Simone hat geschrieben:Was viel schlimmer wiegt, sind die Konsequenzen der Armut:
- arm ist oft auch arbeitslos
- arm hat häufig mehr Kkinder als der Durchschnitt
- Arbeitslosigkeit ist oft ein schlechtes Vorbild für die Kinder
- nicht vorhandener Wille zur Leistung und Opferbereitschaft pflanzt sich fort und mündet wieder in Armut
- Kinder der Armen schaffen es kaum zum Realschulabschluss geschweige denn zum Uni-Diplom
- Armut schafft Kriminalität
- Ame ernähren sich oft ungesund, sind mehr zu Drogensucht (auch Alkohol) geneigt
Weiß nicht, stimmt wahrscheinlich oft, ist mir aber grundsätzlich zu klischebehaftet. Ich würde das so pauschal nicht ausdrücken.
Simone hat geschrieben:Es ist daher die große Frage, ob Deutschland mit den höchsten Aufwendung für Sozial-hilfe und -Unterstützung auf dem richtigen Wege ist. Es gewühnen sich immer mehr Menschen an diesen Tropf und werdne dem Leistungsprinzip entwöhnt bzw. kennen dies gar nicht!
Die Gesellschaft polarisiert immer weiter auseinander und die Mitte trocknet aus - und das ist sehr gefährlich! Überall.
Das ist allerdings sehr richtig!
Nicht nur, dass ich im eigenen Bekanntenkreis einige Leute kenne, die gradeaus dazu stehen, nicht mehr offiziell arbeiten zu gehen, sondern sich lieber auf Staatskosten versorgen lassen.
Die gehen max. 3 Monate im Jahr arbeiten, machen auf dem Bau (Dachdecker, Maurer) gut Überstunden und lassen es sich den rest des Jahres mit 1200-1300 Euro ALG1 gut gehen. Wenn nicht reicht, wird halt derein oder andere Samstag noch schwarz malocht. Ein guter Dachdecker kommt an einem Samstag schnell auf 150-200,-- Euro. Dies konsequent durchgezogen, hat mancheiner 1800-2000,-- netto zur freien Verfügung. Als Jungeselle doch ein recht nette Summe und eine riesen Schweinerei dem Sozialstaat gegenüber.
Dazu dann noch die Familien mit 5-6 Kindern, alleine durch ALG2 steht denen schon 2000,-- Euro zu, Kindergeld von 154,--/Kind noch dazu. Alle Ausgaben (Miete ect. pp.) trägt der Staat, Anschaffungen (TV, Waschmaschine, Spülmaschine? - alles kein Thema, gehört ja zum Leben dazu) natürlich auch.
Habe die Tage noch so einen Bericht gesehen, wo der Herr der Familie sich zig Jobangebote angesehen hat und letztlich ohne zu zögern alles abgelehnt hat. Verständlich, wenn er einen Job annehmen würde, müsste er ungefähr mit der Hälfte auskommen und hätte auch kein Recht mehr auf sonstige Vergünstigungen.
Und wenn ich ganz ehrlich bin, wenn ich nen Job hätte, wo ich sowieso nichts erreichen könnte, einfach irgendeinen Hilfsarbeiterjob, wo eh jeder auf einem rumknüppelt, oder ein Sklavenjob bei einer Zeitarbeitsfirma (übrigens ganz fiese Sachen, was die abziehen!), dann würde ich es aller Wahrscheinlichkeit auch nicht anders machen.
Prinzipiell ist jeder, der dies nicht ausnutzt, saudoof.
Letztlich ist bei mir persönlich zum einen der Spaß an der Arbeit in Verbindung mit Anerkennung, zum anderen aber auch der Kontakt zu einer gewissen sozialen Schicht, Auslöser dafür, dass ich weiter Gas gebe, mich engagiere und mich fortbilde, um nicht auf der Stelle zu treten.
Wenn ich nur daran denke, dass 30% meines Nettolohns für Unterhaltszahlungen an meine Ex-Frau geht, hätte ich wahrscheinlich als ALG2-Empfänger wesentlich mehr an Produktivität.
Irgendwann nach der Schulzeit habe ich mir aber mal überlegt, das doch über 13 Schuljahre bewährte Mini-Max-Prinzip aufzugeben und ein wenig in Vorleistung zu gehen
