Russland im Wandel - Erinnerungen an die "gute alte Zei

Hier findest Du Insiderinformationen zum mittel- oder langfristigen Aufenthalt in Russland die Dir helfen das Leben in Russland zu meistern. Du lebst (noch) nicht in Russland? Dann könnte dieses Unterforum für Dich besonders interessant sein, damit Du von unseren Erfahrungen profitierst. Expats are welcome!
Benutzeravatar
Zejtnot
Globaler Moderator
Globaler Moderator
Beiträge: 14590
Registriert: 30 Jun 2006, 11:25
Wohnort: Sibirien, Sachsen

Re: Russland im Wandel - Erinnerungen an die "gute alte Zei

Beitrag von Zejtnot »

Naila hat geschrieben:Wenn irgendwelche Leute des öffentlichen Dienstes oder Milchbauern streiken, kann ich da nur laut lachen.
Würden sie nicht streiken, wäre es bei ihnen auch ganz schnell wie in Zentralafrika. Aber wir schweifen ab ...
Naumova

Re: Russland im Wandel - Erinnerungen an die "gute alte Zei

Beitrag von Naumova »

Will hat geschrieben:und da musste man sich nicht täglich das Geheule von den Jammer-Ossis anhören.
Wo gibt es denn das Geheule zum anhören? Würde mich wirklich interessieren.
ferdystschenko hat geschrieben:Außerdem kommen die meisten Aussiedler aus irgendwelchen Dörfern oder verarmten Gegenden in ihren Heimatländern, wo sie selbst arbeitslos waren und keinerlei Ausbildung bekommen haben. Was folgt, ist Frustration.
Wenn sie in ihrer Heimat bereits arbeitslos und mit "keinerlei Ausbildung" waren, dann müsste sich ihr Lebensstandard in Deutschland nur zum positiven geändert haben (man kann sich als Arbeitsloser hier doch viel mehr leisten als dort!) - kann das denn der Grund für eine Frustration sein?
???
Benutzeravatar
Zejtnot
Globaler Moderator
Globaler Moderator
Beiträge: 14590
Registriert: 30 Jun 2006, 11:25
Wohnort: Sibirien, Sachsen

Re: Russland im Wandel - Erinnerungen an die "gute alte Zei

Beitrag von Zejtnot »

Naumova hat geschrieben:Wenn sie in ihrer Heimat bereits arbeitslos und mit "keinerlei Ausbildung" waren, dann müsste sich ihr Lebensstandard in Deutschland nur zum positiven geändert haben (man kann sich als Arbeitsloser hier doch viel mehr leisten als dort!) - kann das denn der Grund für eine Frustration sein?
Ich glaube, in solchen Fällen sind auch eher die Deutschen frustriert, dass es so etwas gibt. Und dieser Frust schlägt auf die Betroffenen über - "uns will hier keiner". Und dann fehlt natürlich so oder so die Heimat.

Ich kann das Leben in Sibirien noch so genießen, meine Heimat wird mir immer fehlen.
Benutzeravatar
Simone
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 994
Registriert: 10 Jun 2004, 19:56
Wohnort: Moskau

Re: Russland im Wandel - Erinnerungen an die "gute alte Zei

Beitrag von Simone »

ferdystschenko

Re: Russland im Wandel - Erinnerungen an die "gute alte Zei

Beitrag von ferdystschenko »

Zejtnot hat geschrieben: Ich kann das Leben in Sibirien noch so genießen, meine Heimat wird mir immer fehlen.
Das ist bestimmt richtig - an die Heimat erinnert man sich immer (oder sagen wir - meistens) gerne zurück. Ich erinnere mich da an einige bulgarische Kommilitonen, die sich immer beschwert haben, dass das Essen in Dtl. so fad sei, und die sich dann auf ihren Heimatbesuche alles mögliche aus Bulgarien mitgebracht haben. Sogar SALZ! Ist natürlich völlig übertrieben, aber das treibende Gefühl dafür kann ich schon irgendwie nachvollziehen.
Naumova hat geschrieben:Wenn sie in ihrer Heimat bereits arbeitslos und mit "keinerlei Ausbildung" waren, dann müsste sich ihr Lebensstandard in Deutschland nur zum positiven geändert haben (man kann sich als Arbeitsloser hier doch viel mehr leisten als dort!) - kann das denn der Grund für eine Frustration sein?
Soviel mehr kann man sich als Arbeitsloser hier auch nicht leisten. Von Hartz IV kann keine Familie mit Kindern normal leben, außerdem sind die Kosten in Dtl auch wesentlich höher. Und dafür haben sie einiges aufgegeben und zurückgelassen, und leben nun entfremdet in einem Land, das sie nicht will. Ich überspitze das vielleicht etwas und beschreibe auch vor allem die wirklich schlimmen Fälle. Aber sicher bin ich mir allemal, dass es genug Gründe für viele dieser Leute gibt, frustriert zu sein.
Antworten

Zurück zu „#Expat | Leben und Arbeiten in RU und DE“