Maddiazz hat geschrieben:Jetzt erstmal herzlichen Dank für die Vielzahl an Antworten, hat mich ziemlich inspiriert.
Mein Plan sieht vor, einen Brief an die Botschaft zu schreiben. Darin schildere ich unsere Geschichte, mit Auflistung unserer Reisen und Kopien der zahlreichen Visa und Einreisestempel. Schon um den Verdacht der Scheinehe auszuräumen. Es mag schon sein, dass ein Grund der Ablehnung mit fehlender und nicht allzu ausführlicher Information zusammenhängt. Allerdings – ohne Heirat hätte sie vermutlich ein einjähriges Visum erhalten, immerhin war sie in den vergangenen sieben Jahren achtmal im Schengenraum, hat zudem länger in Thessaloniki studiert. Deshalb waren wir sicher, sie erhält einen positiven Bescheid.
Jedenfalls, ich werde ich in meinem Brief sehr genau unsere Beweggründe für ein Dauervisum darlegen. Verbunden mit der Bitte um ein persönliches Gespräch bei der Konsularabteilung, am besten mit uns beiden. Dies sollte eigentlich fruchten.
Wenn nicht, werde ich mich, wie vorgeschlagen, an das Auswärtige Amt sowie meine Bundestagsabgeordnete, Frau Renate Schmidt, wenden. Immerhin war sie mal Bundesfamilienministerin...
Erstmal würde ich nachfragen, wieso das Visum abgelehnt wurde
Wenn wegen Scheinehe, dann würde ich so vorgehen wie von dir beschrieben
Wenn wegen Umgehung des Familienzusammenführungsvisums, dann würde ich einfach das Familienzusammenführungsvisums von deiner Frau beantragen lassen und schon hat sie eine AE für D und ihr habt keine Probleme mehr
Maddiazz hat geschrieben:
Aber mal abgesehn von unseren Möglichkeiten, doch noch ein Visum für sie zu bekommen: es wiegt viel schwerer, dass meine Liebste doch etwas die Leidenschaft verloren hat, überhaupt nach Deutschland zu kommen. Sie ist eine stolze Russin, mit starker familiärer Bindung und einer Arbeit, die sie ausfüllt. Und ganz allgemein ist es eben nicht so, dass jeder davon träumt, sich im goldenen Westen niederzulassen. Zumal man in Russland und anderen Länderen auch gut leben kann, viele ihr Land lieben und es nur verlassen wollen, wenn es wirklich notwendig ist. Wenn man sich dann ungerecht behandelt fühlt, kühlen die (sowieso zunächst mal abstrakten) Gefühle für ein anderes Land schnell ab.
Dann solltest du ihr mal vor Augen führen, wie Russland das in einem solchen Fall handhabt. Was ein deutscher Ehepartner alles über sich ergehen lassen muß, um nur eine Aufenthaltsberechtigung und Arbeitsgenehmigung in RU zu bekommen, dagegen ist D ein Milchbubi. Einjahresvisa für Ehepartner stellt Russland schon gar nicht aus.
Insbesondere ist ja wie du schon andeutest die Schuld auch bei euch zu suchen, da ihr evtl. nichtz alle Infos gegeben habt.
Du solltest ihr dabei auch erklären (falls Scheinehe der Ablehnungsgrund ist), dass D eben mit solchen Scheinehen zu kämpfen hat, da ja der Status des Ehepartners nach 3 Jahren ein unbegrenztes Aufenthaltsrecht verleiht, man sofort einen unbeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt hat und nach 8 Jahren Anspruch auf die Staatsbürgerschaft hat.
Da wird dann natürlich bei solchen Visa genauer geprüft