime-Change" in Russland als Ziel - während die russische Seite endlich zu verstehen beginnt, das Vernunft und gesunder Menschenverstand in diesem Konflikt nicht zielführend sind.

Und ich selbst bereue inzwischen eigentlich jede Minute, die ich mich mit dieser Inszenierung beschäftigt hatte:
Ich hätte Bücher lesen oder was lernen können - aber stattdessen habe ich mich instrumentalisieren lassen in einem Konflikt, bei dem alle Antworten auf die "wem nutzt es"-Frage immer nur nach Langley führen.

Aber wir hatten durch Corona ja auch etwas mehr Zeit, also verbuche ich das Thema Navalny für mich als Entertainment.
Nun wird es jedoch Zeit (zumindest für mich), den Kopf für die wirklich wichtigen Dinge frei zu bekommen...
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Re: Die Vergiftung von Alexey Navalny

Beitrag von willi »

Auf Welt online war der Tage ein Interview mit dem ehemaligen Geheimdienstkoordinator Schmidtbauer.
Seine Aussage: Die Formel von Nowitschok wurde gehandelt wie auf dem Bazar. Also scheint weiter verbreitet zu sein als mir vorher bekannt war.
In Wirklichkeit ist die Realität ganz anders
Antworten

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